Ausgabe 37/2024

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Mittwoch, 11. September 2024

Liebe Leserinnen und Leser des Kompakt Gastroenterologie,

Menschen, die an chronischer Fatigue leiden – wie sehr häufig auch Patienten mit Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa – können von einer Behandlung mit Vitamin B1 profitieren. Wie gesagt: können, müssen aber nicht. Woran es liegt, dass etwa jeder Zweite mit Chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED) durch eine Vitamin-B1-Gabe nicht an Energie gewinnt, glaubt nun eine Gruppe von Forschenden aus Dänemark herausgefunden zu haben.

Des Rätsels Lösung scheint – wie so oft – im Darmmikrobiom zu liegen. Oder, genauer gesagt, bei dem Bakterium Faecalibacterium prausnitzii. In ihrer kleinen Studie mit 40 Teilnehmern beobachtete die Arbeitsgruppe, dass CED-Patienten, in deren Darm F. prausnitzii in großer Zahl vorkam, auf eine Vitamin-B1-Behandlung ansprachen – im Gegensatz zu denjenigen, deren Mikrobiom arm an F. prausnitzii war.

In unserem Newsletter finden Sie in dieser Woche außerdem Neuigkeiten zum Leberkrebswachstum und der Rolle des Proteins JUN dabei sowie zu einem zellulären Modellsystem, das der Entwicklung von Medikamenten gegen die mit einer Stoffwechseldysfunktion assoziierten steatotischen Lebererkrankung dienen soll. Außerdem berichten wir über eine mögliche Umwidmung ursprünglich gegen Hypertonie entwickelter Wirkstoffe zur Bekämpfung von Darmkrebs und darüber, wie die bei Transpersonen eingesetzte Hormontherapie das Darmmikrobiom der Betreffenden verändert.

Ich wünsche Ihnen eine gute Restwoche,




   Ihre
   Britta Achenbach

 

 
 
CED: Vitamin B1 als wirksames Heilmittel für Darmpatienten mit chronischer Fatigue

CED: Vitamin B1 als wirksames Heilmittel für Darmpatienten mit chronischer Fatigue

Eine neue Studie zeigt, dass die Hälfte der darin mit Vitamin B1 behandelten Patienten mit Chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED) signifikant weniger an Fatigue litten. Auch einen dafür determinierenden Faktor konnten die Forschenden ausmachen.

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OPDIVO® als 1L-Therapie beim fortgeschrittenen ESCC

Patient:innen mit einem nicht resezierbaren fortgeschrittenen, rezidivierten oder metastasierten Plattenepithelkarzinom des Ösophagus (TC ≥1%) profitieren auch nach mindestens 45 Monaten noch von einer OPDIVO® basierten Therapie ‒ die Lebensqualität wurde dabei sogar weniger beeinträchtigt als unter CTx.1,2 Informieren Sie sich jetzt zu den aktuellen Langzeitdaten.

Fachinformation | Referenz

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Leberkrebs: Entscheidende Rolle von JUN zur Hemmung des Wachstums entdeckt

Das Protein JUN spielt eine maßgebliche Rolle bei der Hemmung der krebswachstumsfördernden Proteine YAP und TAZ.

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Fettlebererkrankungen: Zelluläres Modellsystem für die Arzneimittelentwicklung erstellt

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Wissenschaftler der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg haben ein Modellsystem entwickelt, mit dem Arzneimittel auf ihre Wirksamkeit bei Fettlebererkrankungen hin überprüft werden können.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Multiple Indikatoren einer Darmdysbiose lassen Rückschlüsse auf die ursachenspezifische Sterblichkeit und die Mortalität insgesamt bei Organtransplantatempfängern zu. Gut 2024;73:1650-1661. 

Review: Störungen den Ösophagus betreffend im Kontext chronischer Lebererkrankung. Aliment Pharmacol Ther 31.07.2024. 

Vergleich der Outcomes nach einer abdominoperinealen Resektion beziehungsweise einer tiefen anterioren Resektion bei sehr tief gelegenem Rektumkarzinom. J Gastrointest Surg 2024;28(9):1450-1455. 

 
 

Darmkrebsforschung: Medikamente gegen Bluthochdruck als neue Therapiemöglichkeit

Ein internationales Team von Wissenschaftlern hat einen Mechanismus entschlüsselt, der es ermöglicht, ursprünglich gegen Bluthochdruck entwickelte Wirkstoffe gezielt zur Bekämpfung von Darmkrebs einzusetzen. Die Wilhelm Sander-Stiftung förderte das Projekt mit 247.000 Euro.

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Studie: Hormontherapie verändert Darmmikrobiom bei Transpersonen

Studie: Hormontherapie verändert Darmmikrobiom bei Transpersonen

Eine neue Studie der Universität Duisburg-Essen (UDE) zeigt , wie die Hormontherapie die Zusammensetzung und Funktion der Darmflora verändert.

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KURZMELDUNGEN:

Prof. Christoph Neumann-Haefelin ist seit dem 1. September 2024 neuer W3-Professor und Direktor der Klinik und Poliklinik für Gastroenterologie und Hepatologie an der Uniklinik Köln und der Medizinischen Fakultät der Universität zu Köln.
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Prof. Carola Dröge hat zum 1. September 2024 die neue Juniorprofessur für Angeborene Cholestase-Syndrome an der Medizinischen Fakultät der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg übernommen.
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Deutschlands Chirurginnen haben mit dem Konsensuspapier zum Thema „Operative Tätigkeiten in Schwangerschaft und Stillzeit“ einen „Meilenstein erreicht“.
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TERMINE:

Congress Versorgungsforschung des Zentralinstitutes kassenärztliche Versorgung
18. - 19. September 2024
Berlin

20th International Society for Diseases of the Esophagus World Congress
22. - 24. September 2024
Edinburgh, Großbritannien

Viszeralmedizin
30. September - 5. Oktober 2024
online und Leipzig

DGVS Digital: Intensivkurs Gastroenterologie
16. - 19. Oktober 2024
online

 
 

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