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Liebe Leserinnen und Leser des Kompakt Gastroenterologie,
zwei Arbeitsgruppen – eine aus den USA, die andere aus China – berichten in aktuellen Veröffentlichungen über besorgniserregende globale Trends bei zwei gastrointestinalen Krebserkrankungen: beim Kolorektalkarzinom, das jüngere Erwachsene betrifft, beziehungsweise beim Ösophaguskarzinom.
Laut den Wissenschaftlern von der American Cancer Society steigen die Inzidenzraten beim früh im Leben (zwischen dem 25. und 49. Lebensjahr) auftretenden Darmkrebs in 27 von 50 untersuchten Ländern an – und dies nicht mehr nur in solchen mit einem relativ hohen Einkommen. Die Forschenden konstatieren, dass es neue Mittel und Wege in der Prävention und Bekämpfung von Krebserkrankungen brauche, die mit Ernährungsgewohnheiten, körperlicher Inaktivität und Übergewicht assoziiert sind.
Veränderbare Risikofaktoren wie Rauchen, Alkoholkonsum und Adipositas sind laut den Autoren der zweiten Arbeit auch mit der Entwicklung von Speiseröhrenkrebs verbunden und bedürfen insofern besonderer Aufmerksamkeit. Die Wissenschaftler stellten in ihrer Untersuchung erhebliche regionale Unterschiede in der Inzidenz und Mortalität beim Ösophaguskarzinom fest.
Außerdem berichten wir in dieser Woche unter anderem über erstmals gezüchtete Tumor-Organoide, die die unterschiedlichen Strukturen und Eigenschaften von Pankreaskarzinomen nachbilden.
Wir verabschieden uns nun in eine kurze Winterpause – unser nächster Newsletter erscheint am 8. Januar. Ich wünsche Ihnen ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Start ins neue Jahr – bleiben Sie vor allem gesund!
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