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Liebe Leserinnen und Leser,
dass Hörverlust das Risiko für kognitive Beeinträchtigungen – einschließlich Demenz – erhöht, ist hinreichend bekannt. Wie sich die Versorgung mit Hörgeräten auswirkt, war bislang wenig untersucht. Forschende der Monash University in Melbourne (Australien) wollten das ändern und haben Senioren mit selbstberichteter mittelgradiger Schwerhörigkeit sieben Jahre lang begleitet und ihre kognitive Funktion jährlich getestet. Überraschenderweise schnitten Studienteilnehmer mit Hörgeräteverordnung und solche ohne in den Kognitionstests in etwa gleich gut ab. Was die Studie noch zeigen konnte und wie die Autoren ihrer Ergebnisse interpretieren, lesen Sie in unserem Newsletter.
Darin außerdem mehr rund um das Thema Hören: Zum einen stellen wir die genetische Analyse einer internationalen Kohorte von Kindern mit prälingualer Gehörlosigkeit vor, die rund 200 Genmutationen identifizieren konnte – mehr als ein Drittel davon neu. Bei gehörlosen Kindern, die mit einem Cochlea-Implantat versorgt sind, verläuft die Sprachentwicklung recht unterschiedlich. Um zu entscheiden, welche Kinder besonders von einer frühen intensiven Sprachtherapie profitieren, haben Forschende ein auf Künstlicher Intelligenz (KI) basierendes Modell entwickelt, das die Sprachergebnisse der kleinen Patienten recht genau prognostiziert.
Apropos KI: Diese könnte auch Patienten mit Oropharynxkarzinom nutzen, indem sie vorhersagt, wie wahrscheinlich eine Ausbreitung der Erkrankung ist. Das von einem US-Amerikanischem Team entwickelte KI-Modell könnte invasive Methoden zur Prognose ersetzen.
Eine interessante Lektüre sowie eine gute Woche wünscht Ihnen
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