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Liebe Leserinnen und Leser,
wer Negatives erwartet, wird auch Negatives erfahren – auf diese einfache Formel lässt sich bringen, was Forschende aus dem Ruhrgebiet in einer kürzlich veröffentlichten Studie zu viszeralen Schmerzen herausgefunden haben. Ihre Erkenntnisse haben Auswirkungen auf die Diagnostik. Seitens des Untersuchers sei dann besonderes Kommunikationsgeschick gefragt, wie die Autoren betonen – insbesondere bei Patienten, die Schmerzen nicht nur im Abdomen haben, sondern beispielsweise auch chronisch an Rückenschmerzen leiden. Denn, so fanden die Forschenden heraus, Erfahrungen bei anderen somatischen Schmerzen übertragen sich auf den viszeralen Schmerz. Den Nocebo-Effekt und die ihn fördernden Faktoren sollte man daher immer im Hinterkopf haben, wenn man Patienten mit Schmerzen im Abdomen untersucht: Viszerale Schmerzen seien besonders anfällig für starke Nocebo-Effekte, erklären die Wissenschaftler.
Lesen Sie in dieser Woche außerdem bei uns, warum gesunde Ernährung bei jedem anders wirkt, über neue Erkenntnisse zur Rolle von NOD2 bei Morbus Crohn und über eine Langzeitanalyse chirurgischer Verfahren bei Gallengangatresie.
Ich wünsche Ihnen einen gute Restwoche!
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