|
Liebe Leserinnen und Leser,
sie machen Backwaren fluffiger, Streichfette geschmeidiger, Himbeerlimonade roter oder Fertigpudding fester – die Rede ist von Lebensmittelzusatzstoffen. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) verzeichnet mehr als 300 solcher Substanzen, die in der EU für die Verwendung in Lebensmitteln zugelassen sind.
Während sie entweder durch die EFSA oder vor deren Einrichtung durch den Wissenschaftlichen Lebensmittelausschuss der Europäischen Kommission auf ihre Sicherheit geprüft wurden, werden sie von Verbrauchern dennoch häufig kritisch beäugt. Eine kürzlich veröffentlichte Untersuchung aus den USA wird nun wohl Wasser auf die Mühlen derjenigen sein, die Zweifel an der Unbedenklichkeit haben. Die Übersichtsarbeit fasst relevante Literatur – allerdings Tierstudien – zur Assoziation von Lebensmittelzusatzstoffen und der Darmgesundheit zusammen und scheint potenzielle negative Auswirkungen etwa auf die Darmbarriere und das Mikrobiom zu belegen. Allerdings, so räumen die Autoren des Reviews ein, seien klinische Studien erforderlich, um mögliche derartige Effekte beim Menschen sicher zu bewerten.
Im Mittelpunkt einer anderen aktuellen Studie stehen speziell Verdickungs- oder Bindemittel: Sie verhalten sich im Magen-Darm-Trakt anders als gedacht, wie die Autoren berichten. Mehr zu beiden Studien können Sie in unserem Newsletter erfahren.
Und schließlich noch eine traurige Nachricht: Am vergangenen Freitag ist Prof. Michael P. Manns im Alter von 73 Jahren verstorben. Die Kolleginnen und Kollegen in der Gastroenterologie verlieren mit ihm eine Persönlichkeit, die das Fach über lange Zeit entscheidend geprägt hat.
Ich wünsche Ihnen dennoch eine gute Restwoche.
|