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Liebe Leserinnen und Leser,
in dieser Woche möchte ich den Blick auf die Grundlagenforschung zum Gehör richten und zwei interessante Studien in den Fokus rücken. So hat ein Team aus Marburg das Protein TMEM145 genauer charakterisiert: Es ist Bestandteil der äußeren Haarzellen im Innenohr um damit essenziell für das Gehör. Knock-out-Mäuse, denen das entsprechende Gen fehlte, litten unter schwerwiegendem Hörverlust. Damit kommt TMEM145 als weiteres Kandidaten-Gen für die diagnostische Abklärung bei erblich bedingtem Hörverlust in Frage – und als Zielgen für gentherapeutische Behandlungsansätze. Welche Rolle genau das Protein beim Mechanismus der Schallübertragung im Innenohr spielt, erfahren Sie in unserem Newsletter.
Ein wichtiger Schritt hin zur Entwicklung neuer Gentherapien, die auf das Otoferlin-Gen (OTOF) abzielen, ist Forschenden vom Primatenzentrum Göttingen gelungen: Sie haben ein neues Primatenmodell für erblich bedingten Hörverlust entwickelt. Die OTOF-Knockout-Weißbüschelaffen bilden menschlichen Hörverlust genauer ab als bisherige Modelle. Sie schließen damit die Lücke zwischen Zellkulturen, Knock-out-Mäusen und klinischer Anwendung. Auch zu dieser Studie finden Sie weitere Details im Newsletter.
Außerdem: Planschen, Baden, Wasser – alles erlaubt nach Einlage von Paukenröhrchen. Schutzmaßnahmen werden auch in der deutschen Leitlinie nicht generell empfohlen. Allerding gibt es je nach Wasserart – aufbereitet oder unbehandelt – Unterschiede im Risiko für eine Otorrhö, wie eine US-amerikanische Studie zeigen konnte.
Eine interessante Lektüre und einen guten Start in die Woche wünscht
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