Ausgabe 34/2026

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Mittwoch, 19. August 2026

Liebe Leserinnen und Leser,

die partielle Sonnenfinsternis in der vergangenen Woche hat viele Menschen zu einem (hoffentlich vorsichtigen) Blick in den Himmel veranlasst und zu – für den Moment – großer Begeisterung. Manch einer aber ist sich in einem stilleren Moment angesichts des Mondschattens auf unserem zentralen Planeten vielleicht bewusst geworden, dass wir nur ein kleines Rädchen in diesem Uhrwerk von Planeten sind.

Wie die Erde um die Sonne kreisen wir in dieser Woche um ein Thema, dessen Bedeutung mit jeder neuen Erkenntnis immer deutlicher wird: Das Darmmikrobiom ist in letzter Konsequenz weit mehr als nur eine Maschinerie von Mikroben, die Nahrung verwertbar machen. Wir beleuchten in unserem Newsletter einige Aspekte aus der aktuellen Forschung – von einem Zusammenhang zwischen Dünndarmmikrobiom und Mangelernährung, der auch Auswirkungen auf die nachfolgende Generation haben kann, bis hin zum Einfluss des Mikrobioms auf den Verlauf bakterieller Infektionen bei Stoffwechseldysfunktion-assoziierter steatotischer Lebererkrankung.

Und wo wir schon im Weltraum waren: Eine aktuelle Untersuchung zur Obstipation bei Raumfahrern zeigt, dass Darmmikroben von Astronauten anders arbeiten als auf der Erde. Mehr dazu können Sie in unserem Newsletter erfahren.

Ich wünsche Ihnen eine gute Restwoche!




   Ihre
   Britta Achenbach

 

 
 
Obstipation ist bei Astronauten häufig – Forschungsergebnisse betreffen auch Patienten auf der Erde

Obstipation ist bei Astronauten häufig – Forschungsergebnisse betreffen auch Patienten auf der Erde

Viele Dinge sind im Weltraum anders als auf der Erde – auch der menschliche Darm arbeitet in der Schwerelosigkeit anders. Während Obstipation ein bekanntes Problem bei Astronauten ist, wusste man bisher wenig über die Gründe, die dahinterstecken.

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Data Made in Germany: Opdivo + CTx zuverlässig in 1L GC/GEJC

Aktuelle Daten der NIS INGA aus 74 deutschen Zentren bestätigen die gute Wirksamkeit von Opdivo + CTx in der 1L bei GC/GEJC (HER2-, CPS ≥5). Trotz eines Kollektivs mit schlechterem ECOG PS und höherem Alter im Vergleich zur Zulassungsstudie CM649 belegen die Daten ein vergleichbares Gesamtüberleben. Die Lebensqualität verbesserte sich z.B. durch weniger Schmerzen und einen leichteren Alltag.1-3

Fachinformation | Quellen

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Darmmikrobiomforschung: Mikrobiota folgen im Zuge der Urbanisierung in ganz Südasien spezifischen Entwicklungspfaden

Die Forschung hat gezeigt, dass Urbanisierung das Darmmikrobiom verändern kann. Unklar war jedoch bislang, ob dieser Wandel bei verschiedenen Bevölkerungsgruppen weltweit einem einheitlichen Muster folgt.

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Remsima™: DDW-Daten sprechen für frühe
Top-down-Strategie

Auf der DDW 2026 präsentierte Real-World-Daten zeigen: Ein frühzeitiger Einsatz von Remsima™ (Infliximab) nach dem Top-down-Prinzip bei Morbus Crohn kann im Praxisalltag Hospitalisierungen reduzieren und das Risiko für chirurgische Eingriffe senken. Die Ergebnisse zweier weiterer Studien stützen zudem die Erhaltungstherapie mit der subkutanen Darreichungsform.

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Mit Mangelernährung in Verbindung gebrachte Darmbakterien können an jüngere Generationen weitergegeben werden

Mit Mangelernährung in Verbindung gebrachte Darmbakterien können an jüngere Generationen weitergegeben werden

Eine neue Studie an Mäusen lässt darauf schließen, dass eine mit Mangelernährung und Wachstumsstörungen in Verbindung stehende Darmerkrankung über das Mikrobiom des Dünndarms von einer Generation zur nächsten vererbt werden kann.

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STIKO-Update: Prevenar 20® für junge Risikopatient:innen

Denken Sie bei Ihren jungen Patient:innen z. B. mit chron.-entzündl. Darmerkrankungen (MC, CU) an den Pneumokokken-Schutz!1 Denn: Das Risiko für eine invasive Pneumokokken-Erkrankung ist bei Kindern mit mind. einer Ko-Morbidität bis zu 17,8-fach erhöht.2 Nur Prevenar 20® ist STIKO-empfohlen & erstattbar für die Pneumokokken-Indikationsimpfung, seit Kurzem auch für 2–17-Jährige.2 

Fachinformation | Referenzen

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Das Darmmikrobiom und seine Metaboliten im neuen Licht

Pflanzliche Ernährung ist gesund. Sie fördert die Darm-, Immun-, Stoffwechsel- und Herz-Kreislauf-Gesundheit, unter anderem durch die Förderung eines vielfältigen Darmmikrobioms. Diese Vorteile sind seit Langem bekannt.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Ein Tag versus fünf Tage Octreotid-Infusion bei akuter Ösophagusvarizenblutung. Eine randomisierte kontrollierte Studie.
Am J Gastroenterol 2026;121(8):1885-1894.

Identifizierung patientenrelevanter Outcomes bei progressiver familiärer intrahepatischer Cholestase: Ergebnisse der IMPACT-Studie.
J Pediatr Gastroenterol Nutr 2026;83(2):215-222.

Screening und Diagnose von Lebererkrankungen bei Diabetes: ein Leitfaden und eine evidenzbasierte Bewertung.
Diabetologia 06.08.2026

 
 
 
Auch ein wesentlicher Faktor für den Verlauf bakterieller Infektionen bei MASLD: Das Darmmikrobiom

Auch ein wesentlicher Faktor für den Verlauf bakterieller Infektionen bei MASLD: Das Darmmikrobiom

Ein neu entdeckter biologischer Zusammenhang erklärt, warum es bei Menschen mit einer Stoffwechseldysfunktion-assoziierten steatotischen Lebererkrankung (MASLD) bei bestimmten, durch Lebensmittel übertragenen Infektionen zu eine deutlich schwereren Krankheitsverlauf kommt.

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KURZMELDUNGEN:

Wie können mehr lebensrettende Spenderorgane wie Nieren und Lebern organisiert werden? Im Bundestag wird eine Initiative dazu konkreter.
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Besser verstehen, sicherer behandeln: Würzburg trainiert kultursensible Medizin.
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Mit „LipidLibrarian“ steht Forschenden nun eine neue Open-Source-Plattform zur Verfügung, die sämtliche öffentlich-zugänglichen Lipiddaten automatisiert zusammenführt.
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TERMINE:

Hepatobiliäre Onkologie 2026
26. August 2026
online

SSAI Annual Congress and Swiss Autoimmune Liver Disease Meeting
27. –28. August 2026
Lugano (Schweiz)

5. Brandenburgisches Sommersymposium der Gesellschaft für Gastroenterologie und Hepatologie in Berlin und Brandenburg
29. August 2026
Neuruppin

22nd World Congress of Endoscopic Surgery
2.–5. September 2026
Yokohama (Japan)

 
 

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