Ausgabe 28/2025

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Mittwoch, 09. Juli 2025

Liebe Leserinnen und Leser des Kompakt Gastroenterologie,

die Ergebnisse einer aktuellen Untersuchung zu fast 350 Patienten mit Bauchspeicheldrüsenkrebs wecken Hoffnungen, was die Behandlung dieser Erkrankung angeht: Offenbar profitieren Patienten, die vor einer neoadjuvanten Chemotherapie eine Antibiose erhalten haben, davon mit einem längeren Überleben. Die Behandlung mit Antibiotika war in der Studie meist wegen postoperativer Infektionen erforderlich gewesen.

Bakterien im Tumorgewebe, die die Wirksamkeit einer Chemotherapie einschränken, würden durch Antibiotika unterdrückt, wodurch die Behandlung besser greifen könne, erklärt die Arbeitsgruppe aus Österreich. Sie misst den Studienergebnissen „relevante klinische Bedeutung“ bei: Die Antibiose-Strategie lasse sich leicht umsetzen und könne zudem auch bei anderen Tumoren mit hoher Bakterienlast funktionieren.

Wir wechseln vom Pankreas in den Darm: Anhand von Daten aus mehreren großen Langzeitstudien haben US-Forscher einen Zusammenhang zwischen wenig günstigen Lebensgewohnheiten – vor allem in Bezug auf die Ernährung – und einem erhöhten Divertikulitis-Risiko bestätigt. Dass eine ballaststoffreiche Ernährung und ein sparsamer Verzehr von rotem und hochverarbeitetem Fleisch sich in dieser Hinsicht eher günstig auswirken, überrascht nicht – allerdings scheint sich ein gesunder Lebensstil unabhängig von einer genetisch bedingten Anfälligkeit für eine Divertikulitis positiv auszuwirken, wie die Studienautoren in „Gut“ berichten. Dieses Beispiel dafür, dass manche Erkrankungen nicht als vom Schicksal gegeben hingenommen werden müssen, sondern das eigene Verhalten auch dazu beitragen kann, sie zu verhindern, könnte bei so manchem Patientengespräch hilfreich sein.

Ich wünsche Ihnen eine gute Restwoche!




   Ihre
   Britta Achenbach

 

 
 
Antibiotika verlängerten das Leben von Patienten mit Bauchspeicheldrüsenkrebs

Antibiotika verlängerten das Leben von Patienten mit Bauchspeicheldrüsenkrebs

Patienten mit einem Pankreaskarzinom überlebten doppelt so lange, wenn sie nach der Resektion zusätzlich zur Chemotherapie mit Gemzitabin ein Antibiotikum erhielten. Das ist die zentrale Erkenntnis einer neuen retrospektiven Studie.

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Seit 2 Jahren erfolgreich bei Colitis ulcerosa

Mirikizumab (Omvoh®)1 ist seit zwei Jahren für die Behandlung der Colitis ulcerosa (CU)a zugelassen und stellt seine starke und langanhaltende Wirksamkeit schon seit über drei Jahren in klinischen Studien unter Beweis. Erfahren Sie in zwei anschaulichen Fallbeispielen mehr über die Therapieerfolge in der CU mit Omvoh®.

Fachinformation Omvoh®

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Divertikulitis: Gesunde Lebensgewohnheiten sind unabhängig von der genetischen Disposition mit geringerem Risiko assoziiert

Ein gesunder Lebensstil – insbesondere eine Ernährung, die reich an Ballaststoffen, aber arm an rotem und verarbeitetem Fleisch ist, sowie regelmäßige Bewegung, Tabakabstinenz und der Erhalt eines gesunden Körpergewichts – ist mit einem signifikant geringeren Risiko für eine Divertikulitis assoziiert.

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Multiresistente Darmbakterien: Verdrängung durch Nahrungskonkurrenz

Multiresistente Darmbakterien: Verdrängung durch Nahrungskonkurrenz

Wie können potenziell gefährliche multiresistente Bakterien erfolgreich aus dem Darm verbannt werden? Dieser Frage sind Forschende des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung (HZI) in Kooperation mit Forschenden der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) in einer aktuellen Studie nachgegangen. Der Ansatz der Wissenschaftler: Nahrungskonkurrenz. Aus mehr als 430 verschiedenen Escherichia-coli-Stämmen, die aus Stuhlproben…

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Studie enthüllt überraschende Nebenwirkungen hochdosierter Strahlentherapie

In einer neuen, in „Nature“ veröffentlichten Studie untersuchte ein internationales Forscherteam ein überraschendes Phänomen: Hohe Strahlendosen verursachen Wachstum in bestehenden metastasierten Tumoren, die nicht direkt mit Strahlung behandelt wurden.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Verwendung von Patient-Reported Outcome Measures (PROMs) bei rezidivierender Divertikulitis
Surgery 2025;185:109492.

Spezifische Mikrobiomzusammensetzung und verminderte Interaktionen bei Patienten mit Bauchspeicheldrüsenkrebs
 
Trends bei Substanzmissbrauchstörungen unter hospitalisierten Patienten mit Chronisch-entzündlicher Darmerkrankung. Eine landesweite (USA) Untersuchung über elf Jahre.
 
 
 
 
Regensburg: Neues Beratungskonzept für CED-Patienten

Regensburg: Neues Beratungskonzept für CED-Patienten

Das Universitätsklinikum Regensburg (UKR) hat für Patienten der Ambulanz für Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (CEDs) ein neues Betreuungskonzept entwickelt – und ist dafür mit dem Innovationspreis der Bundesvereinigung Deutscher Krankenhausapotheker (ADKA) ausgezeichnet worden.

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KURZMELDUNGEN:

Mit dem Vernetzungs-Stipendium der Deutschen Leberstiftung sind in diesem Jahr Dr. Carina Jacobsen von der Medizinischen Hochschule Hannover und Marie Schulze vom Universitätsklinikum Würzburg ausgezeichnet worden.
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In den ersten Monaten dieses Jahres hat es ungewöhnlich viele Norovirus-Ausbrüche auf Kreuzfahrtschiffen gegeben – fast so viele wie im gesamten Vorjahr.
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Die Wilhelm Sander-Stiftung unterstützt im zweiten Quartal 2025 sieben Forschungsprojekte mit insgesamt 1,3 Millionen Euro. Die geförderten Vorhaben konzentrieren sich auf innovative Ansätze zur Überwindung von Therapieresistenzen und die Entwicklung personalisierter Behandlungsstrategien.
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TERMINE:

18. Gastroenterologisches Frühstück des AK Barmbek
12. Juli 2025
Hamburg

12. Juli 2025
Mannheim
 
19. Juli 2025
Kiel
 
V. LUKS-Expert-Training 2025
3. September 2025
Köln
 
 

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