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Liebe Leserinnen und Leser des Kompakt Gastroenterologie,
ein einziges Bakterium kann offenbar das Zünglein an der Waage sein, wenn es um die Entwicklung oder die Vermeidung entzündlicher oder infektiöser Darmerkrankungen geht – das zumindest glauben US-Wissenschaftler herausgefunden zu haben. Sie kamen Tomasiella immunophila auf die Spur, einem Bakterium, in dessen Anwesenheit sekretorisches Immunglobulin A abnimmt – und damit auch der Schutz der Schleimhaut.
Die Verbindung zwischen Darm und Gehirn beziehungsweise Psyche funktioniert nicht nur in eine Richtung, wie eine andere Untersuchung zeigt: Es scheint, dass die Psyche über eine direkte Verbindung der Amygdala zum Darm auf dessen Gesundheit Einfluss nimmt. Auch die Autoren dieser Studie erhoffen sich von ihren Erkenntnissen neuen Input für die Entwicklung von Therapieansätzen gegen entzündliche Darmerkrankungen.
Weitere Beiträge in unserem aktuellen Newsletter drehen sich um mögliche Veränderungen des Darmmikrobioms bei Aufenthalten im Weltall sowie darum, auf welche neurologische Erkrankung Schädigungen im oberen Gastrointestinaltrakt schon sehr früh hindeuten können und deshalb stärker als Warnsignal verstanden werden sollten.
Ich wünsche Ihnen eine gute Restwoche,
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