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Liebe Leserinnen und Leser,
die Pulmonalvenen im linken Vorhof gelten als zentraler Ausgangspunkt für die Entstehung von Vorhofflimmern. Doch insbesondere beim persistierenden Vorhofflimmern mehren sich Hinweise darauf, dass die zugrunde liegenden Trigger und Remodelling-Prozesse weit über den linken Vorhof hinausreichen könnten. Neue proteomische Analysen von Forschenden aus Göttingen zeigen nun, dass auch der rechte Vorhof in relevantem Ausmaß in die atriale Umstrukturierung eingebunden ist. Die aktuellen Daten erweitern damit nicht nur unser Verständnis der Pathophysiologie des persistierenden Vorhofflimmerns, sondern werfen auch neue Fragen hinsichtlich Diagnostik und therapeutischer Zielstrukturen auf.
Regelmäßige körperliche Ertüchtigung ist für ein gesundes Leben essenziell. Die WHO empfiehlt mindestens 150 Minuten Bewegung pro Woche. Damit lässt sich das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall oder Herzschwäche aktuellen Berechnungen aus China zufolge um etwa acht bis neun Prozent senken. Dieser Wert kann auf mehr als 30 Prozent gesteigert werden, wenn die Menge an moderater bis intensiver sportlicher Aktivität deutlich nach oben geschraubt wird: Laut der chinesischen Forschungsgruppe sind dafür gute zehn Stunden Sport pro Woche nötig. Ein Wert, der in der Durchschnittsbevölkerung neben den üblichen alltäglichen Aufgaben – von Job, über Haushalt und Familie – nur schwer zu erreichen sein dürfte. Aber bevor Sie und Ihre Patientinnen und Patienten sich davon entmutigen lassen: Die WHO setzt eine Schwelle an, die für große Teile der Bevölkerung realistisch erreichbar ist, da der größte gesundheitliche Gewinn bereits beim Schritt von völliger Inaktivität zu ein wenig Bewegung erzielt wird.
In diesem Sinne nutzen Sie vielleicht das derzeit sommerliche Wetter für einen abendlichen Spaziergang im Sonnenuntergang. Darüber freuen sich Herz und Geist.
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