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Liebe Leserinnen und Leser des Kompakt Gastroenterologie,
um Materialien vor Verschmutzung und Witterungsbedingungen zu schützen, werden häufig Perfluoroctansulfonsäuren verwendet. So haltbar die damit imprägnierten Stoffe sind, so beständig sind die PFOS leider auch in der Umwelt und wirken sich somit auch auf die Gesundheit von Mensch und Tier aus. Konsequenzen des Kontaktes mit sogenannten „Ewigkeits-Chemikalien“ auf die Wahrscheinlichkeit von Brust-, Leber- und Nierenkrebs wurden bereits nachgewiesen. Nun belegt eine aktuelle Untersuchung auch ein erhöhtes Risiko für Kolorektalkarzinome. Dies geschah zwar zunächst in einem Mausmodell, doch wurden ähnliche Veränderungen wie bei den Mäusen unter PFOS-Exposition auch in Proben menschlicher Darmzellen beobachtet.
Weitere Studien, die wir Ihnen diese Woche in unserem Newsletter vorstellen, beschäftigen sich mit neuen Erkenntnissen zur Immunantwort bei chronischer Hepatitis B, dem Einfluss von Darmmikroben auf die Lage von Immunzellen und einem neu entdeckten Regulator des Glukosetransportes in Fettgewebe.
Außerdem haben Forschende aus Deutschland und Großbritannien spannende Beobachtungen zu Abläufen im Körper gemacht, die mit dem Essvorgang zu tun haben. Die Erkenntnisse stammen zwar aus Untersuchungen an Fliegenlarven, sind aber laut den Wissenschaftlern so grundlegend, dass sie wahrscheinlich auch auf den Menschen anwendbar sind – mit möglichen Folgen für die Behandlung von Ess-Störungen.
Ich wünsche Ihnen eine gute Restwoche,
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