Ausgabe 48/2025

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Mittwoch, 26. November 2025

Liebe Leserinnen und Leser,
ein Unglück kommt selten allein. Dieses Sprichwort trifft allzu oft leider auch auf gesundheitliche Probleme zu und sollte im Krankheitsmanagement berücksichtigt werden. Nun mehren sich auch Hinweise auf Zusammenhänge von chronischen Schmerzen beziehungsweise Migräne und Bluthochdruck.
Dass Patienten mit Bluthochdruck, die zusätzlich an Migräne leiden, ein erhöhtes kardiovaskuläres Risiko aufweisen, ist bekannt. Seit 2023 wird die Migräne daher in der europäischen Leitlinie zum Hypertoniemanagement als relevante Begleiterkrankung gelistet. Der umgekehrte Zusammenhang – vermehrte Hypertonie bei Migränepatienten – ist hingegen weniger gut erforscht, besonders in der jungen Generation.
Neue Evidenz zu dieser Verbindung erbrachten nun Wissenschaftler aus Israel anhand einer bevölkerungsbasierten Querschnittsstudie mit mehr als zwei Millionen 16- bis 20-Jährigen. In dieser wiesen junge Menschen mit Migräne – je nach Schweregrad der Kopfschmerzerkrankung – drei- bis viermal so häufig eine Hypertonie auf als jene ohne Migräne.
Ebenfalls umstritten ist der Einfluss chronischer Schmerzen allgemein auf die Entwicklung einer Hypertonie. Eine Auswertung von mehr als 200.000 erwachsenen Patienten aus der UK-Biobank mit verschiedensten chronischen Schmerzen entdeckte auch hier eine gesteigerte Prävalenz von Bluthochdruck im Vergleich zu Personen ohne Schmerzerkrankung. Besonders hervorzuheben: Je weiterverbreitet und je ausgeprägter die Schmerzen sind, desto höher ist der Studie zufolge die Wahrscheinlichkeit für einen Bluthochdruck.
Auch wenn beide Studien nur Korrelationen und keine Kausalitäten aufzeigen: Zur frühzeitigen kardiovaskulären Prävention scheint es dennoch ratsam, den Blutdruck von Schmerzpatienten – auch schon in jungen Jahren – im Auge zu behalten.
Lesen Sie die Studiendetails sowie weitere spannende Meldungen aus der Kardiologie im heutigen Newsletter sowie auf unserem Online-Portal. Ich wünsche Ihnen einen guten Start in die Vorweihnachtszeit!




   Ihre
   Dr. Aileen Hochhäuser

 

 
 
Erhöhtes Hypertonierisiko bei Jugendlichen mit Migräne

Erhöhtes Hypertonierisiko bei Jugendlichen mit Migräne

Eine landesweite Studie aus Israel hat ergeben, dass Jugendliche mit Migräne dreimal häufiger an Bluthochdruck leiden als Heranwachsende ohne Migräne. Das Risiko war umso höher, je ausgeprägter die Migräne war.

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Chronische Schmerzen als Hypertonietreiber

Eine Analyse der UK Biobank deutet an, dass ausgeprägte chronische Schmerzen einen relevanten Risikofaktor für die Entwicklung eines Bluthochdrucks darstellen. Depressionen scheinen hierbei eine vermittelnde Rolle zu spielen.

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Colchicin reduziert Schlaganfälle und Herzinfarkte bei Herz-Kreislauf-Patienten

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Nehmen Menschen mit arteriosklerotischen Herz-Kreislauf-Erkrankungen eine niedrige Dosis Colchicin ein, verringert das ihr Risiko, erneut einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall zu erleiden. Zu diesem Ergebnis gelangt ein aktueller Cochrane-Review.

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Sollten Kinder auf Gene für Hypercholesterinämie untersucht werden?

Familiäre Hypercholesterinämie bleibt bei den meisten Betroffenen unentdeckt. Forschende zeigen, dass ein frühzeitiges Screening von Kindern und jungen Erwachsenen helfen könnte, Herzinfarkte und Schlaganfälle im Alter zu verhindern.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Gezielte Herz-Kreislauf-Risikoscreenings durch ein SMS-Programm (Text to Detect) in der Allgemeinpraxis: eine dreiarmige, parallele, randomisierte Kontrollstudie.
Lancet Prim Care 21.11.2025

Einschränkungen der risiko- und symptomorientierten Untersuchung bei der Vorhersage des ersten Herzinfarkts.
JACC Adv 2025;4(12 Pt 2):102361.

OxLDL-gerichtete CAR-T-Zellen reduzieren die Entwicklung atherosklerotischer Plaques.
Circulation 21.11.2025.

 
 
 
mRNA-Impfstoffe als Schutz vor Grippe

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Nach ihrem Erfolg in der COVID-19-Pandemie steht die mRNA-Technologie nun bei Influenza auf dem Prüfstand. Neue Daten zum Pfizer-Impfstoff zeigen eine robuste Immunantwort – allerdings auch eine erhöhte Rate typischer Impfreaktionen.

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PANORAMA:

Anlässlich der Tabak-Konferenz der WHO fordert die DGIM auch für Deutschland konsequente Einschränkungen für Tabak-, Nikotin- und Vape-Produkte.
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Der Transregio-Sonderforschungsbereich „Mechanisms of Cardiovascular Complications in Chronic Kidney Disease“ wird von der DFG über weitere vier Jahre mit rund 14,2 Millionen Euro gefördert.
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TERMINE:

14. Zwickauer Herz-Kreislauf-Tag
29. November 2025
Zwickau

Cardio Academy 2025
5.–6. Dezember 2025
Hamburg

34. Rhythmologisches Expertengespräch in Berlin
6. Dezember 2025
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