|
Liebe Leserinnen und Leser des Kompakt Gastroenterologie,
schon länger beschäftigt sich die medizinische Forschung mit dem Phänomen, dass Darmkrebs vermehrt bei jüngeren Erwachsenen auftritt. Bei der Suche nach den zugrundeliegenden Ursachen und nach Wegen, diese oftmals aggressiveren Tumore zu bekämpfen, dürfen aber auch andere Aspekte nicht vergessen werden. Dies betonen die Verfasser zweier Studien, die kürzlich auf der Jahrestagung des American College of Surgeons vorgestellt wurden. Während die einen thematisierten, dass es nicht nur um Behandlungsoptionen geht, sondern auch Präventionsstrategien und Screening-Maßnahmen angepasst werden müssen, stellten die anderen die Lebenssituation der Betroffenen in den Vordergrund. Dass sich Patienten in diesem Alter, die sich mit einer potenziell tödlichen Erkrankung konfrontiert sehen, mit ganz anderen (Lebens)Fragen beschäftigten als deutlich Ältere, dürfe im Umgang mit ihnen nicht vernachlässigt werden.
Wussten Sie, dass gerade eine europaweite Informationswoche läuft, mit der auf das Thema krankheitsbezogene Mangelernährung aufmerksam gemacht werden soll? Anlässlich der am Montag gestarteten Malnutrition Awareness Week hat die Deutsche Gesellschaft für Ernährungsmedizin auf das Problem mangelernährter Krankenhauspatienten aufmerksam gemacht. Die Fachgesellschaft fordert unter anderem, dass alle Krankenhäuser verpflichtend qualifizierte Ernährungsteams beschäftigen sollen. Auch klare Standards für die Verpflegung von Krankenhauspatienten sowie eine gute finanzielle Grundlage für Krankenhausmahlzeiten stehen auf der Wunschliste der Experten.
Und zum Schluss noch ein Thema, dass insbesondere die Leberspezialisten interessieren dürfte: Aktuelle Forschungsergebnisse deuten – zumindest für die USA – darauf hin, dass in Sachen Gesundheit nicht nur Long-COVID ein unerwünschtes Andenken an die COVID-19-Pandemie darstellt: Die Zahlen für starken Alkoholkonsum, die in der von SARS-CoV-2 geprägten Zeit um 20 Prozent gestiegen waren, erwiesen sich in der Untersuchung als auch nach der Pandemie noch hoch.
Ich wünsche Ihnen eine gute Restwoche,
|