|
Liebe Leserinnen und Leser des Kompakt Gynäkologie,
Forschende des Universitätsklinikums Bonn (UKB), der Universität Bonn und der Universität zu Köln, haben untersucht, wie sich die Gebärpositionen auf die Zufriedenheit der Gebärenden auswirkt. Es zeigte sich: Gerade, wenn die Gebärpositionen freiwillig gewählt wurde, machte sie die Frauen zufriedener. „Besonders auffällig ist die Zahl der Frauen, die die Geburtsposition nicht selbst gewählt haben, und die damit verbundene geringere Zufriedenheit mit der Geburt“, berichtet Prof. Brigitte Strizek, Direktorin der Klinik für Geburtshilfe und Pränatale Medizin am UKB.
Forscher aus Brasilien und den USA haben bei Schwangeren den Zusammenhang zwischen Präeklampsie und COVID-19 untersucht. Dabei haben sie Biomarker identifiziert. Zu den Ähnlichkeiten gehören gemeinsame Wege, an denen das Renin-Angiotensin-System und das Angiotensin-konvertierende Enzym 2 (ACE2) beteiligt sind. „Die beiden Erkrankungen haben in der Tat viele Ähnlichkeiten. Sowohl bei schwerer COVID-19 als auch bei Präeklampsie kann es zu Funktionsstörungen mehrerer Organe und hohem Blutdruck kommen. Auch beim Mechanismus gibt es Ähnlichkeiten, da ACE2 eine Schlüsselrolle bei der Regulierung des Blutdrucks spielt. Es ist daher möglich, dass COVID-19 das Risiko einer Präeklampsie erhöht, wie mehrere Studien nahelegen, die auf eine höhere Häufigkeit von Präeklampsie bei COVID-19-Patientinnen hinweisen“, erklärt Prof. Maria Laura Costa do Nascimento, Letztautorin des Übersichtsartikels.
Ich wünsche Ihnen eine informative Lektüre und eine schöne Restwoche.
|