Ausgabe 4/2026

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Mittwoch, 21. Januar 2026

Liebe Leserinnen und Leser,

Luftschadstoffe wie Feinstaub (PM2,5) und Stickstoffdioxid (NO₂) gelten seit Langem als relevante Risikofaktoren für kardiovaskuläre Erkrankungen bei Erwachsenen. Weniger gut untersucht sind ihre Auswirkungen auf den Blutdruck im Kindesalter. Eine aktuelle US-Analyse von Daten aus 20 Studienstandorten mit insgesamt 4863 Kindern im Alter von fünf bis zwölf Jahren liefert nun neue Hinweise: Bereits geringe Feinstaubbelastungen – sowohl pränatal als auch in der frühen Kindheit – sind mit einem erhöhten Hypertonierisiko assoziiert. Die Ergebnisse fügen sich in die wachsende Evidenz ein, dass Umweltfaktoren frühzeitig die kardiometabolische Gesundheit beeinflussen.
Umso erstaunlicher erscheint eine jüngste Entscheidung der US-Umweltschutzbehörde EPA. Künftig sollen in Kosten-Nutzen-Analysen zur Festlegung von Luftschadstoff-Grenzwerten die gesundheitlichen Folgekosten nicht mehr berücksichtigt werden. Wenn regulatorische Entscheidungen primär die wirtschaftlichen Belastungen der Industrie abbilden, dürfte dies eine Lockerung der Grenzwerte begünstigen – mit potenziell gravierenden Konsequenzen für die öffentliche Gesundheit.
Vor diesem Hintergrund kämen neue Therapieansätze für Bluthochdruck gerade recht. Neuseeländische Forscher identifizierten eine Region im Hirnstamm – die laterale parafaziale Region – als möglichen zentralen Modulator der Gefäßverengung. Erste tierexperimentelle Daten deuten darauf hin, dass eine Hemmung dieser Struktur den Blutdruck senken könnte – ein spannender Ansatz, der langfristig neue Behandlungsoptionen eröffnen könnte.
Lesen Sie weitere spannende Meldungen Ihres Fachgebietes im heutigen Newsletter und auf unserer Homepage.




   Ihre
   Dr. Aileen Hochhäuser

 

 
 
Pränatale und postnatale Feinstaubbelastung erhöhen das Hypertonie-Risiko

Pränatale und postnatale Feinstaubbelastung erhöhen das Hypertonie-Risiko

Luftverschmutzung vor und kurz nach der Geburt erhöht bei Kindern das Risiko für Bluthochdruck. Darauf die deuten die Ergebnisse einer vom NIH finanzierten Studie in den USA.

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CAMZYOS® überzeugt auch im Versorgungsalltag1

CAMZYOS® geht HOCM an der Ursache an und verbessert die Lebensqualität* und Leistungsfähigkeit# von Patient:innen.1-3

Daten aus dem US-Versorgungsalltag (> 6.000 HOCM-Patient:innen)4* ergänzen nun die Zulassungsstudie EXPLORER-HCM.2 Sie unterstreichen die Effektivität und Verträglichkeit von CAMZYOS® zusätzlich.

Fußnoten und Referenzen | Fachinformation

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Zusammenhang zwischen Gehirn und Bluthochdruck identifiziert

Neuseeländische Wissenschaftler haben entdeckt, dass ein bestimmter Bereich des Gehirns an der Entstehung von Bluthochdruck beteiligt sein könnte.

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Forschungsprojekt: CHIP-Mutationen als Risikofaktor bei Patienten mit Vorhofflimmern

Forschungsprojekt: CHIP-Mutationen als Risikofaktor bei Patienten mit Vorhofflimmern

Mit Unterstützung der Deutschen Herzstiftung untersuchen Forschende die Rolle von CHIP-Mutationen bei Patienten mit Vorhofflimmern. Ihr Ziel: Eine personalisierte Behandlung von CHIP-Mutationsträgern.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Die Abschaltung von Prdm16 und beigem Fettgewebe führt zu einer Gefäßumgestaltung und erhöhtem Blutdruck.
Science 2026;391(6782):306–313.

Anthrazyklin-Kardiotoxizität: Rolle der durch kardiale Drucküberlastung induzierten metabolischen Vulnerabilität.
Eur Heart J, ,13.01.2026

Blutbiomarker zur Vorhersage des Behandlungsergebnisses nach Herzstillstand: eine internationale prospektive Beobachtungsstudie im Rahmen der Studie „Targeted Hypothermia versus Normothermia after Out-of-Hospital Cardiac Arrest” (TTM2).
Lancet Respir Med, 11.12.2025

 
 

Neutrophile ursächlich für Folgeschäden bei Diabetes

Diabetische Folgeschäden in Herz und Nieren sind einer neuen Studie zufolge das Ergebnis einer langanhaltenden Entzündungreaktion von Neutrophilen Granulozyten. Gesteuert wird dieser Prozess von PAD4 – einem Enzym, das somit Ziel neuer Therapieansätze sein könnte.

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Alles steht Kopf: DGE ordnet neue Ernährungsempfehlungen der USA ein

Alles steht Kopf: DGE ordnet neue Ernährungsempfehlungen der USA ein

Die neuen Ernährungsempfehlungen der USA sorgen für Diskussionen. Denn sie stellen die bislang allgemein bekannte Ernährungspyramide kurzerhand auf den Kopf. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) ordnet die Änderungen ein.

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PANORAMA:

Bei der Festlegung von Grenzwerten für Luftschadstoffe wird die US-Umweltschutzbehörde EPA die Gesundheitskosten künftig nicht mehr monetär berücksichtigen. Stattdessen soll nur noch der Kostenaspekt für die Industrie in den offiziellen Kosten-Nutzen-Analysen erscheinen.
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Mit einer moderaten Steigerung um 3,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr erreicht die Organspende in Deutschland im Jahr 2025 den höchsten Stand seit dem Jahr 2012.
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Schleswig-Holstein kündigte Pläne für eine bundesweite Zuckersteuer an. Die Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM) begrüßt die Initiative.
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TERMINE:

30.01.–31.01.2026
Lübeck

06.02.-07.02.2026
Frankfurt a.M.

07.02.2026
Bielefeld
 
 

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