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Liebe Leserinnen und Leser des Kompakt Gastroenterologie,
Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) haben sich wieder einmal mit der Darmkrebs-Früherkennung beschäftigt. Vor einigen Wochen hatten sie beispielsweise berichtet, dass Multitarget-Stuhl-DNA-Tests – trotz höherer Empfindlichkeit – für die Früherkennung von Darmkrebs nicht so wirtschaftlich sind wie immunologische Stuhltests.
Im Mittelpunkt einer aktuellen Analyse stand nun die Inanspruchnahme des auf Stuhlproben basierenden Früherkennungsangebotes durch Versicherte. Das Ergebnis lässt diesbezüglich großen Verbesserungsbedarf erkennen: Laut Daten der Barmer Krankenkasse haben in den Jahren 2010 bis 2022 nur 22,9 Prozent der Männer und 55,5 Prozent der Frauen, die Anspruch auf die Untersuchung hatten, mindestens einmal das Angebot genutzt. Der Anteil von Personen, die sich jährlich testen ließen, war sogar gewissermaßen mikroskopisch gering. Die Studienautoren plädieren daher dafür, nicht mehr nur auf Eigeninitiative der Versicherten zu setzen, sondern diese abzuholen, indem Testkits und Erinnerungsschreiben an Anspruchsberechtigte versendet werden.
In einem anderen Beitrag, bei dem es um die Darmkrebsdiagnostik geht, berichten wir über ein auf Künstlicher Intelligenz basierendes Modell, mit dem sich genetische und daraus resultierende Gewebe-Veränderungen in Gewebeschnittbildern erkennen lassen. Nach Ansicht der Entwickler könnte dieses Verfahren die Diagnosestellung in Zukunft schneller und auch kostengünstiger machen.
Ich wünsche Ihnen eine gute Restwoche!
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