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Liebe Leserinnen und Leser,
als Aufreger der Woche kann wohl die Debatte um eine mögliche Streichung zahnärztlicher Leistungen für Kassenpatientinnen und -patienten bezeichnet werden. Was Kardiologinnen und Kardiologen auf den ersten Blick nicht unmittelbar tangiert, hätte im Falle einer Umsetzung durchaus Konsequenzen für ihre Patientinnen und Patienten. Die Parodontitis ist ein bekannter Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Nicht umsonst wird Herzerkrankten eine sorgfältige zahnärztliche Überwachung und Prophylaxe angeraten. Es darf bezweifelt werden, dass diese in allen Gesellschaftsschichten gewährleistet wäre, wenn ein Großteil der Bevölkerung selbst für diese Leistungen aufkommen müsste – mit potenziell fatalen Folgen.
Apropos Risikofaktoren: Eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für die Entwicklung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen haben offenbar Nachteulen – also jene Menschen, die regelhaft bis tief in die Nacht aufbleiben. Wie aktuelle Daten zeigen, scheint dies aber weniger an dem Schlafrhythmus selbst zu liegen, sondern vielmehr an einer damit einhergehenden ungesunden Lebensweise.
Um das Risiko für Gesamtsterblichkeit, schwere Blutungen und ischämische Ereignisse bei Krebspatientinnen und Krebspatienten mit akutem Koronarsyndrom besser abzuschätzen, entwickelten internationale Wissenschaftler das KI-basierte Prognosetool ONCO-ACS. Zur Risikovorhersage kombiniert dieses eine Reihe von krebsbezogenen und klassischen kardiovaskulären Faktoren. Mit den Erkenntnissen könnte die Behandlung der Betroffenen individuell angepasst werden.
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