Ausgabe 13/2026

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Donnerstag, 26. März 2026

Liebe Leserinnen und Leser,

die Einnahme von Medikamenten während der Schwangerschaft ist leider oft unvermeidbar, auch wenn bestimmte Arzneien das ungeborene Kind beeinträchtigen können. Eine aktuelle Studie hat nun erneut das Risiko für Entwicklungsstörungen unter der Anwendung von Antikonvulsiva untersucht. Einige Substanzen zeigen demnach keine oder nur geringe Risiken, andere wiederum sind mit einem erhöhten Risiko für Verhaltens- und neuroentwicklungsbedingte Störungen verbunden. Welche Substanzen genau zu welchem Effekt führen, lesen Sie in unserem Beitrag dazu.

Die Einnahme von GLP-1-Rezeptoragonisten in der Frühschwangerschaft birgt ebenfalls Risiken – allerdings nur bei Einnahme zur Behandlung von Diabetes. Zu diesem Zweck eingesetzte Medikamente erhöhten das Risiko für Frühgeburten, während die gleichen Substanzen zur Bekämpfung von Adipositas keinen Effekt auf die Schwangerschaft zeigten. Entscheidend kann also auch weniger die Substanz selbst als ihr Einsatzkontext sein.

Doch auch der Weg zur Schwangerschaft ist für viele Frauen bereits mit Hürden verbunden. Laut des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung ist jede dritte Frau im reproduktiven Alter von Schwangerschaftsverlusten oder Infertilität betroffen. Gerade das steigende Alter von Erstmüttern spielt hier eine entscheidende Rolle: Ab 35 Jahren erhöht sich der Anteil jener Frauen, die bereits Fertilitätsbarrieren erlebt haben, auf fast 50 Prozent. Ein realistisches Verständnis für den Einfluss des Alters auf die Fruchtbarkeit ist somit zentral für die Familienplanung.

Auch vorzeitige Wechseljahre können ein Grund für einen unerfüllten, späten Kinderwunsch sein. Doch nicht nur das: Laut einer groß angelegten Studie birgt eine vor dem 40. Lebensjahr einsetzende, natürliche Menopause auch ein um 40 Prozent erhöhtes Lebenszeitrisiko für koronare Herzkrankheiten. Für die gynäkologische Praxis bedeutet das: Die frühe Menopause ist nicht nur ein reproduktionsmedizinischer Befund, sondern ein Hinweis auf Risiken, die früh erkannt und berücksichtigt werden sollten. 

Ich wünsche Ihnen eine anregende Lektüre!




   Ihre
   Lena Johannes

 

 
 
Weitere Hinweise auf Entwicklungsrisiken durch Antikonvulsiva in der Schwangerschaft

Weitere Hinweise auf Entwicklungsrisiken durch Antikonvulsiva in der Schwangerschaft

Neue Daten, veröffentlicht in „The BMJ“, bestätigen das erhöhte Risiko für ADHS, Autismus und andere neuroentwicklungsbedingte Störungen bei Kindern von Müttern, die während der Schwangerschaft bestimmte Antikonvulsiva einnahmen. Für andere gängige Antikonvulsiva zeigen sich keine oder nur geringe Risiken, doch die Beobachtung sollte den Autoren zufolge fortgesetzt werden.

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monarchE: OS-Vorteil nach 7 Jahrena,b,c,2

Neue 7-Jahresdaten der monarchE-Studie bestätigen nachgewiesenen OS-Vorteil mit 2-jähriger Verzenios®,a-Therapie.b,c,1,2 Mit einem IDFS-Vorteil über 7 Jahre ist Verzenios® der CDK4/6-Inhibitor mit der längsten Nachbeobachtungszeit, die bisher in der Adjuvanz berichtet wurde.2

Pflichttext | Referenzen

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GLP‑1‑Rezeptoragonisten in der Frühschwangerschaft: Risiko nur bei Diabetesbehandlung

Die Anwendung von GLP-1-Rezeptoragonisten ist mit einem erhöhten Risiko für Frühgeburten verbunden – allerdings nur, wenn sie zur Behandlung von Diabetes in der frühen Schwangerschaft eingesetzt werden.

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Einfach bessere Aussichten: DATROWAY® beim HR+/HER2– mBC

DATROWAY® (Datopotamab deruxtecan) ist seit April 2025 für Patient:innen mit HR+/HER2– mBC nach ET und CT zugelassen. Damit deckt DATROWAY® das gesamte HER2-negative Spektrum von HER2-low bis HER2-null ab.1,2

Referenzen

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Etwa jede dritte Frau im reproduktiven Alter ist von Fehlgeburt oder Infertilität betroffen

Etwa jede dritte Frau im reproduktiven Alter ist von Fehlgeburt oder Infertilität betroffen

Eine aktuelle Studie des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (BiB) untersucht, welche reproduktiven Erfahrungen Frauen machen, und berücksichtigt dabei insbesondere Fehlgeburt und Infertilität. Davon ist laut der Studie in Deutschland etwa jede dritte Frau im reproduktiven Alter betroffen.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Klinische und biochemische Merkmale von Mädchen mit polyzystischem Ovarialsyndrom und Amenorrhoe.
J Pediatr Adolesc Gynecol 2026 Mar 21:S1083-3188(26)00353-0.

Biomaterialien zur Behandlung von Endometriose: Design, Fortschritte und Perspektiven.
Acta Biomater 2026 Mar 19:S1742-7061(26)00182-0.

Globale Trends und Prognosen zu Gebärmutterhalskrebs und eine Sicherheitsbewertung von HPV-Impfstoffen unter realen Bedingungen bei Frauen: Eine systematische Analyse.
PLoS One 2026 Mar 23;21(3):e0345286.

Auswirkungen der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln auf den Schwangerschaftsverlauf bei übergewichtigen und adipösen Frauen: Eine systematische Übersichtsarbeit und Metaanalyse.
J Obstet Gynaecol Res 2026 Mar;52(3):e70244.

 
 

Vorzeitige Menopause erhöht das langfristige Herzrisiko um 40 Prozent

Frauen, die vor dem 40. Lebensjahr auf natürliche Weise in die Wechseljahre kommen, haben laut einer großen Studie von Northwestern Medicine ein um etwa 40 Prozent höheres Lebenszeitrisiko für koronare Herzkrankheit als Frauen, die später in die Wechseljahre kommen.

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Medizinisches Cannabis zur Behandlung von Endometriose

Medizinisches Cannabis zur Behandlung von Endometriose

Medizinisches Cannabis könnte eine alternative Behandlungsoption für Frauen mit Endometriose darstellen. Eine Studie der University of Otago in Neuseeland zeigt, dass es Schmerzen linderte, den Schlaf verbesserte und Angstzustände reduzierte.

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KURZMELDUNGEN:

Einsamkeit und soziale Isolation gehen nicht nur unabhängig voneinander mit einem subjektiven kognitiven Abbau bei perimenopausalen Frauen einher, sondern stehen auch in Wechselwirkung.
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Wenn der Biokunststoff Polyactid biologisch abgebaut wird, können sich die dabei entstehenden Nanopartikel in den Föten schwangerer Mäuse anreichern und ihr Wachstum beeinträchtigen.
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Der Flughafen München bringt sein Leucht­turmprojekt „Wechseljahre am Arbeitsplatz“ in die bundesweit erste akademische Weiter­bildung zum/r „Wechseljahremanager:in“ ein.
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TERMINE:

AGO Zertifizierungskurs Gynäko-Onkologie
24.–25. April 2026
Berlin

Gynäkologie Refresher
07.–09. Mai 2026
Köln

34. Osteoporoseforum
28.–30. Mai 2026
St. Wolfgang im Salzkammergut, Österreich

 
 

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