Ausgabe 35/2025

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Mittwoch, 27. August 2025

Liebe Leserinnen und Leser des Kompakt Gastroenterologie,

Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) haben sich wieder einmal mit der Darmkrebs-Früherkennung beschäftigt. Vor einigen Wochen hatten sie beispielsweise berichtet, dass Multitarget-Stuhl-DNA-Tests – trotz höherer Empfindlichkeit – für die Früherkennung von Darmkrebs nicht so wirtschaftlich sind wie immunologische Stuhltests.

Im Mittelpunkt einer aktuellen Analyse stand nun die Inanspruchnahme des auf Stuhlproben basierenden Früherkennungsangebotes durch Versicherte. Das Ergebnis lässt diesbezüglich großen Verbesserungsbedarf erkennen: Laut Daten der Barmer Krankenkasse haben in den Jahren 2010 bis 2022 nur 22,9 Prozent der Männer und 55,5 Prozent der Frauen, die Anspruch auf die Untersuchung hatten, mindestens einmal das Angebot genutzt. Der Anteil von Personen, die sich jährlich testen ließen, war sogar gewissermaßen mikroskopisch gering. Die Studienautoren plädieren daher dafür, nicht mehr nur auf Eigeninitiative der Versicherten zu setzen, sondern diese abzuholen, indem Testkits und Erinnerungsschreiben an Anspruchsberechtigte versendet werden.

In einem anderen Beitrag, bei dem es um die Darmkrebsdiagnostik geht, berichten wir über ein auf Künstlicher Intelligenz basierendes Modell, mit dem sich genetische und daraus resultierende Gewebe-Veränderungen in Gewebeschnittbildern erkennen lassen. Nach Ansicht der Entwickler könnte dieses Verfahren die Diagnosestellung in Zukunft schneller und auch kostengünstiger machen. 

Ich wünsche Ihnen eine gute Restwoche!




   Ihre
   Britta Achenbach

 

 
 
Darmkrebsfrüherkennung: Nutzung in Deutschland bleibt weit hinter den Möglichkeiten zurück

Darmkrebsfrüherkennung: Nutzung in Deutschland bleibt weit hinter den Möglichkeiten zurück

Nur ein kleiner Bruchteil der anspruchsberechtigten Bevölkerung nutzt das Darmkrebs-Früherkennungsangebot, wie eine neue Studie des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) und der BARMER Krankenversicherung zeigt. Organisierte Programme könnten die Teilnahmeraten deutlich steigern.

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Darmkrebs: KI-Modell erkennt in Gewebeproben mehrere genetische Merkmale gleichzeitig

Ein internationales, interdisziplinäres Forschungsteam unter Leitung von Prof. Jakob N. Kather vom Else Kröner Fresenius Zentrum (EKFZ) für Digitale Gesundheit an der TU Dresden hat mit seinem neuen KI-Modell sieben unabhängige Patientenkohorten aus Europa und den USA analysiert.

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Chemotherapeutika: Nanovesikel ermöglichen gezielten Transport zum Tumor

Chemotherapeutika: Nanovesikel ermöglichen gezielten Transport zum Tumor

Ein US-Forschungsteam hat eine neue Methode entwickelt, um Chemotherapeutika effektiver in Bauchspeicheldrüsen- und Brustkrebstumoren zu bringen. So könnten Nebenwirkungen reduziert und Kombinationstherapien verbessert werden.

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Nahrungsmittelunverträglichkeit: Messung allergieauslösender Proteine in Gerste

Erstmals konnten gerstenspezifische Amylase/Trypsin-Inhibitoren präzise identifiziert und quantifiziert werden. Die Ergebnisse liefern neue Ansätze zur Entwicklung besser verträglicher Gerstensorten für Menschen mit Unverträglichkeiten.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Bewertung von Aufklärungsinhalten zu gastrointestinalen Erkrankungen auf TikTok: Content-Analyse zu Darmkrebs, Reizdarmsyndrom und Chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen
Am J Gastroenterol 2025;120(8):1870-1873.

Rauchen beeinträchtigt das Immunsystem im Darm von Patienten mit Chronisch-entzündlicher Darmerkrankung durch Veränderung der Metabolomprofile und der Mukosa-assoziierten Mikrobiota
Gut, 25.08.2025

Abweichende Mikrobiota-Signaturen gehen der Entwicklung von Symptomen einer Kolik bei Säuglingen voraus
J Pediatr Gastroenterol Nutr 2025;81(2):217-225.

 
 
 
 
Mikrobiom-Forschung: Speicheltypen als möglicher Risikoindikator

Mikrobiom-Forschung: Speicheltypen als möglicher Risikoindikator

Eine einfache Speichelprobe könnte künftig wertvolle Hinweise auf die Zusammensetzung des Mikrobioms in Magen und Dünndarm liefern und damit dazu beitragen, das individuelle Risiko für bestimmte Erkrankungen abzuschätzen.

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KURZMELDUNGEN:

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) will anspruchsvolle Korrekturoperationen wie bei der seltenen Darmfehlbildung Morbus Hirschsprung durch Qualitätsvorgaben absichern. Dafür hat der G-BA jetzt entschieden, Beratungen zur Festlegung einer Mindestmenge aufzunehmen.
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Die Anwendungsmöglichkeiten von Künstlicher Intelligenz im Krankenhaus betreffen sowohl klinische als auch administrative Prozesse. Prof. Lutz Anderie von der Frankfurt University of Applied Sciences legt dar, wie KI-gestützte, gamifizierte Ansätze Prozesseffizienz und Patientenwohl steigern können.
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Wie ernähren sich die Deutschen? Eine erste Auswertung des Nationalen Ernährungsmonitorings gibt Aufschluss.
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TERMINE:

Sächsischer GastroSlam
3. September 2025
Leipzig/online

EUS-ENDO International Live Course 2025
11. - 13. September 2025
Straßburg, Frankreich

38th Workshop of the European Helicobacter and Microbiota Study Group
11. - 13. September 2025
Rom, Italien

Gastro live: Immunvermittelte Erkrankungen – live aus der Entzündungsklinik
11. September 2025
online

 
 

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