Ausgabe 12/2026

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Donnerstag, 19. März 2026

Liebe Leserinnen und Leser,

Frauen mit Endometriose warten im Durchschnitt sieben bis zehn Jahre auf eine Diagnose. Ein neuer Fragebogen aus Australien setzt genau hier an. Der sogenannte SAFE-Score identifiziert bereits junge Frauen mit erhöhtem Endometriose-Risiko innerhalb von fünf Minuten und könnte den Zeitraum bis zur Diagnose deutlich verkürzen. Gerade bei einer Erkrankung, die häufig erst dann erkannt wird, wenn Fruchtbarkeitsprobleme den Kinderwunsch gefährden, könnte das die Versorgung spürbar verbessern.

Forschende aus Marburg zeigten indes, dass therapieresistente hormonrezeptor-positive, HER2-negative Mammakarzinome eine bislang unerkannte metabolische Verwundbarkeit entwickeln. Stark resistente Zellklone weisen demnach eine ausgeprägte Abhängigkeit vom Energiestoffwechsel auf. Wird dieser gezielt gestört, etwa durch Metformin, geraten die Tumorzellen unter massiven Stress und sterben ab. Damit eröffnen sich neue therapeutische Optionen für die Behandlung resistenter Mammakarzinome.

Dass ein besseres Verständnis biologischer Mechanismen auch jenseits der Onkologie neue therapeutische Optionen eröffnen kann, zeigt eine weitere Studie. Ein ursprünglich bei Nierenerkrankungen eingesetztes antifibrotisches Medikament konnte bei Frauen mit prämaturer Ovarialinsuffizienz die Follikelentwicklung anstoßen. Erste klinische Daten deuten darauf hin, dass sich so selbst bei eingeschränkter Ovarialfunktion wieder reife Eizellen gewinnen lassen könnten. Ob sich dieser Ansatz in der Praxis bewährt, müssen größere Studien zeigen.

Viel Freude beim Entdecken der neuesten Entwicklungen in der gynäkologischen Forschung!




   Ihre
   Lena Johannes

 

 
 
Ein einfacher Test könnte die Zeit bis zur Endometriose-Diagnose verkürzen

Ein einfacher Test könnte die Zeit bis zur Endometriose-Diagnose verkürzen

Forscher der University of Queensland haben einen einfachen, fünfminütigen Test entwickelt, der die häufigsten Verzögerungen bei der Diagnose und Behandlung von Endometriose beheben soll.

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Die vielfältigen Effekte nutzen und neue Perspektiven eröffnen

Neben einer lebensverändernden Gewichtsabnahme mit Wegovy® 7,2 mg von durchschnittlich ~ 21 % (STEP-UP-Studie1,*) zeigte Wegovy® 2,4 mg eine 81 %ige Chance auf eine Remission bei Prädiabetes (STEP-10-Studie 3,†). Zudem: 94 % Analogie mit dem menschlichen Sättigungshormon GLP-1.2

Referenzen und Pflichttext

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Neue Schwachstelle bei therapieresistentem Brustkrebs entdeckt

Forschende der Philipps-Universität Marburg haben einen neuen Ansatz zur Behandlung einer speziellen therapieresistenten Form von Brustkrebs identifiziert, des hormonrezeptor-positiven, HER2-negativen Mammakarzinoms.

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Kisqali als Therapieoption bei frühem HR+/HER2− Brustkrebsa

Bei frühem HR+/HER2− Brustkrebs besteht trotz endokriner Therapie ein hohes Rezidivrisiko.2 Eine adjuvante Therapie mit Kisqali + Aromataseinhibitor kann das Rezidivrisiko bei einem breiten Patientenkollektiv mit frühem HR+/HER2− Brustkrebs und Hochrisikomerkmalen reduzierena,1,2 - wie Sie geeignete Patientinnen erkennen und was Sie über Kisqali wissen sollten:

Plichtangaben

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Antifibrotisches Medikament hilft bei prämaturer Ovarialinsuffizienz

Antifibrotisches Medikament hilft bei prämaturer Ovarialinsuffizienz

Ein antifibrotisches Medikament, das eigentlich bei Nierenerkrankungen eingesetzt wird, zeigte einen positiven Effekt auf das Follikelwachstum bei prämaturer Ovarialinsuffizienz.

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Intimgesundheit verbindet - Klarheit macht den Unterschied

Lebenslange Intimgesundheit braucht zuverlässige Diagnostik: Infektionszahlen steigen rasant. Da STIs oft symptomlos verlaufen, ist proaktives Screening essenziell. Unser breites STI-Portfolio bietet maximale Sicherheit – von CT/NG und TV/MG bis hin zu HPV & BV/CV. Höchste PCR-Präzision und effiziente Multiplex-Tests aus nur einer Probe für eine personalisierte Patientenversorgung.

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Hormon könnte postmenopausale Gewichtsentwicklung beeinflussen

Eine US-Studie deutet darauf hin, dass das Hormon Asprosin mit der langfristigen Gewichtsentwicklung bei postmenopausalen Frauen zusammenhängt. Höhere Ausgangswerte waren in der Analyse mit einer geringeren Gewichtszunahme über drei Jahre verbunden.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Postpartale Beurteilung von Insulinresistenzindikatoren bei Müttern mit Schwangerschaftsdiabetes: Eine prospektive Beobachtungsstudie mit Fall-Kontroll-Design.
Adv Clin Exp Med, 16.03.2026

Limonin induziert Ferroptose in Zervixkarzinomzellen durch Aktivierung der Expression des löslichen Epoxidhydrolase-2-Proteins.
PLoS One 2026 Mar 16;21(3):e0343495.

Kurzfristige Ergebnisse und Verträglichkeit eines Vaginalgels auf Hyaluronsäurebasis bei der Behandlung des genitourinären Syndroms der Menopause: eine retrospektive Beobachtungsstudie.
Gynecol Endocrinol 2026 Dec 31;42(1):2644646.

L-Carnitin verbessert das polyzystische Ovarialsyndrom durch Erhöhung von CYP11A1 und des Östrogenrezeptors sowie durch Verringerung der Expression von XNIP und VEGF.
Naunyn Schmiedebergs Arch Pharmacol, 16.03.2026

 
 
 
Amenorrhö bei sportlichen Frauen ernst nehmen

Amenorrhö bei sportlichen Frauen ernst nehmen

Bleibt bei sportlich aktiven Frauen die Menstruation aus, wird das häufig als harmlose Folge intensiven Trainings abgetan. Die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie e. V. (DGE) weist jedoch darauf hin, dass Amenorrhö ein ernstzunehmendes Warnsignal des Körpers ist. Häufig steckt ein hormonelles Ungleichgewicht dahinter, das langfristige Folgen für Knochen, Herz-Kreislauf-System, Psyche und Fruchtbarkeit haben kann.

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KURZMELDUNGEN:

Ein neu entdeckter Immunschalter steuert, ob uterine natürliche Killerzellen sich in der Gebärmutter ansiedeln, und könnte so eine Rolle bei verschiedenen Schwangerschaftskomplikationen spielen.
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Forschende wollen ein Verfahren zur Entwicklung neuartiger, hormonfreier Wirkstoffe zur Empfängnisverhütung bei Frau und Mann etablieren.
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Forschungsergebnisse aus Berlin zeigen, dass Erbgutfragmente von Viren beim Menschen ein Gen steuern, das Präeklampsie verursacht. Die Erkenntnisse könnten einen Test zur Früherkennung ermöglichen.
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TERMINE:

XXXIV. Wissenschaftliche Tagung der Arbeitsgemeinschaft für Gynäkologische Onkologie der OEGGG
15.–18. April 2026
Salzburg, Österreich

AGO Zertifizierungskurs Gynäko-Onkologie
24.–25. April 2026
Berlin

Gynäkologie Refresher
07.–09. Mai 2026
Köln

34. Osteoporoseforum
28.–30. Mai 2026
St. Wolfgang im Salzkammergut, Österreich

68. Kongress der Deutschen STI-Gesellschaft
11.–13. Juni 2026
Berlin

 
 

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