Ausgabe 29/2025

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Mittwoch, 16. Juli 2025

Liebe Leserinnen und Leser des Kompakt Kardiologie,

im Rahmen einer Katheterablation zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen kann es zu stillen – also asymptomatischen – zerebralen Läsionen kommen. Dass diese nicht so still sind, wie gemeinhin vermutet, zeigte jüngst eine Studie US-amerikanischer Kardiologen. In dieser hatten Patienten, bei denen im Anschluss an eine Katheterablation gegen ventrikuläre Arrhythmien im MRT „asymptomatische“ Läsionen im Okzipital- und Parietallappen nachgewiesen wurden, ein zwölfmal höheres Risiko für die Entwicklung visueller Auren mit migräneartiger Symptomatik als Patienten ohne diese Läsionen. Eine transseptale Punktion als Zugangsweg für den Ablationskatheter scheint allerdings nicht ursächlich dafür verantwortlich zu sein, denn die Rate visueller Auren nach retrogradem Zugang durch die Aortenklappe war ähnlich hoch.
 
Die Autoren hatten spekuliert, dass durch den neu geschaffenen interseptalen Shunt entweder Chemikalien, die ansonsten im Lungenkreislauf verstoffwechselt worden wären, oder kleine Thromben ins Gehirn gelangen, welche migräneähnliche Symptome auslösen könnten – schließlich leiden auch Patienten mit offenem Foramen ovale häufiger an Migräne. Die Studienergebnisse stützen diese Hypothese allerdings nicht. Als Quelle für die Mikroemboli könnte somit die Ablationstechnik selbst verantwortlich sein. Da es auch nach anderen gängigen Eingriffen am Herzen, wie zum Beispiel einer Koronarangiographie oder einer invasiven Aortenklappenuntersuchung, zu stillen Hirnläsionen kommen kann, regen die Daten zu einer Neubewertung dieser an.
 
Lesen Sie diese sowie weitere spannende Meldungen aus der Kardiologie im heutigen Newsletter.
 
Eine erfolgreiche Restwoche wünscht Ihnen




   Ihre
   Dr. Aileen Hochhäuser

 

 
 
Visuelle Aura: Winzige Hirnläsionen können zu Migränesymptomen führen

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CAMZYOS® überzeugt auch in der Langzeitbehandlung nach 3,5 Jahren1

Bei der Behandlung von HOCM-Patient:innen mit CAMZYOS® (Mavacamten) ist es entscheidend, dass Wirksamkeit und Verträglichkeit auch langfristig erhalten bleiben. Positive Hinweise dazu zeigt eine 180-Wochen-Kohorte der EXPLORER-HCM Studie: MAVA-LTE. MAVA-LTE ist eine laufende 5-Jahres-Verlängerungsstudie zur Behandlung mit CAMZYOS®.1 Erfahren Sie mehr zu den 180-Wochen-Daten der MAVA-LTE Studie.

Fachinformation | Referenzen

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Kardiovaskuläre Prävention durch Impfung – ESC veröffentlicht klinisches Konsensuspapier

Pneumokokken, RSV, Influenza, SARS-CoV-2: In einem klinischen Konsensus-Statement hebt die European Society of Cardiology (ESC) die Bedeutung von Impfungen für die Prävention kardiovaskulärer Ereignisse hervor.

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Schlaganfallrisiko bei nvVHF gezielt +
evidenzbasiert senken

Patient:innen mit nicht-valvulärem Vorhofflimmern (nvVHF) tragen ein deutlich höheres Risiko für ischämische Schlaganfälle, daher ist eine wirksame Antikoagulation entscheidend, um embolische Ereignisse zu verhindern. DOACs wie Edoxaban bieten hierbei eine effektive und zugleich wirtschaftliche Option mit vorteilhaftem Sicherheitsprofil, breiter Evidenzbasis und Leitlinienempfehlung.

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NRW: Reanimationsunterricht an Schulen wird verpflichtend

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Ab dem Schuljahr 2026/27 wird Reanimationsunterricht für alle Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I in Nordrhein-Westfalen verpflichtend eingeführt. Ziel ist es, junge Menschen frühzeitig mit den Grundlagen der Wiederbelebung vertraut zu machen.

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Sport verringert Sterberisiko – auch bei spätem Einstieg

Dass Sport die Lebensdauer fördert, ist schon lange klar. Neue Forschungsergebnisse zeigen nun, wie groß der Effekt ist. Auch für schon länger sportlich Inaktive gibt es Hoffnung.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Alternative Methode zur Diagnostik der pAVK: Schätzung des Zehen-Arm-Index auf der Grundlage von Doppler-Wellenformen im Vorfußbereich.
Eur Heart J Imaging Methods Pract 2025;3(2):qyaf057.

Aktuelle medikamentöse Therapie, geschlechtsspezifische Merkmale und Ergebnisse bei Patienten mit nicht ischämischer Kardiomyopathie: eine vorab festgelegte Zwischenanalyse der BIO-LIBRA-Studie.
eClinicalMedicine 2025;86:103337.

Verzögerte Diagnose von Bluthochdruck und der Zusammenhang mit kardiovaskulären Behandlungen und Ergebnissen.
JAMA Netw Open 2025;8;(7):e2520498.

 
 
 
Forschungsprojekt zur arrhythmogenen rechtsventrikulären Kardiomyopathie: Welcher Sport ist erlaubt?

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PANORAMA:

Das IQWiG bewertet derzeit den Nutzen der kardialen Magnetresonanztomographie bei Koronarer Herzkrankheit. Nun wurden die vorläufigen Bewertungsergebnisse veröffentlicht – mit der Bitte um Stellungnahme durch die Fachöffentlichkeit.
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TERMINE:

ASPC 2025 Congress on CVD Prevention
1.–3. August 2025
Boston, USA

HRX Live 2025
4.–6. September 2025
Atlanta, USA

39th ESVS Annual Meeting 2025
23.–26. September 2025
Istanbul, Türkei

Med live: Organerkrankungen bei Adipositas
25. September 2025
online

 
 

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