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Liebe Leserinnen und Leser,
am Montag endete das jährliche Highlight der europäischen Kardiologie: der ESC-Kongress 2025. An vier Tagen wurde den mehr als 30.000 erwarteten Teilnehmern in Madrid und online unter dem Motto „Cardiology Beyond Borders“ ein ganzes Füllhorn spannender Studien sowie evidenzbasierte Therapieempfehlungen im Rahmen neuer oder aktualisierter Leitlinien präsentiert. Eine kleine Auswahl von jenen, die unter deutscher Beteiligung entstanden sind, präsentieren wir Ihnen im heutigen Newsletter.
So erhielten die Leitlinien zur Behandlung von Herzklappenerkrankungen ein Update, welches die innerhalb Europas bislang sehr heterogene klinische Praxis zum Wohle der Patienten vereinheitlichen soll. Dem Thema Myokarditis und Perikarditis wurde sogar eine ganz neue Leitlinie gewidmet. In dieser wird das inflammatorische Myoperikardialsyndrom (IMPS) als neuer Sammelbegriff für Myokarditis und Perikarditis eingeführt, der die Überschneidung beider Erkrankungen betont und bis zu einer spezifischeren Diagnose verwendet wird.
Randomisierte klinische Studien (RCTs) untersuchten unter anderem die Wirkung des Herzglykosids Digitoxin bei Patienten mit HFrEF (DIGIT-HF) sowie eine personalisierte Herzinsuffizienztherapie bei Patienten mit fortgeschrittenem Krebs in der Palliativversorgung (EMPATICC). Eine Metaanalyse der vier RCTs SELECT, FLOW, STEP-HFpEF und STEP-HFpEF-DM ging indes der Frage nach, wie sich die Behandlung von HFpEF-Erkrankten mit GLP-1-Rezeptoragonisten auf den ökologischen Fußabdruck im Gesundheitswesen auswirkt – ein Aspekt, der in klinischen Studien so bislang nicht beleuchtet wurde.
Auch in der heutigen Literatur-Auswahl finden Sie Studien, die anlässlich des ESC veröffentlicht wurden.
Ich wünsche Ihnen eine informative Lektüre und eine erfolgreiche Restwoche.
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