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die Katheterablation hat sich zur rhythmusstabilisierenden Therapie von Vorhofflimmern bewährt. Die Zahl der durchgeführten Ablationen nimmt seit Jahren stetig zu: So waren es laut Deutschem Herzbericht im Jahr 2022 mehr als 107.000 Prozeduren. Am verbreitetsten ist die Radiofrequenzablation, gefolgt von der Kryoablation. Hierbei handelt es sich allerdings um unspezifische Verfahren, die neben der gewünschten Verödung taktgebender Zellen im Herzen auch zu einer Schädigung des umliegenden Gewebes führen können. Bekannte Sicherheitsprobleme sind zum Beispiel Pulmonalvenenstenosen, Ösophagusfisteln oder eine Zwerchfell-Lähmung. Die neuere Methode der Pulsed-Field-Ablation umgeht diese Kollateralschäden und erwies sich in einer aktuellen Auswertung von Real-World-Daten als weniger komplikationsbehaftet. So gehen auch die Verfasser des aktuellen Herzberichtes davon aus, dass die Pulsed-Field-Ablation in den nächsten Jahren gerade bei der interventionellen Behandlung von Vorhofflimmern einen größeren Stellenwert bekommen wird.
Ein neu einsetzendes Vorhofflimmern tritt bei bis zu 30 Prozent der Patienten im Anschluss an eine Bypass-Operation auf. Um dies zu verhindern, wird der Kaliumspiegel der frisch operierten Patienten üblicherweise mittels Supplementierung auf hohem Normalniveau (≥4,5 mEq/l) gehalten. Die Ergebnisse der randomisierten klinischen Studie TIGHT K lassen dieses Vorgehen allerdings hinterfragen.
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