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Liebe Leserinnen und Leser des KOMPAKT GASTROENTEROLOGIE,
um Hitze, die nichts mit dem Sommer und dem Klimawandel zu tun hat, geht es in einer Untersuchung, die wir in dieser Woche kurz vorstellen möchten. Die Autoren haben sich darin mit der Thermoablation beim Hepatozellulären Karzinom beschäftigt und mit der Frage, wie es bei dieser Zerstörung von Krebszellen zu Rezidiven kommen kann. Dafür, so fanden die Forschenden heraus, ist offenbar das zuckerbindende Protein Galectin-1 (Gal-1) verantwortlich: Indem es Krebszellen mit Energie versorgt und den Zuckerstoffwechsel erhöht, macht es sie widerstandsfähiger gegen die Auswirkungen von thermischem Stress. Und damit nicht genug – die Zellen erholen sich nicht nur besser, sondern wachsen nach der Thermoablation sogar weiter. Das Positive an dieser Entdeckung: Sie beinhaltet auch Möglichkeiten für eine bessere Therapie – nämlich mittels einer Inhibition von Gal-1, so die Hoffnung der Wissenschaftler.
Tatsächlich mit extremen Wetterereignissen wie sehr hohen Außentemperaturen beschäftigt sich hingegen ein Forschungsprojekt zur Anpassung der Gesundheitsversorgung an die Folgen des Klimawandels. Die Verantwortlichen von „AdaptNet“ haben eine Art Werkzeugkoffer für Arztpraxen erarbeitet, in dem sich Checklisten für verschiedene Situationen befinden – etwa für Extremwetter, Stromausfall oder Hitze. Das Stichwort lautet: Stärkung der Krisenresilienz.
Ich wünsche Ihnen eine schöne Restwoche!
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