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Liebe Leserinnen und Leser,
Blutwerte sind wichtige Indikatoren dafür, wie es um die Gesundheit des Patienten steht. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass die gemessenen Werte auch richtig interpretiert werden. Und dies gelingt nur, wenn der Normbereich bekannt ist. Bei Kindern liegt genau hier das Problem, wie eine aktuelle Studie aus Österreich zeigt. Für diese hatten Forschende der Medizinischen Universität Wien eine standardisierte Blutprobe mit für ein vierjähriges Kind krankhaften Werten an 26 niedergelassene Labors in Österreich versandt. Das Ergebnis des Tests ist erschreckend: Obwohl alle Messergebnisse technisch korrekt waren, blieb die krankhafte Veränderung der Blutwerte bei mehr als der Hälfte der getesteten Labore unbemerkt, da diese keine altersgerechten Referenzwerte verwendeten.
Wer nun glaubt, dies sei ein rein österreichisches Problem, irrt leider. Auch hierzulande liegt es in der Eigenverantwortung der jeweiligen Laboratorien, für Kinder adäquate Referenzbereiche anzugeben. Viele machen das sicherlich, doch der gute Wille allein reicht da nicht aus. Denn für viele Laboranalysen stehen schlicht keine guten altersabhängigen Referenzbereiche zur Verfügung, wie die Deutsche Gesellschaft für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin e. V. (DKGL) auf Nachfrage erklärte. Ausgehend von dieser Problematik hat die Fachgesellschaft daher die PEDREF-Studie etabliert, in der mit innovativen Methoden Referenzintervalle für Kinder ermittelt werden sollen, die die altersabhängige Entwicklung abbilden.
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Eine aufschlussreiche Lektüre und ein erholsames Wochenende wünscht Ihnen
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