Ausgabe 10/2026

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Montag, 02. März 2026

Liebe Leserinnen und Leser,

peripher oder nicht? Die Diagnose von Schwindel ist nicht immer einfach. Ein neues Klassifizierungsmodell für den bilateralen Video-Kopfimpulstest könnte künftig helfen, zwischen peripherem und Schwindel mit zentralnervöser Ursache zu unterscheiden. Eine erste Bewertung des Protokolls war vielversprechend. Weitere Details liefert Ihnen unsere Top-Meldung.

Profitieren Patienten mit rezidivierten oder refraktären soliden Tumoren von Nivolumab in ultraniedriger Dosierung, verglichen mit einer Chemotherapie? Die Ergebnisse einer Phase-III-Studie zu dieser Fragestellung liegen jetzt vor. Gut die Hälfte der Studienteilnehmer hatte als Primärtumor einen Kopf-Hals-Tumor.

Weitere interessante Neuigkeiten aus Medizin und Forschung sind in dieser Woche zum einen die aktualisierte S3-Leitlinie „Klinische Ernährung in der Onkologie“ oder das Ohr aus dem 3D-Drucker. Letzteres ist einem Team aus der Schweiz gelungen. Der Ohrknorpel erwies sich im Tiermodell als formstabil – bis Patienten profitieren können, sind allerdings noch einige Hürden zu nehmen.

Eine aufschlussreiche Lektüre und einen guten Start in die Woche wünscht Ihnen,




   Ihre
   Dr. Judith Amann

 

 
 
Peripher oder nicht peripher? – Schwindel besser unterscheiden

Peripher oder nicht peripher? – Schwindel besser unterscheiden

Ein neuartiges Klassifizierungsmodell für den bilateralen Video-Kopfimpulstest verbessert die Unterscheidung zwischen nicht peripherem und peripherem Schwindel.

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Rezidivierende oder refraktäre solide Tumore: Was bringt Nivolumab in ultraniedriger Dosierung?

Bei Patienten mit rezidivierten oder refraktären soliden Tumoren verbessert Nivolumab in ultraniedriger Dosierung das Gesamtüberleben, verglichen mit der Standardchemotherapie. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie.

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Ein Ohr aus dem 3D-Drucker

Ein Ohr aus dem 3D-Drucker

Forschende haben elastischen Ohrknorpel aus menschlichen Zellen im Labor hergestellt, der im Tiermodell formstabil bleibt. Damit das Ohr dem 3D-Drucker langfristig stabil bleibt, muss seine natürliche Biegsamkeit noch besser nachgebildet werden.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Verordnungsmuster der Immuntherapie und immuntherapiebedingte Nebenwirkungen bei Patienten mit Kopf-Hals-Tumoren. JAMA Otolaryngol Head Neck Surg 2026 Feb 19:e255513.

Vestibuläre Dysfunktion bei Kindern nach Einsetzten eines Cochlea-Implantats: Prävalenz und postoperative Veränderungen. Int J Pediatr Otorhinolaryngol 2026 Feb 10:203:112752.

Seltene Larynxtumore: retrospektive, bizentrische Studie an 74 Patienten und systematisches Review. Oral Oncol 2026 Mar:174:107852.

Assoziation von Schallleitungsschwerhörigkeit-Pathologien mit Demenz im Rahmen des „All-of-us“-Forschungsprogramms. Otolaryngol Head Neck Surg 16.02.2026.

 
 

Tag der Seltenen Erkrankungen: Glomustumoren – selten, gutartig, aber keineswegs harmlos

Zum Tag der Seltenen Erkrankungen am 28. Februar 2026, rückt die Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie (DGHNO-KHC) Glomustumoren in den Fokus.

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Epstein-Barr-Virus: Genetische und andere Faktoren mit Einfluss auf die Viruslast

Epstein-Barr-Virus: Genetische und andere Faktoren mit Einfluss auf die Viruslast

Wie der Körper eine Infektion mit dem Epstein-Barr-Virus (EBV) kontrolliert, ist weitestgehend unbekannt. Bonner Forschende haben jetzt genetische und nicht genetische Faktoren identifiziert, welche die EBV-Last beeinflussen.

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Panorama:

„Krebsdiäten“ haben keinen Nutzen – im Gegenteil können Mangelernährung oder Komplikationen die Folge sein. Deshalb rät die aktualisierte S3-Leilinie zur „Klinischen Ernährung in der Onkologie“ dezidiert von restriktiven Diäten ab.
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Die Europäische Chemikalienagentur stuft Ethanol in Desinfektionsmitteln nicht als krebserregend, erbgutverändernd oder fortpflanzungsgefährdend ein. Eine endgültige Regulierung steht aber noch aus.
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Ein digitales Toolkit soll zu mehr Nachhaltigkeit in Arztpraxen beitragen. Unter anderem richtet das Projekt der Goethe Universität in Frankfurt am Main den Fokus auf die Pharmakotherapie, um den CO2-Fußabdruck zu senken.
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TERMINE:

Schlafmedizinischer Kurs | BUB-Kurs
27.–28. März 2026
Würzburg

16. Friedrichstädter Tracheotomie-Tag
27. März 2026
Dresden

2. Würzburger Lappenkurs
9.–10. April 2026
Würzburg

Einführungskurs Audiometrie (für Praxispersonal)
15. April 2026
Ulm

8. Europäische Pädakustik-Konferenz
17.–18. April 2026
München

 
 

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