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Liebe Leserinnen und Leser des Kompakt Gastroenterologie,
statistisch geht man davon aus, dass in Deutschland jedes Jahr etwa 20.000 Menschen neu an einem Rektumkarzinom erkranken beziehungsweise erstmals eine entsprechende Diagnose erhalten – Männer deutlich häufiger als Frauen. Das Standardtherapie-Schema bei lokal fortgeschrittenen Erkrankungen umfasst eine Chemo- und Strahlentherapie vor der Resektion. Um die Empfindlichkeit des Tumors für die Bestrahlung zu erhöhen, hat ein Forscherteam aus Heidelberg und Mannheim eine medikamentöse Kombinationstherapie erforscht – als Alternative zu einer intensivierten, aber auch belastenderen Chemotherapie. Ihre positiven Ergebnisse betrachten die Wissenschaftler als Basis für eine weitere Erforschung in klinischen Studien.
Auch hinsichtlich der Früherkennung von Speiseröhrenkrebs gibt es neue Erkenntnisse, die zur Entwicklung eines innovativen bildgebenden Verfahrens geführt haben. Die beteiligten Mediziner aus München und Wien konnten, wie sie in einer aktuellen Publikation beschreiben, mit dem Bildgebungsverfahren „O2E“ selbst minimalste Veränderungen des Gewebes im Ösophagus erkennen. In einem vom Europäischen Innovationsrat bewilligten Projekt soll das neue Bildgebungsverfahren nun weiterentwickelt und auf eine Markteinführung vorbereitet werden.
Des Weiteren können Sie in dieser Woche bei uns lesen, wodurch sich die Prognose von Patienten mit fortgeschrittener Leberzirrhose nachhaltig verbessern lässt. Außerdem: Neues zum Morbus Crohn mit mildem Verlauf und weshalb insbesondere Sportler auf ihren Darm und die Ernährung achten sollten.
Ich wünsche Ihnen eine gute Restwoche!
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