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Liebe Leserinnen und Leser,
neue Erkenntnisse zur Rolle von Fibrinogen beim Wachstum duktaler Adenokarzinome des Pankreas (PDAC) könnten in Zukunft zu einer wertvollen Ergänzung eingeführter Behandlungsverfahren bei dieser Krebserkrankung werden. Forschende aus den USA stellten in Mausmodellen fest, dass eine gezielte Senkung des in der Leber gebildeten Gerinnungsfaktors das Wachstum von PDACs verringerte und die Bildung von Lebermetastasen deutlich reduzierte. Gleichzeitig deuten die Ergebnisse der in „Gastroenterology“ publizierten Studie darauf hin, dass Fibrinogen vor allem das Tumormilieu und das Verhalten der Tumorzellen im Primärtumor beeinflusst. Die Autoren unterstreichen jedoch, dass wegen der lebenswichtigen blutgerinnenden Wirkung von Fibrinogen lediglich mit einer Depletion gearbeitet werden kann. Auch könne sie lediglich unterstützend eingesetzt werden, da eine Senkung von Fibrinogen die Erkrankung nur bremst. Kombinationen mit etablierten Therapieverfahren bei Bauchspeicheldrüsenkrebs sind in Planung.
Wie dringend neue Therapieansätze gegen Bauchspeicheldrüsenkrebs entwickelt werden müssen, zeigt eine andere aktuelle Publikation: Deren Verfasser gehen davon aus, dass die weltweite Inzidenz von Pankreaskarzinomen bis zum Jahr 2050 um 95 Prozent zunehmen wird. Ausgangspunkt für die Projektionen der Wissenschaftler waren Daten der webbasierten interaktiven Plattform GLOBOCAN für das Jahr 2022. Für alle gastrointestinalen Krebserkrankungen gehen die Forschenden für das Jahr 2050 von 9,06 Millionen Neuerkrankungen (+85%) und 6,42 Millionen Todesfälle (+93%) gegenüber 2022 aus.
Erfahren Sie in dieser Woche außerdem unter anderem mehr darüber, wie lange eine Störung der Darmmikrobiota durch eine Antibiotikatherapie anhalten kann und in welchem Zusammenhang Darmmikrobiom und Nahrungsmittelallergien stehen.
Ich wünsche Ihnen eine gute Restwoche!
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