Ausgabe 34/2024

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Mittwoch, 28. August 2024

Liebe Leserinnen und Leser des Kompakt Kardiologie,

seit der ersten Herztransplantation in Deutschland im Jahr 1969 wurden hierzulande bereits 15.000 Herzen verpflanzt. Diesen Meilenstein gab kürzlich die Deutsche Stiftung Organtransplantation bekannt. Auch wenn eine Herztransplantation heutzutage als anspruchsvolle Routineoperation gilt, gibt es immer noch Weiterentwicklungen auf diesem Gebiet.

So wurde vor einigen Jahren in Schweden ein neues Transportgerät für Spenderherzen entwickelt. In der sogenannten „Heart Box“ werden die entnommenen Organe während des Transports kontinuierlich mit einer speziellen Nähr- und Konservierungslösung über eine Kreislaufpumpe und einen Oxygenator versorgt und gekühlt. Das Prinzip der hypothermisch oxygenierten Maschinenperfusion (HOPE) wurde im Rahmen einer internationalen Studie – auch unter Beteiligung deutscher Transplantationszentren – mit der heute üblichen statischen Kühlung verglichen. Die hoffnungsvollen Studienergebnisse wurden jüngst hochrangig in „The Lancet“ publiziert.

Aufgrund des Mangels eines geeigneten Spenderorgans wurde am Universitätsklinikum Heidelberg nun auf ein Wunderwerk der Technik zurückgegriffen: Im Sommer wurden hier zwei vollständig künstliche Herzen transplantiert – eine Premiere an der Heidelberger Klinik für Herzchirurgie. Laut den behandelnden Medizinerinnen und Medizinern erholen sich die beiden Patienten gut von ihren OPs und schweren Herzerkrankungen. Ob in Zukunft noch weitere Kunstherzen zur Überbrückung der Wartezeit auf ein passendes Spenderorgan verpflanzt werden, hängt davon ab, wie sich der Gesundheitszustand der beiden Männer weiterentwickelt. Im entsprechenden Beitrag erfahren Sie u.a., wie sich das Kunstherz für die Patienten anfühlt.

Weitere spannende Meldungen aus der Kardiologie finden Sie im Newsletter dieser Woche und auf unserer Website. Ich wünsche Ihnen eine erkenntnisreiche Lektüre.




   Ihre
   Dr. Aileen Hochhäuser

 

 
 
Studie deutet auf besseren Schutz von Spenderherzen mit neuartigem Konservierungssystem

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Internationale Wissenschaftler verglichen in einer randomisierten klinischen Studie eine neue Methode zur Konservierung von Spenderherzen mit der Standardmethode – mit vielversprechenden Ergebnissen.

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Zwei vollständige Kunstherzen in Heidelberg transplantiert

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Erstmals hat das Team der Herzchirurgie am Universitätsklinikum Heidelberg zwei Patienten vollständige Kunstherzen der Firma Carmat implantiert.

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Wie sich Herz und Hirn nach einem Infarkt effektiver schützen lassen

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Würzburger Forschende präsentieren den GPVI-Inhibitor EMA601 zur effizienten Prävention und Behandlung arterieller Thrombosen und Entzündungsreaktionen ohne erhöhtes Blutungsrisiko.

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Hohes Risiko für Herz- und Hörprobleme nach Krebserkrankung im Kindes- und Jugendalter

Die deutschlandweite VersKiK-Studie liefert erste Ergebnisse zur Nachsorge von Überlebenden nach Krebs im Kindes- und Jugendalter.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Inhalierbare Stammzell-Exosomen fördern die Herzreparatur nach Myokardinfarkt. Circulation 2024 Aug 27;150(9):710–723.

Semaglutid und kardiovaskuläre Ergebnisse bei Patienten mit Adipositas und prävalenter Herzinsuffizienz: eine vorspezifizierte Analyse der SELECT-Studie.
Lancet 2024 Aug 24;404(10454):773–786.

Ein künstlich hergestelltes menschliches Herzgewebemodell zeigt den Beitrag von Autoantikörpern bei systemischem Lupus erythematodes zur Schädigung des Herzmuskels. Nat Cardiovasc Res 15.08.2024.

 
 
 
Mit KI untersucht: Zusammenhänge zwischen Strahlentherapie wegen Lungenkrebs und Herzkomplikationen

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Ein Forschungs-Team hat eine komplexe Karte von Substrukturen des Herzens erstellt, um das Risiko für verschiedene Arrhythmie-Klassen vorherzusagen.

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Chronisch hoher Koffein-Konsum kann das Risiko für Bluthochdruck erhöhen

Laut einer neuen Studie des American College of Cardiology, USA, könnte der Konsum von mehr als 400 mg Koffein pro Tag zu erhöhtem Blutdruck führen.

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PANORAMA:

Bei der Verteilung von Spendernieren kommt es einer aktuellen Analyse zufolge aufgrund der derzeit geltenden Allokationsregeln an den Altersgrenzen von 18 und 65 Jahren zu Ungerechtigkeiten.
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Die AOK registriert ein sinkendes Interesse an der Vorsorgeuntersuchung Check-up-35.
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Wie geht es nach dem Aus des Ärztlichen Zentrums für Qualität in der Medizin (ÄZQ) mit den Nationalen VersorgungsLeitlinien weiter? Die AWMF hat gemeinsam mit ihren Fachgesellschaften ein Konzept entwickelt.
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TERMINE:

14. Frankfurter Gerinnungssymposium
6. - 7. September 2024
Frankfurt am Main

11. Mainzer Herzklappensymposium
6. - 7. September 2024
Mainz

St. Georg Heart Forum 2024
7. September 2024
Hamburg

Krankenhausgipfel der Deutschen Krankenhausgesellschaft
9. September 2024
Berlin

 
 

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