Ausgabe 19/2026

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Montag, 04. Mai 2026

Liebe Leserinnen und Leser,

Obstruktive Schlafapnoe (OSA) ist mit einem erhöhten kardiovaskulären Risiko assoziiert. Allerdings ist die Studienlage zur Wirkung einer Therapie mit kontinuierlichem positivem Atemwegsdruck (CPAP) auf das Herz-Kreislauf-Risiko nicht eindeutig. Eine neue Studie liefert einen neuen Ansatz, um zu entscheiden, bei welchen Patienten die CPAP-Therapie einen positiven Einfluss auf das kardiovaskuläre Risiko hat – und bei welchen nicht. Die Autoren werteten Daten einer großen Kohortenstudie zur CPAP-Therapie mittels eines KI-Modells aus. So konnten sie eine Subgruppe von Patienten identifizieren, die von der Therapie profitiert – und eine weitere Subgruppe, bei der das nicht der Fall ist. Auch wenn sich die Ergebnisse noch nicht direkt in die klinische Praxis übertragen lassen, sind sie doch ein Schritt hin zu einer stärker personalisierten Therapie.

Dass es mit Blick auf das kardiovaskuläre Risko nicht nur auf den Schweregrad der OSA ankommt zeigt eine weitere aktuelle Studie. Deren Autoren hatten Daten zum nächtlichen Schlaf der Teilnehmer über sechs Monate hinweg erhoben. So konnten Sie zeigen, dass das Herz-Kreislauf-Risiko auch bei Patienten erhöht war, bei denen die nächtlichen Atemaussetzer nicht jede Nacht in gleich schwerem Ausmaß auftraten, sondern der Schwergrad der Erkrankung stark schwankte.

Mehr Details zu diesen beiden Studien lesen Sie in unserem Newsletter, genauso wie weitere interessante Meldungen – etwa zur Antibiotikatherapie bei akuter Sinusitis oder den digitalen Workflow in der Arztpraxis.

Eine aufschlussreiche Lektüre und einen guten Start in die Woche wünscht Ihnen,




   Ihre
   Dr. Judith Amann

 

 
 
OSA-Schweregrad: Starke Schwankungen weisen auf Herz-Risiko hin

OSA-Schweregrad: Starke Schwankungen weisen auf Herz-Risiko hin

Menschen mit Obstruktiver Schlafapnoe (OSA) haben ein um 30 Prozent höheres Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall oder Herzinsuffizienz, wenn sich der OSA-Schweregrad von Nacht zu Nacht stark verändert. Das zeigt eine neue Studie.

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    Advertorial    
 
 

United Airways: Allergie & Asthma Hand in Hand therapieren

80% der Asthmapatienten leiden auch an allergischer Rhinitis1 – die gemeinsame Betrachtung im Sinne der „United Airways“ ist entscheidend. Die duale Fixkombination RYALTRIS* bei Allergie war 43% wirksamer als Mometason allein2. Relvar Ellipta+ verbesserte mit 1×tgl. Anwendung die Adhärenz3 und Asthmakontrolle4.

*Bei mäßiger - schwerer allerg. Rhinitis ab 12 J.
+ab 12 J., bei indizierter ICS/LABA-Therapie

Quellen & Pflichttexte

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CPAP-Therapie und kardiovaskuläres Risiko: Bessere Vorhersagen treffen

Eine Therapie mit kontinuierlichem positivem Atemwegsdruck (CPAP) bei Obstruktiver Schlafapnoe (OSA) wirkt sich nicht bei allen Patienten gleich auf ihr kardiovaskuläres Risiko aus. Künstliche Intelligenz (KI) soll helfen, bessere Vorhersagen zu treffen.

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Akute Sinusitis: Kein Vorteil für Kombination zweier Antibiotika

Akute Sinusitis: Kein Vorteil für Kombination zweier Antibiotika

In den USA empfehlen Leitlinien – anders als in Deutschland – die Kombination aus Amoxicillin und Clavulansäure zur Behandlung einer akuten Sinusitis. Eine aktuelle Studie hat diesen Standard hinterfragt und fand keine Vorteile für die Kombi-Therapie.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Klinische Symptome und Biomarker der durch Katzenallergene ausgelösten allergischen Rhinitis unter Verwendung des nasalen Allergenprovokationstests.
Ann Allergy Asthma Immunol 2026:S1081-1206(26)00160-2.

Endoskopische Myringoplastik bei chronisch suppurativer Otitis media: Vergleich zwischen Patienten mit trockenen Ohren und Patienten mit feuchten Ohren.
Acta Otolaryngol 2026 Apr 19:1–7.

Postoperative Ergebnisse nach einer Tympanoplastik mit Knorpelpalisaden in der Underlay-Technik bei Kindern.
Int J Pediatr Otorhinolaryngol 2026:205:112825.

Morbus Menière und Migräne: Wirkung der Migräne-Medikation auf Morbus-Menière-Symptome.
Laryngoscope 21.04.2026

 
 

Digitaler Workflow in der Arztpraxis

Wie ein digitaler Workflow in der Arztpraxis aussehen kann und an welchen Stellen Künstliche Intelligenz (KI) zum Einsatz kommt und in Zukunft kommen könnte, war Thema in verschiedenen Sessions auf dem VSOU-Kongress.

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Oligometastatischer Krebs: Neue Endpunkte für Studien definiert

Oligometastatischer Krebs: Neue Endpunkte für Studien definiert

Eine internationale Expertengruppe unter Leitung des Comprehensive Cancer Center (CCC) von MedUni Wien und AKH Wien hat Messgrößen für klinische Studien bei Krebserkrankungen mit vereinzelten Metastasen festgelegt.

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Panorama:

Das geplante GKV-Beitragsstabilisierungs­ gesetz ruft viel Kritik hervor – auch vom HNO-Berufsverband. Dessen Präsident Dr. Jan Löhler warnte vor einer „wirtschaftlichen Schieflage“ der Praxen. Auch für Patienten seien die Sparpläne eine „schlechte Nachricht“.
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Krebsfrüherkennung mit einer Blutprobe? Infrarotspektroskopie soll das möglich machen. Die Wilhelm-Sander-Stiftung fördert ein Münchner Forschungsprojekt zur Entwicklung des „InfraRed Molecular Fingerprinting“ mit einer Million Euro.
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Verschiedene Fachgesellschaften fordern, die Messung von Stickstoffmonoxid in der Ausatemluft in die Regelversorgung von Asthma-Patienten zu integrieren. Das könnte deren Versorgung verbessern und gleichzeitig Kosten sparen.
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TERMINE:

Webinar: Curriculare Fortbildung: Spezialisierte schlafmedizinische Versorgung
30. Mai – 27. Juni 2026
Online

UK Symposium on Smell & Taste Disorders
3.– 5. Juni 2026
Cambridge (Großbritannien)

40th Pan American Congress of Otorhinolaryngology
4.–6. Juni 2026
Rio de Janeiro (Brasilien)

Grundlagen der Hörgeräte-Versorgung
6. Juni 2026
Online

Erweiterte Audiometrie mit objektiven Verfahren für Praxispersonal
10. Juni 2026
Dortmund

 
 

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