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Liebe Leserinnen und Leser des Kompakt Gynäkologie,
eine neue Studie des Universitären Centrums für Tumorerkrankungen Frankfurt-Marburg zeigt, dass sich bei Brustkrebs-Patientinnen die Tumore unter neoadjuvanter Chemotherapie dynamisch verändern. Bestehende Klassifikationssysteme müssten daher erweitert werden, um die Behandlung gezielter auf die Patientinnen abzustimmen, so die Autoren. Sie entwickelten daher eine neue Klassifikation, die sogenannten adaptiven Cluster (AC-Subtypen). Diese Klassifikation basiert auf dem gezielten Vergleich von Tumorproben vor und nach der Chemotherapie. Die Subtypen geben Aufschluss darüber, ob eine Patientin ein hohes oder niedriges Risiko für eine erneute Tumorbildung hat. „Mit den AC-Subtypen können wir besser vorhersagen, welche Patientinnen von einer intensiveren Nachbehandlung profitieren und welche eine weniger aggressive Therapie erhalten sollten“, erklärt Studienleiterin Prof. Sibylle Loibl.
Ein neues Arzneimittelverabreichungssystem ist laut einer neuen Studie der Oregon State University, USA, vielversprechend für die Behandlung von Chorionkarzinomen bei Frauen. Die Forscher geben an, einen Weg gefunden zu haben, bei dem das zur Bekämpfung der Krankheit eingesetzte Methotrexat die Tumorzellen erreicht, ohne dabei gesundes Gewebe zu schädigen. So zeigten sie in einem Mausmodell, dass die Anheftung von Guanosin an das Polymersom es diesem ermöglichte, mehr Methotrexat direkt an die Tumorzellen abzugeben.
Auch interessant: Das Risiko, wegen einer Herzerkrankung in ein Krankenhaus eingeliefert zu werden, ist bei Müttern von Zwillingen im Jahr nach der Geburt doppelt so hoch wie bei Müttern von Einzelkindern, so eine neue Studie der Rutgers Robert Wood Johnson Medical School, USA.
Ich wünsche Ihnen eine informative Lektüre und eine schöne Restwoche.
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