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Liebe Leserinnen und Leser des Kompakt Kinder- und Jugendmedizin,
klinische Studien, in denen neue Medikamente und medizinische Verfahren für Kinder geprüft werden, unterliegen in Deutschland besonders hohen bürokratischen Hürden. Was ursprünglich als Schutz einer besonders vulnerablen Gruppe gedacht war, erweist sich in der Praxis als großer Nachteil für Kinder und Jugendliche mit schweren Erkrankungen. Denn bis alle Anträge gestellt, alle Verträge geschlossen und alle Ethikkommissionen gehört sind, vergehen mitunter Jahre. Zeit, die Kinder und Jugendliche mit Krebs beispielsweise nicht haben.
Eine deutliche Verbesserung dieser Situation versprechen sich Experten von dem jüngst im Bundesrat beschlossenen Medizinforschungsgesetz. Damit sollen die Genehmigungsprozesse beispielsweise dadurch beschleunigt werden, dass nur noch eine spezialisierte Ethikkommission ihr Votum abgeben muss. Allerdings bemängeln Forschende des Hopp-Kindertumorzentrums Heidelberg (KiTZ), dass Themen wie Künstliche Intelligenz oder Datenschutz in dem Gesetz bislang nur unzureichend berücksichtigt werden – die nächsten Baustellen sind also vorprogrammiert.
Die detaillierte Einschätzung der Experten zum neuen Medizinforschungsgesetz sowie weitere interessante Neuigkeiten können Sie im Newsletter nachlesen.
Eine aufschlussreiche Lektüre und ein erholsames Wochenende wünscht Ihnen
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