Ausgabe 03/2026

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Mittwoch, 14. Januar 2026

Liebe Leserinnen und Leser,

Langlebigkeit ist ja grundsätzlich etwas Gutes – bei schädlichen Substanzen, die ungewollt in die Umwelt gelangen, aber nicht. Per- und Polyfluoralkylsubstanzen (PFAS) – oder „Ewigkeits-Chemikalien“ – werden nicht nur in der Industrie verwendet, sondern auch in einer Vielzahl von Alltagsprodukten. Ihre Folgen für die menschliche Gesundheit sind vermehrt Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchungen. Laut jüngsten Forschungsergebnissen können sie das Risiko für Typ-2-Diabetes erhöhen, während der Schwangerschaft die Funktion der Plazenta beeinträchtigen und bei einer Exposition schon früh im Leben die Entwicklung des Immunsystems stören.

 Laut einer aktuellen Untersuchung gefährden die PFAS Perfluoroctansäure und Perfluorheptansäure außerdem die Lebergesundheit Heranwachsender. Die Autoren sahen in ihrer Studie Hinweise darauf, dass das Zusammenspiel von PFAS-Belastung, genetischen Aspekten und Lebensstilfaktoren Einfluss auf die Entwicklung einer Stoffwechseldysfunktion-assoziierten steatotischen Lebererkrankung (MASLD) haben kann.

 Auch Mikro- und Nanoplastikpartikel in der Umwelt und deren Auswirkungen auf den menschlichen Körper werden immer stärker erforscht. Aktuell deuten Erkenntnisse aus einem Mausmodell darauf hin, dass solche kleinsten Partikel Immunzellen und das Mikrobiom des Darms beeinflussen. Auch Entzündungen bei Patienten mit Colitis ulcerosa könnten unter einem solchen Einfluss stärker ausfallen, vermuten die Forschenden.

 Mehr zu diesen und weiteren Themen aus der Gastroenterologie erfahren Sie in unserem Newsletter. Ich wünsche Ihnen eine gute Restwoche!




   Ihre
   Britta Achenbach

 

 
 
Lebererkrankung bei Heranwachsenden: Ewigkeits-Chemikalien können Risiko um bis das Dreifache erhöhen

Lebererkrankung bei Heranwachsenden: Ewigkeits-Chemikalien können Risiko um bis das Dreifache erhöhen

US-Forscher berichten, dass höhere Blutwerte zweier häufiger Per- und Polyfluoralkylsubstanzen (PFAS) die Wahrscheinlichkeit für eine früh im Leben beginnende Stoffwechseldysfunktion-assoziierte steatotische Lebererkrankung (MASLD) steigen lassen.

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Gemeinsam für eine bessere CED-Versorgung engagieren

Zwischen Symptombeginn und Diagnose vergeht für CED-Patient:innen oft wertvolle Zeit.1 Viele könnten von einer besseren Vernetzung von Versorgungsebenen in der Gastroenterologie profitieren. Takeda setzt seit über 30 Jahren Maßstäbe in der Gastroenterologie und bietet auf dem neuen Fachkreiseportal innovative Formate wie Daily Reels, Austauschmöglichkeiten und Initiativen wie Women in GI.

1. Jayasooriya N et al. Aliment Pharmacol Ther. 2023 Mar; 57 (6): 635-652

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Colitis ulcerosa: Mikro- und Nanoplastik können Darmentzündungen verstärken

Laut einer neuen Studie können kleinste Plastikpartikel die Immunzellen und das Mikrobiom des Darms beeinflussen und so die Entzündungen bei Patienten mit Colitis ulcerosa verstärken.

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NEUE OPTION: GAVIDarm bei Reizdarmsymptomen (RDS)

Mit seiner wissenschaftlich belegten Schutzschild-Technologie stabilisiert GAVIDarm die gestörte Darmbarriere mit einer mukoadhäsiven Schutzschicht aus Xyloglucan und Erbsenprotein. Auf diese Weise fördert GAVIDarm die Regeneration der Darmschleimhaut, lindert wiederkehrende Darmbeschwerden langanhaltend* und hilft Reizdarmsymptomen vorzubeugen.

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Mausmodell zur Vorbereitung auf Koloskopie: Darmreinigung stört Mikrobiom, fördert Infektionen

Mausmodell zur Vorbereitung auf Koloskopie: Darmreinigung stört Mikrobiom, fördert Infektionen

Präklinische Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass die Darmvorbereitung vor einer Koloskopie vorübergehend die Darmmikrobiota aus dem Gleichgewicht bringen könnte. Das habe bei Patienten mit Chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen Folgen, die bisher nicht ausreichend erforscht worden sind, urteilen die Verfasser einer aktuellen Arbeit.

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Kolorektalkarzinome: Mikrobiell gebildete sekundäre Gallensäuren beschleunigen die Entstehung

Erstmals haben Forschende in funktionellen Studien die kausale Rolle mikrobiell gebildeter sekundärer Gallensäuren bei der Entstehung von Kolorektalkarzinomen nachgewiesen. Die Erkenntnisse stehen im Zusammenhang mit einer fettreichen, westlichen Ernährungsweise.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Randomisierte Studie zu endoskopischer Submukosa-Dissektion versus transanale minimalinvasive Chirurgie bei rektalen Neoplasien im Frühstadium. Die DSETAMIS-2018-Studie
Gastroenterology 2026;170(1):161-173.

Die neue Rolle von GLP-1-Rezeptoragonisten in der gastroenterologischen Praxis
 
Das Potenzial der Pathomik enthüllen: Prognosevorhersage und mechanistische Untersuchung von Bauchspeicheldrüsenkrebs
 
 
 
 
Graduiertenkolleg: Mit Organoiden Krebstherapie verbessern

Graduiertenkolleg: Mit Organoiden Krebstherapie verbessern

Tumorgewebe im Labor möglichst realitätsnah nachbilden und neue Ansätze für eine personalisierte Krebsmedizin entwickeln: Daran werden ab Frühjahr 2026 insgesamt 20 Promovierende in den Lebenswissenschaften sowie zehn Mediziner im neuen Graduiertenkolleg „Organoid-Based mOdelling of Solid Tumors“ (Org-BOOST) der Universität Ulm forschen.

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KURZMELDUNGEN:

Wie lassen sich Patienten mit Magen- oder Darmkrebs optimal auf eine große Operation vorbereiten? Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert eine Studie unter Kölner Leitung zu dieser Frage mit 3,4 Millionen Euro.
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Im Sommer 2025 hielten zahlreiche und zum Teil schwer verlaufende Infektionen mit EHEC-Bakterien Mecklenburg-Vorpommern in Atem. Wie ist die Suche nach der Ursache vorangekommen?
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Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit hat den Jahresbericht 2024 veröffentlicht. In dem Jahr wurden mehr lebensmittelbedingte Krankheitsausbrüche gemeldet als in den vier Jahren zuvor, und auch die Zahl der Erkrankten ist gestiegen.
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TERMINE:

EASL Liver Cancer Summit 2026
22. - 24. Januar 2026
Edinburgh, Großbritannien

29. - 30. Januar 2026
Frankfurt am Main
 
31. Januar 2026
Freising
 
04. Februar 2026
online
 
 
 

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