Ausgabe 41/2024

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Mittwoch, 09. Oktober 2024

Liebe Leserinnen und Leser des Kompakt Gastroenterologie,

bereits im Frühjahr dieses Jahres hatten Wissenschaftler vom Deutschen Krebsforschungsinstitut (DKFZ) auf ein Merkmal der NordICC-Studie aufmerksam gemacht, das deren Aussagekraft einschränkt: eine Prävalenz-Verzerrung. Denn bei der Ermittlung des Risikos waren Darmkrebspatienten berücksichtigt worden, die man als neue Fälle wertete, die aber schon vor Eintritt in die Studie ihre Diagnose erhalten hatten. Das Resultat daraus: Die günstigen Effekte des Darmkrebs-Screenings per Koloskopie wurde in dieser ersten kontrollierten randomisierten Langzeitstudie zur Effektivität der Darmspiegelung als Vorsorgemaßnahme wahrscheinlich erheblich unterschätzt.  

Nun haben Forschende vom DKFZ eine weitere Schwachstelle der NordICC-Studie ausfindig gemacht und dazu publiziert: Demnach kommt es bei der Erfassung von Krebsfällen in den Krebsregistern zu Verzögerungen. Auch dieser Umstand könne dazu führen, dass die Effektivität der Koloskopie in der NordICC-Studie erheblich unterschätzt wurde.

Bleiben wir beim Kolorektalkrebs: Eine internationale Arbeitsgruppe berichtete jüngst über die Entwicklung Gen-spezifischer Klassifikationskriterien, dank derer ein erheblicher Anteil von Varianten unklarer Signifikanz des APC-Gens neu eingestuft werden kann – und zwar als doch nicht relevant für die Entstehung von Darmkrebs. Mutationen dieses Gens sind für die familiäre adenomatöse Polyposis verantwortlich. Dadurch, dass nun ein großer Teil der APC-Mutationen als harmlose Normvarianten erkannt worden ist, würden „weltweit alle Träger dieser Varianten entlastet“, erklärt Humangenetiker Prof. Stefan Aretz von der Universität Bonn, einer der Seniorautoren der Arbeit.

Lesen Sie mehr dazu und zu weiteren gastroenterologischen Themen in unserem Newsletter und auf unserer Homepage. Ich wünsche Ihnen eine gute Restwoche,




   Ihre
   Britta Achenbach

 

 
 
Screening-Koloskopie in der NordICC-Studie: Unterschätzte Effekte auch durch verzögerte Erfassung in Krebsregistern

Screening-Koloskopie in der NordICC-Studie: Unterschätzte Effekte auch durch verzögerte Erfassung in Krebsregistern

Zahlreiche Untersuchungen dokumentieren den Nutzen der Koloskopie in der Darmkrebsvorsorge. Auch die bislang einzige kontrollierte Langzeitstudie zu dieser Frage belegt die Wirksamkeit, allerdings fielen die berichteten Effekte geringer aus als erwartet.

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1L-Therapie mit OPDIVO®: Daten belegen Langzeitwirksamkeit

Auch noch nach 4 Jahren profitieren Patient:innen mit HER2-negativen fortgeschrittenen oder metastasierten Adenokarzinomen des oberen GI-Trakts (CPS ≥5) von der 1L-Therapie mit OPDIVO® + CTx: Nach minimal 48,1 Monaten waren doppelt so viele Patient:innen am Leben (17%) vs. alleiniger CTx (8%).1 Das Sicherheitsprofil blieb dabei stabil und war konsistent mit den 3-Jahres-Daten.1

Fachinformation | Referenzen

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Erblicher Darmkrebs: Gen-Varianten neu eingestuft, ein großer Teil davon als gutartig

Die genetische Sicherung der Verdachtsdiagnose „Erblicher Darmkrebs“ hat große Bedeutung für die betroffenen Familien, doch für viele der identifizierten Varianten in bekannten Genen können bisher hinsichtlich ihrer ursächlichen Rolle noch nicht sicher eingeordnet werden.

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Tyenne® - das erste Tocilizumab-Biosimilar in Deutschland

Tyenne® ist das erste und einzige Tocilizumab-Biosimilar in Deutschland mit allen Darreichungsformen. Fresenius Kabi Deutschland bietet mit Tyenne® anwenderfreundliche subkutane Darreichungsformen (Fertigspritzen und Fertigpens) und eine intravenöse Darreichungsform (Durchstechflasche) an.

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Hepatozelluläres Karzinom: Bei Beurteilung des Rezidivrisikos auch Komorbiditäten im Auge behalten

Hepatozelluläres Karzinom: Bei Beurteilung des Rezidivrisikos auch Komorbiditäten im Auge behalten

Japanische Wissenschaftler berichten aus einer aktuellen Untersuchung, dass bei Vorliegen von Diabetes mellitus und Fettleibigkeit die Wahrscheinlichkeit für ein spätes postoperatives Wiederauftreten von Leberkrebs zunimmt.

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DGVS: Neuer Fokus bei der CDI-Therapie

Durchfall kann viele Ursachen haben. An eine mögliche C. difficile-Infektion wird zu selten gedacht. Das hohe Rezidivrisiko hat zu einem Paradigmenwechsel in den Leitlinien geführt. Fidaxomicin (DIFICLIR®) gilt nun als Therapie der 1. Wahl. Beim Kongress der DGVS stellten PD Dr. Stefan Hagel (Jena) und PD Dr. Roger Vogelmann (Mannheim) hierzu einen Therapie-Algorithmus vor.

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ELIMINATE-Projekt: Kooperationsprojekt in Österreich bekämpft Hepatitis C erfolgreich

Im Rahmen des institutionenübergreifenden ELIMINATE-Projektes wurden systematisch Krankenhausdaten ausgewertet, um Hepatitis-C-Betroffene zu identifizieren und zu behandeln. So konnten fast 400 von ihnen mittels moderner Therapien geheilt werden.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Einsatz von Tranexamsäure bei Patienten, die sich einer Leberresektion unterziehen: die randomisierte klinische Studie HeLiX. JAMA 2024;332(13):1080-1089. 

Systematischer Review und Metaanalyse: Prognostische Faktoren für ein früh auftretendes Rezidiv nach Pankreaskarzinom-Resektion. Gastroenterology 2024;167(5):977-992. 

Detektion von Polypen mittels Koloskopie, unterstützt mit dem GI-Genius-Endoskopie-Modul mit Künstlicher Intelligenz, verglichen mit Standardkoloskopie in der Routine-Koloskopie-Praxis (COLO-DETECT). Eine multizentrischer, offene, pragmatische, randomisiert-kontrollierte Parallelgruppenstudie. Lancet Gastroenterol Hepatol 2024;9(10):911-923. 

 
 
 
Barrierefunktion der Kolon-Mukosa: Substanz aus der Heidelbeere könnte unterstützend wirken

Barrierefunktion der Kolon-Mukosa: Substanz aus der Heidelbeere könnte unterstützend wirken

Malvidin-3-O-Galactosid (M3G) ist ein aus der Heidelbeere gewonnenes Anthocyan, das laut chinesischen Forschenden möglicherweise die Barrierefunktion der Schleimhaut im Kolon verbessern und Kolitis-Symptome lindern kann.

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KURZMELDUNGEN:

Der diesjährige Nobelpreis für Medizin ist an die US-Amerikaner Victor Ambros und Gary Ruvkun für die Entdeckung der microRNA und ihrer Rolle bei der Genregulierung gegangen.
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Bei knapp 500 Medikamenten gibt es Lieferschwierigkeiten. Auch medizinische Kochsalzlösungen sind darunter, bemängeln Apotheken. Das Gesundheitsministerium Nordrhein-Westfalen ist laut einem Medienbericht alarmiert.
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Gastrointestinale Stromatumoren entwickeln rasch Resistenzen gegen Präzisionsmedikamente. Nun haben deutsche Forschende einen vielversprechenden neuen Wirkstoff identifiziert, der mit einem Pharmaunternehmen aus den USA klinisch weiterentwickelt werden wird.
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TERMINE:

Jahrestagung der Deutschen, Österreichischen und Schweizerischen Gesellschaften für Hämatologie und Medizinische Onkologie
11. - 14. Oktober 2024
Basel, Schweiz

DGVS Digital: Intensivkurs Gastroenterologie
16. - 19. Oktober 2024
Online

Gastroenterologie Update
19. Oktober 2024
Villingen-Schwenningen

Viszeralmedizinisches Forum
19. Oktober 2024
Neumarkt

Falk Gastro-Forum: Gastroenterologie und Hepatologie – Aktuelles für Klinik und Praxis
19. Oktober 2024
Ludwigsburg

 
 

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