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Liebe Leserinnen und Leser,
Langlebigkeit ist ja grundsätzlich etwas Gutes – bei schädlichen Substanzen, die ungewollt in die Umwelt gelangen, aber nicht. Per- und Polyfluoralkylsubstanzen (PFAS) – oder „Ewigkeits-Chemikalien“ – werden nicht nur in der Industrie verwendet, sondern auch in einer Vielzahl von Alltagsprodukten. Ihre Folgen für die menschliche Gesundheit sind vermehrt Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchungen. Laut jüngsten Forschungsergebnissen können sie das Risiko für Typ-2-Diabetes erhöhen, während der Schwangerschaft die Funktion der Plazenta beeinträchtigen und bei einer Exposition schon früh im Leben die Entwicklung des Immunsystems stören.
Laut einer aktuellen Untersuchung gefährden die PFAS Perfluoroctansäure und Perfluorheptansäure außerdem die Lebergesundheit Heranwachsender. Die Autoren sahen in ihrer Studie Hinweise darauf, dass das Zusammenspiel von PFAS-Belastung, genetischen Aspekten und Lebensstilfaktoren Einfluss auf die Entwicklung einer Stoffwechseldysfunktion-assoziierten steatotischen Lebererkrankung (MASLD) haben kann.
Auch Mikro- und Nanoplastikpartikel in der Umwelt und deren Auswirkungen auf den menschlichen Körper werden immer stärker erforscht. Aktuell deuten Erkenntnisse aus einem Mausmodell darauf hin, dass solche kleinsten Partikel Immunzellen und das Mikrobiom des Darms beeinflussen. Auch Entzündungen bei Patienten mit Colitis ulcerosa könnten unter einem solchen Einfluss stärker ausfallen, vermuten die Forschenden.
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