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Frauen versterben nach kardiovaskulären Hochrisikooperationen mit höherer Wahrscheinlichkeit als Männer. Dieser Umstand ist bekannt. Ob der Grund dafür in einer allgemein höheren Komplikationsrate bei den Frauen liegt oder daran, dass Frauen mit einer Komplikation seltener gerettet werden, untersuchte eine aktuelle US-Studie. Sie liefert Hinweise, dass eine bessere Erkennung von und Reaktion auf postoperative Komplikationen, insbesondere bei Frauen, notwendig ist, um diese Ungleichheit zu verringern. Denn: In der Beobachtungsstudie mit mehr als 850.000 eingeschlossenen Patientinnen und Patienten unterschieden sich Art und Häufigkeit der Komplikationen nicht zwischen den Geschlechtern – dennoch starben Frauen signifikant häufiger daran.
Um die Versorgung von Herzpatientinnen und -patienten nicht zu gefährden, fordern die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie sowie die kardiologischen Berufsverbände Arbeitsgemeinschaft Leitender Kardiologischer Krankenhausärzte (ALKK) und der Bundesverband niedergelassener Kardiologen (BNK) die Bundesärztekammer auf, den Entwurf für die neue Gebührenverordnung für Ärzte (GOÄ) abzulehnen. Zahlreiche Leistungen aus dem Herzkatheterlabor würden darin als Teil eines „technischen Fachs“ gelistet, was zu einer Abwertung der Vergütung um 50 bis 60 Prozent führe. Damit einher geht die Befürchtung, dass diese Leistungen langfristig nicht mehr kostendeckend angeboten werden können und entsprechende Einrichtungen geschlossen oder zusammengelegt werden müssen.
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