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Liebe Leserinnen und Leser,
welche axillären Operationen sind bei Brustkrebs wirklich notwendig? Dieser Frage ging ein internationales Forscherteam unter Leitung des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein, Campus Lübeck in der AXSANA-Studie nach. Die weltweit größte Registerstudie zur operativen Behandlung axillärer Lymphknoten beim Mammakarzinom liefert neue Evidenz für eine schonendere Chirurgie. Die Daten zeigen, dass Sonden gestützte Markierungsverfahren zur Detektion ursprünglich befallener Lymphknoten eine höhere Detektionsrate ermöglichen und radikale Eingriffe mit relevanten Spätfolgen häufiger vermieden werden können.
Ein innovativer CAR-T-Zell-Ansatz des Mount Sinai Health System (USA) richtet sich erstmals gezielt gegen Tumor-assoziierte Makrophagen statt gegen Krebszellen selbst. Das Team entwickelte CAR-T-Zellen, die die Makrophagen des Tumors erkennen und Interleukin-12 produzieren können. Diese IL-12-Anti-TAM-CAR-T-Zellen bewirkten eine anhaltende Umgestaltung der Tumor-Mikroumgebung. Die präklinischen Daten deuten laut den Wissenschaftlern auf einen potenziell neuen Therapieansatz hin.
Das könnte Sie auch interessieren: Die aktualisierte S3-Leitlinie zum Mammakarzinom setzt auf personalisierte Behandlungsstrategien, Reduzierung überflüssiger Eingriffe und gezielte Integration neuer Wirkstoffe für definierte Patientinnengruppen. Erstmals soll beispielsweise bei bestimmten Patientinnengruppen auf die Sentinel-Lymphknotenbiopsie verzichtet werden. Neu aufgenommen wurde auch die Empfehlung, im Rahmen der Diagnostik eine ganze Reihe von Biomarkern zu bestimmen.
Ich wünsche Ihnen eine informative Lektüre und eine schöne Restwoche.
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