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Liebe Leserinnen und Leser des Kompakt Gastroenterologie,
kann eine Ernährungsumstellung beim Reizdarmsyndrom helfen? Bei den Betroffenen ist der Leidensdruck oft hoch, und nicht selten vergeht eine lange Zeit, bis die Ursache für ihre Beschwerden feststeht. Spätestens, seit es einen Begriff für die kohlehydratreduzierte Ernährung in diesem Zusammenhang gibt (low-FODMAP), der auch durch die Publikumsmedien schwappt, wird damit gerne mal ein Versuch gestartet. Dabei ist im jeweiligen Fall keineswegs sicher, dass diese Ernährungseinschränkung auch hilft. Ein europäischer Forschungsverbund, an dem auch Mitglieder des Exzellenzclusters „Präzisionsmedizin für chronische Entzündungserkrankungen/Precision Medicine in Chronic Inflammation“ (PMI) beteiligt waren, hat nun gezeigt: Genetische Veränderungen in Enzymen des menschlichen Kohlehydratabbaus haben Einfluss darauf, wie Personen mit Reizdarmsyndrom auf eine low-FODMAP-Ernährung reagieren. Diese Genvarianten könnten, so die Forschenden, zu kritischen Markern für die Entwicklung personalisierter ernährungsbasierter Behandlungen beim Reizdarmsyndrom werden.
Außerdem berichten wir in dieser Woche unter anderem über neue Forschungsergebnisse, die kürzlich auf der diesjährigen UEG Week in Berlin präsentiert wurden. Dabei geht es einmal um eine mögliche Intervention zur Adipositas-Prävention, bei der ein bestimmtes Enzym im Dünndarm blockiert und die Absorption von Nahrungsfetten reduziert wird. Gegenstand einer anderen in Berlin vorgestellten Studie war der Zusammenhang zwischen chronischem Stress und einer beschleunigten Progression bei bestehendem Kolorektalkrebs. Lesen Sie mehr dazu und weitere Meldungen aus der Gastroenterologie in unserem Newsletter und auf unserem Nachrichtenportal.
Ich wünsche Ihnen eine gute Restwoche,
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