Ausgabe 52/2025

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Montag, 22. Dezember 2025

Liebe Leserinnen und Leser,

ihre Umgebung ist feindlich, trotzdem sind ILC2 und Th2-Zellen zentrale Treiber der Entzündung bei allergischem Asthma. Warum sie trotz freien Fettsäuren und oxidativen Molekülen im entzündeten Lungengewebe aktiv bleiben können, haben Bonner Forschende im Detail geklärt. Ihre Ergebnisse liefern auch die Grundlage für einen zielgerichteten Therapieansatz, den das Team im Mausmodell getestet hat. Mehr dazu erfahren Sie im Newsletter, der auch weitere Studien zu Allergien aufgreift.

Eine dieser Studien konnte am Beispiel von fünf türkischen Städten in verschiedenen Klimazonen zeigen, dass die allergische Sensibilisierung ausgeprägten regionalen Mustern folgt. Offenbar spiegeln sich Klima und Umweltbedingungen in IgE-Reaktivitätsmustern wider. Die Ergebnisse könnte auf lange Sicht auch praktische Implikationen für die Allergiediagnostik haben.

Außerdem im Newsletter – passend zur Grippe-Saison: Wie eine Infektion mit dem Influenzavirus einen wichtigen Abwehrmechanismus in der Lunge außer Kraft setzt, hat ein internationale Team untersucht. Die Ergebnisse liefern Forschungsansätze zu neuen Therapien – nach Ansicht der Autoren möglicherweise nicht nur für Influenza, sondern auch für andere Virusinfektionen.

Und zu guter Letzt: einen herzlichen Dank an Sie für Ihr Interesse im vergangenen Jahr und viel Spaß mit der Lektüre dieses Newsletters. Der nächste erreicht Sie dann nach unserer Winterpause am
12. Januar.

Ich wünsche Ihnen besinnliche Feiertage und einen guten Start ins neue Jahr.




   Ihre
   Dr. Judith Amann

 

 
 
Allergisches Asthma: Neue Schwachstelle von Immunzellen entdeckt

Allergisches Asthma: Neue Schwachstelle von Immunzellen entdeckt

Warum bleiben bestimmte Immunzellen bei allergischem Asthma aktiv – selbst in schädlicher Umgebung? Eine aktuelle Studie zeigt: Die Zellen fahren eine antioxidativen Schutzmechanismus hoch. Wird er blockiert, bricht die allergische Entzündung im Mausmodell deutlich ein.

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Neu: perioperative Option beim LA HNSCC

KEYTRUDA® ergänzt den etablierten Standard beim resezierbaren lokal fortgeschrittenen Plattenepithelkarzinom der Kopf-Hals-Region mit PD-L1 CPS ≥ 1. Die perioperative Gabe von KEYTRUDA® zusätzlich zu Resektion und adj. Radio(chemo)therapie kann Patienten neue Perspektiven eröffnen.

Fachinformation

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Allergische Sensibilisierung: Umwelt und Klima beeinflussen regionale Muster

Allergische Sensibilisierung folgt ausgeprägten regionalen Mustern, die sich mit molekularer IgE-Diagnostik im Detail sichtbar machen lassen. Eine aktuelle Studie zeigt charakteristische regionale Unterschiede und Einflussfaktoren wie Umwelt und Klima auf.

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Muttermilch-Antikörper senken Allergie-Risiko bei Landkindern

Muttermilch-Antikörper senken Allergie-Risiko bei Landkindern

Kinder, die in landwirtschaftlichen Gemeinschaften aufwachsen, entwickeln seltener Allergien als Gleichaltrige in Städten. Eine neue Studie zeigt: Ihr Immunsystem reift schneller, wobei Muttermilch eine wichtige Rolle spielt.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

EAACI-Leitlinien zur Bedeutung von Grünflächen im städtischen Raum für die Prävention von Allergien und Asthma.
Allergy, 13.12.2025.

Anwendung von azellulärer dermaler Matrix mit oder ohne Lappenplastik zur postoperativen Defektdeckung bei Hypopharynxkarzinom.
Head Neck, 12.12.2025.

Sind eine totale Thyreoidektomie und eine adjuvante Radiojodtherapie bei allen Patienten mit N1b-Papillärem Schilddrüsenkarzinom mit mittlerem bis hohem Risiko erforderlich?
Thyroid, 04.12.2025.

Der Einfluss von zur Tamponade im Mittelohr verwendeten Materialien auf die Ergebnisse der Tympanoplastik: systematische Übersichtsarbeit und Metaanalyse.
Acta Otolaryngol, 10.12.2025

 
 

Ein Unglück kommt selten allein: Wie eine Grippevirusinfektion das Immunsystem schwächt

Ein internationales Forschungsteam unter Leitung der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) hat ein vielversprechendes Zielmolekül als neue Behandlungsoption bei schwerer Influenza identifiziert.

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Chronische Rhinosinusitis und Mukoviszidose: MRT-Aufnahmen mit KI auswerten?

Chronische Rhinosinusitis und Mukoviszidose: MRT-Aufnahmen mit KI auswerten?

Chronische Rhinosinusitis ist eine häufige Begleiterkrankung bei Mukoviszidose. Die Klassifikation anhand von MRT-Aufnahmen ist zeitaufwendig. Ein Heidelberger Projekt will Abhilfe schaffen: KI soll künftig bei der objektiven Beurteilung helfen.

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Panorama:

Die eigene Praxis ist noch kein Auslauf­modell: Laut einer Umfrage des Zentralinstituts für die Kassenärztliche Versorgung planen 40 Prozent der angestellten Ärzte bis 35 Jahre, sich niederzulassen, bei den 35- bis 39-Jährigen ist es jeder Dritte.
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Das EU-Parlament hat Verbesserungs­vorschläge für die EU-Medizinprodukte­verordnung gemacht. Branchenvertreter sehen das als guten Ausgangspunkt, fordern aber eine weitere Entbürokratisierung der Abläufe.
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Der Gemeinsame Bundesausschuss hat die Voraussetzungen definiert, unter denen Apotheken Biosimilars statt des Original­präparats ausgeben dürfen sollen. Jetzt prüft das Bundesgesundheitsministerium die Regelungen.
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TERMINE:

17. Wiener Airway Management Kurs
9. - 10. Februar 2026
Wien, Österreich

Botulinumtoxin in der Hals-Nasen-Ohrenheilkunde
20. Februar 2026
Göttingen

14th Interdisciplinary Endoscopic Skull Base Surgery Course
23. - 25. Februar 2026
Essen

Kurs zur Diagnostik und Therapie der Schlafapnoe gem. der MVV-Richtlinie des G-BA/Modul I
26. - 28. Februar 2026
online

Jahrestagung Westdeutscher HNO-Ärzte
27. - 28. Februar 2026
Dortmund

 
 

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