Ausgabe 13/2026

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Mittwoch, 25. März 2026

Liebe Leserinnen und Leser,

Kinder entwickeln sehr selten Leberkrebs. Nur etwa ein Prozent der malignen Erkrankungen in dieser Altersgruppe ist darauf zurückzuführen. Es handelt sich dann meist um Hepatoblastome und Hepatozelluläre Karzinome. In einer aktuellen Studie aber stellen deren Autoren nun eine dritte Kategorie dar: das Hepatoblastom mit Karzinommerkmalen (HBC). Diese Tumoren entstehen aus Leberstammzellen und sprechen schlechter auf Therapien an, was sich auch in deutlich geringeren Überlebensraten im Vergleich zu klassischen Hepatoblastomen zeigt.
Die Forschenden illustrieren in ihrer Arbeit fließende Übergänge zwischen den drei Tumorkategorien bereits in frühen Entwicklungsstadien. Eine zentrale Rolle spielt dabei ein gestörter WNT-Signalweg. Bleibt dieser aktiv, wird die Reifung der Zellen verhindert, was zur Tumorentwicklung beiträgt. Insgesamt liefert die Studie ein neues Modell zur Entstehung von kindlichem Leberkrebs und trägt zur Klärung der Frage bei, warum HBC-Tumoren besonders therapieresistent sind.
 
Bleiben wir bei der Leber und wenden uns dem Hepatitis-E-Virus (HVE) zu, gegen das bislang weder eine Impfung noch eine gezielte Standardtherapie zur Verfügung steht. Hoffnung setzten die Autoren einer neuen Untersuchung nun auf das Nukleotid/Nukleosid-Analogon Bemnifosbuvir. Die Forschenden stießen auf diesen Wirkstoff in einer Bibliothek mit 500 ähnlichen Substanzen. Er stoppte die Vermehrung von mit HEV infizierten Zellkulturen, ohne die Zellen zu schädigen. In Tierversuchen bestätigte sich die Wirksamkeit gegen HEV und HEV-bedingte Leberentzündungen. Da Bemnifosbuvir bereits in klinischen Studien gegen Hepatitis C geprüft wird, hoffen die Forschenden, dass es in absehbarer Zeit auch im Off-Label-Use zur Behandlung von Hepatitis E eingesetzt werden könnte.
Mehr zu diesen und weiteren Studien und Neuigkeiten aus der Gastroenterologie finden Sie in unserem Newsletter und auf unserem Nachrichtenportal. Ich wünsche Ihnen eine gute Restwoche!




   Ihre
   Britta Achenbach

 

 
 
Studie enthüllt, wie bei Kindern ein seltener Typ von Leberkrebs entsteht

Studie enthüllt, wie bei Kindern ein seltener Typ von Leberkrebs entsteht

Leberkrebs tritt im Kindesalter selten auf. Ist dies doch der Fall, sind die beiden Haupttypen das Hepatoblastom (HB) und das Hepatozelluläre Karzinom (HCC). In manchen Fällen weisen die Tumoren jedoch Merkmale beider Typen auf. Solche Tumoren werden in einer dritten Kategorie zusammengefasst – dem Hepatoblastom mit Karzinommerkmalen (HBC).

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Vielversprechender Wirkstoff gegen Hepatitis E identifiziert

Gegen das Hepatitis-E-Virus (HEV) gibt es bislang weder eine Impfung noch einen spezifischen Wirkstoff. Ändern könnte sich das durch die Identifikation von Bemnifosbuvir als gegen Hepatitis-E-Viren wirksame Verbindung.

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Zeit für den Switch auf SteQeymaTM!

SteQeymaTM – Ihr Ustekinumab-Biosimilar von Celltrion. SteQeymaTM hat eine tendenziell niedrigere Immunogenität, eine lange Wirksamkeit und ist zu 100% durch GKV-Rabattverträge abgedeckt. Dank i.v.- und s.c.-Formulierung ist SteQeymaTM auch für die Therapieeinleitung bei MC geeignet.

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Das Mikrobiom im kranken Darm: Starke Netzwerke von Archaeen und Bakterien

Das Mikrobiom im kranken Darm: Starke Netzwerke von Archaeen und Bakterien

Eine neue internationale Studie unter Leitung der Medizinischen Universität Graz (Österreich) zeigt, dass Darm-Archaeen wichtige Partner innerhalb mikrobieller Netzwerke sind. Dadurch eröffnen sich neue Perspektiven für das Verständnis von Darmkrebs.

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NEUE OPTION: GAVIDarm bei Reizdarmsymptomen (RDS)

Mit seiner wissenschaftlich belegten Schutzschild-Technologie stabilisiert GAVIDarm die gestörte Darmbarriere mit einer mukoadhäsiven Schutzschicht aus Xyloglucan und Erbsenprotein. Auf diese Weise fördert GAVIDarm die Regeneration der Darmschleimhaut, lindert wiederkehrende Darmbeschwerden langanhaltend* und hilft Reizdarmsymptomen vorzubeugen. 

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Durch fettreiche Ernährung können Darmbakterien ins Gehirn gelangen

Eine neue Studie der Emory University zeigt, dass bei einer fettreichen Ernährung lebende Darmbakterien direkt ins Gehirn gelangen können, was potenziell Auswirkungen auf die neurologische Gesundheit hat.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Klinische Studie: Frühe Ergänzung von Regorafenib durch Nivolumab bei Patienten mit Hepatozellulärem Karzinom in der Zweitlinie (GOING Trial)
Aliment Pharmacol Ther 2026;63(7):955-966.

Polypektomie mit kalter beziehungsweise heißer Schlinge bei kleinen pendunkulierten Polypen. Eine Kosten-Nutzen-Analyse
Gastrointest Endosc 2026;103(4):771-779.e3.

Hat ein großer zeitlicher Abstand bis zur Koloskopie nach einem positiven immunchemischen Stuhltest einen negativen Einfluss auf die Darmkrebs-Outcomes? Eine landesweite Kohortenstudie (Frankreich)
Gut 2026;75(4):748-759.

 
 
 
 
Wie ein Protein die Bauchspeicheldrüse rettet – und vernarbt

Wie ein Protein die Bauchspeicheldrüse rettet – und vernarbt

An der Universitätsmedizin Greifswald wird Grundlagenforschung zum Krankheitsverlauf bei Pankreatitis betrieben, um langfristig gezieltere Therapieansätze entwickeln zu können.

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KURZMELDUNGEN:

Nach unerwarteten OP-Komplikationen oder Behandlungsfehlern können auch die behandelnden Operateure unter anhaltenden psychischen oder körperlichen Folgen leiden. Die Deutsche Gesellschaft für Chirurgie fordert, verbindliche Unterstützungsangebote in Kliniken anzubieten.
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Eine aktuelle Studie bestätigt, dass der Darm der Produktionsort von pathogenem Immunglobulin A ist. Die Autoren identifizierten außerdem das B-Zell-Reifungsantigen als entscheidenden Schalter, der diese schädlichen Zellen aufrechterhält.

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Trotz ihrer zentralen Bedeutung lassen sich mikroskopische Bilder menschlicher Gewebe häufig nur schwer systematisch auswerten und mit anderen biologischen Datentypen verknüpfen. Forschende haben nun ein Open-Source-Softwaretool vorgestellt, das die Möglichkeiten von Künstlicher Intelligenz nutzt und die Analyse digitaler Pathologie demokratisieren soll.

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TERMINE:

11th Annual School of Gastrointestinal Oncology
11.04.2026
Los Angeles (USA)

41. Jahrestagung der Gesellschaft für Pädiatrische Gastroenterologie und Ernährung
15.04.-18.04.2026
Köln

Viszeralonkologisches Kolloquium – Gastrointestinale Stromatumore (GIST)
15.04.2026
online

53. Jahrestagung der Gesellschaft für Gastroenterologie in Bayern
17.04.-18.04.2026
Neumarkt in der Oberpfalz

DGVS Seminar Hepatologie, Modul 2
06.05.-08.05.2026
Berlin

Endoskopie-Live
08.05.-09.05.2026
Berlin

 
 

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