Ausgabe #1/2026

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Dienstag, 01. September 2026

Liebe Leserinnen und Leser,

kennen Sie schon STAMP? „STAMP on CKD“ ist ein neuentwickeltes Akronym, das für die zentralen Schritte der Versorgung von Patienten mit kardiovaskulären Erkrankungen steht. Schon bei Diagnosestellung sollen Patienten künftig auch auf chronische Nierenkrankheiten (CKD) untersucht werden.

Die gemeinsame Behandlung von Herz-Kreislauf- und Nierenkrankheiten wird durch eine neue Leitlinie gestärkt. Die European Society of Cardiology (ESC) hat die Leitlinie gemeinsam mit der European Renal Association (ERA) verfasst und auf dem ESC-Kongress in München vorgestellt.

Prof. William Herrington von der University of Oxford erklärt: „Die neuen ESC-Empfehlungen sollen dazu beitragen, bei Patienten mit kardiovaskulären Erkrankungen häufiger die Nierenfunktion und die Albuminausscheidung im Urin zu bestimmen.“ Herrington ist einer der Vorsitzenden der Leitlinien-Taskforce.

Viele Menschen mit CKD seien in der Behandlung von Kardiologinnen und Kardiologen, unterstreicht Herrington. „Durch ein systematischeres Screening könnten mehr gefährdete Patienten erkannt und anschließend gezielt gegen CKD und kardiovaskulären Erkrankungen behandelt werden.“

Rund 100 Millionen Menschen leiden Schätzungen zufolge in Europa unter einer chronischen Nierenerkrankung, bei der wiederum auch ein erhöhtes Risiko für zahlreiche kardiovaskuläre Erkrankungen besteht. Kardiovaskuläre Erkrankungen und chronische Nierenkrankheiten können nicht nur den gegenseitigen Krankheitsverlauf beschleunigen, sondern auch Therapien maßgeblich beeinflussen.

Die neue Leitlinie ist die erste, die eine gemeinsame Versorgung von kardiovaskulären Erkrankungen und CKD thematisiert.

Worauf Kardiologen künftig achten sollten und wofür genau STAMP steht, lesen Sie im unten verlinkten Beitrag. Außerdem finden Sie im Newsletter weitere spannende Themen vom ESC 2026 in München!

Eine spannende und informative Lektüre wünscht

Ihre Biermann-Redaktion

 

 
 
Neue ESC-Leitlinie stärkt gemeinsame Behandlung von Herz-Kreislauf- und Nierenerkrankungen

Neue ESC-Leitlinie stärkt gemeinsame Behandlung von Herz-Kreislauf- und Nierenerkrankungen

Erstmals hat die European Society of Cardiology (ESC) eine eigene Leitlinie zur gemeinsamen Versorgung von kardiovaskulären Erkrankungen und chronischer Nierenkrankheit (CKD) veröffentlicht. Die Leitlinie setzt auf eine frühere Erkennung der CKD, eine konsequente Risikobewertung und den gezielten Einsatz wirksamer Therapien.

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Friedreich-Ataxie: Früher Therapiebeginn kann sich auszahlen

Aktuelle Daten aus der offenen Verlängerung der MOXIe-Studie bestätigten eine anhaltende Verlangsamung der Krankheitsprogression unter Skyclarys™ (Omaveloxolon) bei Friedreich-Ataxie (FA). Patienten, die mit der Therapie früher angefangen hatten, profitierten dabei am meisten.1

Fachinformation | Referenz

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KI erkennt Bluthochdruck und Diabetes anhand von Videoaufnahmen des Gesichts

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Eine auf maschinellem Lernen basierende Analyse von Gesichtsvideos könnte künftig dabei helfen, bislang unerkannten Bluthochdruck und Diabetes schnell und berührungslos zu erkennen. Die entsprechenden Daten werden auf dem ESC Congress 2026 vorgestellt und könnten neue Möglichkeiten für ein breit angelegtes Screening eröffnen.

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Orale Kombinationstherapie: mehr Patient:innen im LDL-C-Ziel

Orale lipidsenkende Kombinationstherapien verbessern nachweislich die LDL-C-Zielwerterreichung. Bleibt die LDL-C-Senkung bei hohem/ sehr hohem kardiovaskulärem Risiko trotz maximal verträglicher Statintherapie ± Ezetimib unzureichend, kann Bempedoinsäure gemäß ESC/EAS Focused Update 2025 die Therapie als Add-on ergänzen. Welche Endpunkt- und Real-World-Evidenz dafür spricht, lesen Sie im Artikel.

The missing piece of the heart health puzzle finds its place
 
 
 
 
 
Katheterablation bei Vorhofflimmern ohne Einfluss auf die Lebensqualität?

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Mittels einer Katheterablation kann das Vorhofflimmern zwar effektiv behandelt werden. Auf die Lebensqualität der Patientinnen und Patienten scheint sich die Behandlung selbst allerdings kaum auszuwirken. Das legen Daten einer aktuellen Studie aus Leipzig nahe, die auf dem ESC Congress 2026 vorgestellt wurden.

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Minimalinvasive Trikuspidalklappenreparatur senkt Sterblichkeit und Klinikaufenthalte

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Eine aktuelle Studie des Deutschen Zentrums für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK) unter Leitung des LMU Klinikums München zeigt erstmals im primären Endpunkt Vorteile der minimalinvasiven Trikuspidalklappenreparatur bei harten klinischen Ereignissen. Die Daten wurden auf dem ESC Congress 2026 in München vorgestellt.

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Biomarker-Score könnte Diagnose des Broken-Heart-Syndroms verbessern

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Forschende der Universität Zürich haben einen neuen Biomarker-Score entwickelt, der das Takotsubo-Syndrom („Broken-Heart-Syndrom“) bereits vor einer invasiven Herzkatheteruntersuchung mit hoher Genauigkeit erkennen kann. Das neue Instrument könnte die Diagnose in der Notfallmedizin vereinfachen und liefert zugleich neue Hinweise zu den biologischen Mechanismen dieser häufig verkannten Herzerkrankung.

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