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Liebe Leserinnen und Leser,
Frauen mit Endometriose warten im Durchschnitt sieben bis zehn Jahre auf eine Diagnose. Ein neuer Fragebogen aus Australien setzt genau hier an. Der sogenannte SAFE-Score identifiziert bereits junge Frauen mit erhöhtem Endometriose-Risiko innerhalb von fünf Minuten und könnte den Zeitraum bis zur Diagnose deutlich verkürzen. Gerade bei einer Erkrankung, die häufig erst dann erkannt wird, wenn Fruchtbarkeitsprobleme den Kinderwunsch gefährden, könnte das die Versorgung spürbar verbessern.
Forschende aus Marburg zeigten indes, dass therapieresistente hormonrezeptor-positive, HER2-negative Mammakarzinome eine bislang unerkannte metabolische Verwundbarkeit entwickeln. Stark resistente Zellklone weisen demnach eine ausgeprägte Abhängigkeit vom Energiestoffwechsel auf. Wird dieser gezielt gestört, etwa durch Metformin, geraten die Tumorzellen unter massiven Stress und sterben ab. Damit eröffnen sich neue therapeutische Optionen für die Behandlung resistenter Mammakarzinome.
Dass ein besseres Verständnis biologischer Mechanismen auch jenseits der Onkologie neue therapeutische Optionen eröffnen kann, zeigt eine weitere Studie. Ein ursprünglich bei Nierenerkrankungen eingesetztes antifibrotisches Medikament konnte bei Frauen mit prämaturer Ovarialinsuffizienz die Follikelentwicklung anstoßen. Erste klinische Daten deuten darauf hin, dass sich so selbst bei eingeschränkter Ovarialfunktion wieder reife Eizellen gewinnen lassen könnten. Ob sich dieser Ansatz in der Praxis bewährt, müssen größere Studien zeigen.
Viel Freude beim Entdecken der neuesten Entwicklungen in der gynäkologischen Forschung!
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