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Liebe Leserinnen und Leser des Kompakt Kinder- und Jugendmedizin,
auch wenn bislang nicht bekannt ist, wie viele Kinder und Jugendliche nach einer Infektion mit SARS-CoV-2 unter Long-COVID leiden, mehren sich die Hinweise, dass gesundheitliche Langzeitfolgen nach einer Ansteckung mit dem Coronavirus häufiger auftreten und länger anhalten als zum Beispiel nach einer saisonalen Grippe. Ähnlich wie Erwachsene leiden die Kinder unter verschiedenen Beschwerden, zu denen auch neurologische Einschränkungen wie Fatigue, Kopfschmerzen oder Gedächtnis- und Konzentrationsprobleme, der sogenannte Brain Fog, zählen.
Wissenschaftler von Helmholtz Munich und der LMU München haben sich intensiv mit den neurologischen Spätfolgen von COVID-19 auseinandergesetzt und herausgefunden, dass das Spike-Protein von SARS-CoV-2 nach der akuten Infektion bis zu vier Jahre lang in den Hirnhäuten und im Knochenmark des Schädels nachweisbar ist. Dort löst es nach Einschätzung der Forschenden eine chronische Entzündung aus, die das Risiko für Gehirnschäden erhöhen kann. Angesichts der Tatsache, dass sich mindestens die Hälfte der Weltbevölkerung in den vergangenen fünf Jahren mit SARS-CoV-2 infiziert hat, sind das keine guten Nachrichten. Positiv ist aber, dass die Immunisierung mit dem mRNA-Impfstoff die Menge an verbleibendem Spike-Protein um etwa die Hälfte reduziert.
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