Ausgabe 22/2026

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Mittwoch, 27. Mai 2026

Liebe Leserinnen und Leser,

die Pulmonalvenen im linken Vorhof gelten als zentraler Ausgangspunkt für die Entstehung von Vorhofflimmern. Doch insbesondere beim persistierenden Vorhofflimmern mehren sich Hinweise darauf, dass die zugrunde liegenden Trigger und Remodelling-Prozesse weit über den linken Vorhof hinausreichen könnten. Neue proteomische Analysen von Forschenden aus Göttingen zeigen nun, dass auch der rechte Vorhof in relevantem Ausmaß in die atriale Umstrukturierung eingebunden ist. Die aktuellen Daten erweitern damit nicht nur unser Verständnis der Pathophysiologie des persistierenden Vorhofflimmerns, sondern werfen auch neue Fragen hinsichtlich Diagnostik und therapeutischer Zielstrukturen auf.

Regelmäßige körperliche Ertüchtigung ist für ein gesundes Leben essenziell. Die WHO empfiehlt mindestens 150 Minuten Bewegung pro Woche. Damit lässt sich das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall oder Herzschwäche aktuellen Berechnungen aus China zufolge um etwa acht bis neun Prozent senken. Dieser Wert kann auf mehr als 30 Prozent gesteigert werden, wenn die Menge an moderater bis intensiver sportlicher Aktivität deutlich nach oben geschraubt wird: Laut der chinesischen Forschungsgruppe sind dafür gute zehn Stunden Sport pro Woche nötig. Ein Wert, der in der Durchschnittsbevölkerung neben den üblichen alltäglichen Aufgaben – von Job, über Haushalt und Familie – nur schwer zu erreichen sein dürfte. Aber bevor Sie und Ihre Patientinnen und Patienten sich davon entmutigen lassen: Die WHO setzt eine Schwelle an, die für große Teile der Bevölkerung realistisch erreichbar ist, da der größte gesundheitliche Gewinn bereits beim Schritt von völliger Inaktivität zu ein wenig Bewegung erzielt wird.

In diesem Sinne nutzen Sie vielleicht das derzeit sommerliche Wetter für einen abendlichen Spaziergang im Sonnenuntergang. Darüber freuen sich Herz und Geist.




   Ihre
   Dr. Aileen Hochhäuser

 

 
 
Vorhofflimmern: Rechter Herzvorhof stärker beteiligt als bislang angenommen

Vorhofflimmern: Rechter Herzvorhof stärker beteiligt als bislang angenommen

Bislang stand beim Vorhofflimmern vor allem der linke Vorhof im Fokus der Aufmerksamkeit. Neue Forschungsergebnisse zeigen jedoch, dass sich bei anhaltendem Vorhofflimmern beide Herzvorhöfe tiefgreifend verändern.

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ELIQUIS®: Unterm Strich zählt die Evidenz1–12

In der RCT COBRRA zeigte ELIQUIS® vs. Rivaroxaban bei akuter VTE ein signifikant niedrigeres Risiko für klinisch relevante Blutungen* bei vergleichbarer Rate an VTE-Rezidiven.1 In der Schlaganfallprophylaxe bei VHF war ELIQUIS® vs. Rivaroxaban in der neuen Metaanalyse mit 26 Studien mit weniger Schlaganfällen/SE und weniger schweren Blutungen assoziiert.♠,6

ELIQUIS®-FI | Referenzen

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Studie: Zehn Stunden Sport pro Woche könnten das Herz effektiver schützen

Reichen zweieinhalb Stunden Bewegung pro Woche? Eine neue Studie legt nahe, dass deutlich mehr Bewegung auch einen weitaus größeren gesundheitlichen Nutzen mit sich bringen könnte.

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Präeklampsie: Blutdrucksenkung allein reicht nicht aus 

Präeklampsie: Blutdrucksenkung allein reicht nicht aus 

Eine neue Studie aus Wien zeigt, dass Blutdrucksenkung allein nicht ausreicht, um die mütterliche Herz-Kreislauf-Funktion bei Präeklampsie zu verbessern. Trotz erfolgreicher Behandlung des Bluthochdrucks blieb eine relevante Verbesserung anderer kardiovaskulärer Parameter aus.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Verläufe der Herzinsuffizienz nach leitliniengerechter medikamentöser Therapie.
JAMA Netw Open;2026;9;(5):e2613955.

Neudefinition der rechtsventrikulären Funktion: Zusätzlicher prognostischer Nutzen der effektiven RVEF im Kardio-MRT bei funktioneller Trikuspidalklappeninsuffizienz – Eine multizentrische Validierungsstudie. 
JACC Cardiovasc Imaging 2026:S1936-878X(26)00140-3.

Koronare mikrovaskuläre Dysfunktion und kardiovaskuläre Ereignisse (Multicenter FLOW-CMD Registry): eine prospektive, multizentrische Kohortenstudie in Südkorea.
Lancet 21.05.2026

 
 

Mehr Hochrisikoplaques bei Menschen mit Fettleber

Menschen mit Fettleber weisen offenbar eine höhere Menge an nicht verkalkten, rupturgefährdeten Koronarplaques und ein fast doppelt so hohes Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse auf wie Menschen ohne Fettleber. Das zeigen die Ergebnisse einer aktuellen Studie in „Clinical Gastroenterology and Hepatology“.

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Nach Herz-OP: Spezialisierte Aufwachräume entlasten die Intensivstation

Nach Herz-OP: Spezialisierte Aufwachräume entlasten die Intensivstation

Nach Herz-OP automatisch auf die Intensivstation? Daten aus 15 Jahren ERACS am Herzzentrum Leipzig zeigen: Mit strukturierter PACU-Versorgung lassen sich mehr als 90 Prozent der Patientinnen und Patienten sicher ohne Intensivaufenthalt behandeln.

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PANORAMA:

Kommt die geplante Erhöhung der Tabaksteuer tatsächlich? Und wenn ja, wofür sollen die Einnahmen daraus genutzt werden? Der Bundesdrogenbeauftragte Hendrik Streeck hat eine klare Meinung.
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In Sachsen-Anhalt wird künftig der Einsatz von Gemeindenotfallsanitätern und Telenotärzten landesweit ermöglicht. Der Landtag in Magdeburg hat eine entsprechende Änderung des Rettungsdienstgesetzes beschlossen.
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TERMINE:

Die klinische Anwendung kardiovaskulärer MRT: Spezialkurs KHK – Kardio-MRT Stressperfusion
2. Juni 2026
online

International Chronic Thromboembolic Pulmonary Hypertension Conference 2026
11.–13. 
Juni 2026
Warschau (Polen)

52. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Prävention und Rehabilitation von Herz-Kreislauferkrankungen
19.–20. Juni 2026
Potsdam

 
 

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