Ausgabe 22/2026

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Montag, 25. Mai 2026

Liebe Leserinnen und Leser,

HPV-negative Kopf-Hals-Tumoren – oft mit übermäßigem Alkohol- beziehungsweise Tabakkonsum assoziiert – gelten als schwer behandelbar, mit ungünstiger Prognose. Ein Grund dafür: Bislang fehlten zuverlässige biologische Marker, um Krankheitsverläufe besser einzuschätzen und Therapien gezielter zu planen. Wie eine aktuelle Studie zeigt, lässt sich die Aggressivität der Tumoren indirekt auf PET/CT-Aufnahmen erkennen: Die retrospektive Analyse von Patientendaten ergab, dass bei HPV-negativen Kopf-Hals-Tumoren der Hedgehog-Signalweg, der Tumorwachstum fördert, besonders aktiv ist. Diese biologische Aktivität spiegelt sich in der PET/CT-Bildgebung wider, wenn bestimmte Markierungsverfahren eingesetzt werden.

Weitere Details zu dieser Studie finden Sie in unserem Newsletter – genauso wie mehr zum Thema Krebs, etwa über Studienergebnisse, die ein deutlich höheres Krebsrisiko für unverheiratete Erwachsenen nahelegen. Dabei wurden die stärksten Assoziationen bei Krebsarten beobachtet, die mit Infektionen, Rauchen oder Alkohol verbunden sind. Eine Ehe verhindere nicht auf magische Weise Krebs, wie die Autoren betonen. Allerdings kommt die Ehe mit bestimmten Lebensstilfaktoren, deren Einfluss zu erwarten war.

Eine interessante Lektüre und einen guten Start in die Woche wünscht Ihnen,




   Ihre
   Dr. Judith Amann

 

 
 
PET/CT-Bildgebung bei Kopf-Hals-Tumoren: Aggressive Verläufe früh erkennen

PET/CT-Bildgebung bei Kopf-Hals-Tumoren: Aggressive Verläufe früh erkennen

Biologische Eigenschaften aggressiver Kopf-Hals-Tumoren spiegeln sich in der PET/CT-Bildgebung wider, so das Ergebnis einer aktuellen Studie. Deren Ergebnisse schaffen damit die Grundlage, um personalisierte Behandlungsstrategien zu entwickeln.

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Chronischer Tinnitus: Digitale KVT direkt verordnen

Mit der Tinnitus-App Kalmeda® steht Ihren Patienten ab der Diagnose eine sofort verfügbare leitliniengerechte Therapieoption zur Verfügung, die sowohl eigenständig als auch mit Ihrer ärztlichen Begleitung durchgeführt werden kann. Eine aktuelle Kasuistik von Prof. Schecklmann zeigt, wie die digitale KVT einem Patienten half, seinen Tinnitus neu zu bewerten und seine Lebensqualität zu steigern.

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Zungenkarzinom: Moderne Mikrochirurgie ermöglicht mehr Lebensqualität

In Deutschland erkranken rund 13.000 Menschen pro Jahr neu an einem Oropharynxkarzinom, mit einer 5-Jahresüberlebensarte im fortgeschrittenen Stadium von 50 bis 60 Prozent. Moderne Mikrochirurgie bietet neue Perspektiven – vor allem beim Zungenkarzinom.

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Stiller Reflux: An physikalischen
Mukosaschutz gedacht?

Beim stillen Reflux spielen Pepsin und Gallensäuren eine zentrale Rolle – Faktoren, die nicht von allen Therapieoptionen gleichermaßen adressiert werden. Im Podcast erläutert HNO-Arzt Dr. Lars Reichstein, wann ein physikalischer Schleimhautschutz – z. B. mit Sobrade® – sinnvoll sein kann, welche Bedeutung PPI haben und welche Lebensstiländerungen unerlässlich sind.

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Große Studie belegt: Krebsrisiko ist für unverheiratete Erwachsene deutlich höher

Große Studie belegt: Krebsrisiko ist für unverheiratete Erwachsene deutlich höher

Laut einer großen US-amerikanischen Studie haben unverheiratete Erwachsene ein deutlich höheres Krebsrisiko als Verheiratete. Das erhöhte Risiko betrifft nahezu alle wichtigen Krebsarten und ist besonders ausgeprägt bei vermeidbaren Krebsarten – jenen, die mit Infektionen, Rauchen und reproduktiven Faktoren in Zusammenhang stehen.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Die Auswirkungen von Tezepelumab auf patientenberichtete Symptome bei schwerem Asthma – insgesamt sowie bei anamnestisch vorliegender komorbider chronischer Rhinosinusitis mit Nasenpolypen (CRSwNP).
Ann Allergy Asthma Immunol 2026;136(5):531–537.e6.

Eine dilatierte Vena emissaria mastoidea als mögliche Ursache eines pulsatilen Tinnitus.
Acta Otolaryngol 2026 May 10:1–8.

Komorbide psychische Diagnosen bei Kindern mit einseitiger Taubheit, die ein Cochlea-Implantat erhalten haben oder dafür in Betracht gezogen werden.
Am J Audiol 2026 May 13:1–11.

Gemischte Ursachen für Schwerhörigkeit bei Kindern: Ätiologie, Management und audiologische Ergebnisse.
Int J Pediatr Otorhinolaryngol 2026 Jun:205:112848.

 
 

Mit Bakteriophagen und Antibiotika gegen resistente Biofilme

Die Kombination aus Bakteriophagen und Antibiotika kann resistente Biofilme wirksam bekämpfen. Ein infektiologisches Forschungsteam am Uniklinikum Jena konnte diesen Prozess jetzt bei einem Biofilm von resistenten Klebsiellen verfolgen.

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HNO-Verband warnt vor Aus für Terminvermittlung: „Millionen Patienten haben profitiert“

HNO-Verband warnt vor Aus für Terminvermittlung: „Millionen Patienten haben profitiert“

Im Hinblick auf das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz warnt der HNO-Berufsverband vor einem TSVG-Aus: Terminvermittlung und offene Sprechstunde hätten sich bewährt, für einen systematischen Missbrauch gebe es keine belastbaren Daten.  

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Panorama:

Sexuelle Belästigung auf dem Ärztetag: Eine Gruppe von Studierenden hatte in einem Redebeitrag von übergriffigem Verhalten vor Ort berichtet. Die Bundesärztekammer bestätigte die Angaben und kündigte Maßnahmen an.
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Die Fortbildungsreihe ONCOlleg der Universitätskliniken Leipzig und Jena soll Krebspatienten und deren Angehörige enger in Forschungsfragen einbinden. So soll das Erfahrungswissen der Betroffenen das Fachwissen von Forschenden ergänzen.
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In Australien ist die Diphtherie zurück – dabei galt die Infektionskrankheit seit den 1950er Jahren als fast ausgerottet. Als Grund nennen australische Behörden die zunehmende Impfskepsis.
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TERMINE:

Alles über Insomnie in 90 Minuten: Warum Schlaflosigkeit mehr ist als ein Symptom
10. Juni 2026
Online

DGMP-Akademie: Vertäubung bei SSD im Rahmen der Diagnostik vor/nach CI
10. Juni 2026
Online

Biomaterialien und Techniken zur Mastoidobliteration
12. Juni 2026
Dresden

Deutsch-französischer HNO-Kongress
12.–13. Juni 2026
Köln

ENDO Athens 10th World Congress for Endoscopic Surgery of Sinuses, Skull Base, Brain, Spine & Orbit
18.–20. Juni 2026
Athen (Griechenland)

 
 

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