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Liebe Leserinnen und Leser des Kompakt Gastroenterologie,
laut Informationen des Zentrums für Krebsregisterdaten und der Gesellschaft der Epidemiologischen Krebsregister in Deutschland erkrankten im Jahr 2020 circa 20.200 Menschen in Deutschland an einem Pankreaskarzinom. Dabei ist die Zahl der mit dieser Erkrankung in Zusammenhang stehenden Todesfälle etwa ebenso hoch. Der Bauchspeicheldrüsenkrebs ist immer noch eine Erkrankung mit erschütternd schlechter Prognose.
Hinweise auf neue therapeutische Möglichkeiten, die die Behandlungs-Outcomes bei Pankreaskarzinom-Patienten verbessern könnten, hat nun eine britische Arbeitsgruppe mit internationaler Unterstützung gefunden. Sie entdeckte unterschiedliche Immunumgebungen bei Bauchspeicheldrüsenkrebs. Die Forschenden gewannen neue nützliche Erkenntnisse zur Rolle spezifischer Immunzellen in der Immunpathologie von Pankreaskarzinomen. Sie haben potenzielle Zielmoleküle identifiziert, wobei TIGIT, das zuvor als interessantes Ziel bei dieser Krankheit identifiziert wurde, mehr Gewicht beigemessen wurde. Diese Arbeit legt nun auch nahe, dass CD47 ebenfalls gezielt angegriffen werden kann.
Mit einer speziellen Form der Magnetresonanztomographie und deren möglichen Nutzen beim Aufspüren von Läsionen, aus denen sich ein Pankreaskarzinom entwickeln könnte, haben sich US-Forscher in einer anderen neuen Publikation beschäftigt. Sie setzten bei der frühzeitigen Identifizierung solcher Veränderungen bei genetisch veränderten Mäusen und bei menschlichen Gewebeproben auf das Diffusion Tensor Imaging (DTI). Damit konnten sie nicht nur prämaligne Läsionen identifizieren, sondern glauben, so auch zum besseren Verständnis der Entwicklung von Bauchspeicheldrüsenkrebs beitragen zu können.
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Ich wünsche Ihnen eine gute Restwoche!
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