Ausgabe 07/2026

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Freitag, 06. Februar 2026

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

in dieser Woche erinnern aktuelle Forschungsergebnisse an die Eckpfeiler evidenzbasierter Kinder- und JugendmedizinSicherheit schaffen, Risiken früh erkennen und langfristige Perspektiven im Blick behalten.

So zeigt eine randomisierte Studie zu Paracetamol und Ibuprofen im ersten Lebensjahr: Die Standardmedikamente zur Behandlung von Fieber und Schmerzen bei Babys und Kleinkindern führen nicht zu Ekzemen oder Bronchiolitis. Schwere Nebenwirkungen waren in der Studie selten und nicht medikamentenbedingt. Damit sind die Daten eine wichtige Grundlage für die Beratung verunsicherter Eltern – und stärken das Vertrauen in bewährte Therapieoptionen.

Um kranken Kindern die bestmöglichen Behandlungschancen zu ermöglichen, fokussiert sich die Forschung immer stärker auf die Früherkennung. So hat ein Forscherteam aus den USA und Schweden inflammatorische Proteinmuster im Nabelschnurblut identifiziert, die das spätere Risiko für Typ-1-Diabetes mit hoher Genauigkeit vorhersagen könnten. Sollte sich dieser Ansatz bestätigen, eröffnen sich Perspektiven für nicht invasive Früherkennung und möglicherweise neue Präventionsstrategien. In eine ähnliche Richtung weist die Grundlagenforschung zum Leigh-Syndrom: Früh nachweisbare strukturelle Veränderungen im Gehirn könnten künftig eine frühere Diagnostik und Studieneinbindung betroffener Kinder ermöglichen.

Die langfristige Prognose stand schließlich im Mittelpunkt einer großen Kohortenstudie zum Reizdarmsyndrom: Sie zeigt, dass zwei Drittel der betroffenen Jugendlichen die Krankheitskriterien im jungen Erwachsenenalter nicht mehr erfüllen. Gleichzeitig identifizierten die Forschenden beeinflussbare Risikofaktoren wie Stress, Schlafmangel und familiäre Belastung – ein klarer Hinweis auf präventive Ansatzpunkte in der Adoleszenz.

Eine aufschlussreiche Lektüre und ein schönes Wochenende wünscht Ihnen




   Ihre
   Eva Junker

 

 
 
Paracetamol und Ibuprofen sind sicher im ersten Lebensjahr

Paracetamol und Ibuprofen sind sicher im ersten Lebensjahr

Eine neue Studie bestätigt die Sicherheit der gängigen Schmerzmittel Paracetamol und Ibuprofen im ersten Lebensjahr. Entgegen bisheriger Annahmen entdeckte sie keinen Zusammenhang mit Ekzemen oder Bronchiolitis.

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Neue Therapieoption: Digitales ADHS-Elterntraining hiToco®

hiToco® ist die erste DiGA für Eltern von Kindern mit ADHS und ab sofort per Muster 16-Rezept extrabudgetär verschreibungsfähig (PZN 20081213). Sie überzeugt mit starker klinischer Evidenz und kann ab sofort zur Überbrückung bei Verdachtsdiagnose oder als Erstlinientherapie verordnet werden. Mit hiToco® erweitern Sie Ihre multimodale ADHS-Therapie um eine digitale Komponente.

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Typ-1-Diabetes: Früherkennung durch Nabelschnurblut?

Bislang gibt es keine zuverlässige Methode, um einen Typ-1-Diabetes vor seiner Entstehung zu erkennen oder gar vorzubeugen. Laut einer neuen Studie lassen sich im Nabelschnurblut jedoch bestimmte Proteinmuster identifizieren, die die Erkrankung voraussagen könnten.

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Reizdarmsyndrom bei Jugendlichen: Häufig kein Problem mehr im Erwachsenenalter

Reizdarmsyndrom bei Jugendlichen: Häufig kein Problem mehr im Erwachsenenalter

Zwei von drei Jugendlichen mit Reizdarmsyndrom (RDS) überwinden die Erkrankung, bevor sie erwachsen sind. Das geht aus einer Langzeitstudie hervor, an der mehr als 2500 Personen teilnahmen.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Einfluss des Körpergewichts auf Dosierung und Absetzen einer Medikation mit Methylphenidat bei Kindern und Jugendlichen.
Paediatr Drugs 2026 Jan;28(1):89–100.

Erste Pilotstudie am Menschen zur optischen Breitband-Spektroskopie als nicht invasive Überwachung bei Nekrotisierender Enterokolitis.
J Ped Surg, 03.02.2026

Klinische Anzeichen im Zusammenhang mit Mortalität und Sepsis bei Säuglingen – Systematischer Review und Metaanalyse.
JAMA Pediatr, 02.02.2026

Candidämie aufgrund seltener Candida-Arten bei Kindern: Eine multizentrische retrospektive Studie.
Pediatr Infect Dis J, 28.01.2026

 
 

Forscher finden Ursache für Entwicklungsverzögerung beim Leigh-Syndrom

US-amerikanische Forscher haben strukturelle Abweichungen im Gehirn entdeckt, die dabei helfen könnten, Kinder mit Leigh-Syndrom früher zu identifizieren. Ihre Ergebnisse wurden in „EMBO Molecular Medicine“ veröffentlicht.

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Topische CRISPR-Therapie bei Ichthyose und anderen Hauterkrankungen

Topische CRISPR-Therapie bei Ichthyose und anderen Hauterkrankungen

Forschende aus Kanada, Österreich und Deutschland haben eine topische, auf CRISPR basierende Therapie entwickelt, die eine dauerhafte Remission bei verschiedenen kutanen Erkrankungen ermöglichen könnte.

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KURZMELDUNGEN:

Harald Ehrhardt hat zum 1. Februar die Professur für Neonatologie der Charité übernommen. Mit der Berufung ist auch die Leitung der Klinik für Neonatologie am Campus Charité Mitte und am Campus Virchow-Klinikum verbunden.
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Am Klinikum in Nürnberg soll Künstliche Intelligenz die Versorgung und damit die Chancen von Frühgeborenen verbessern. Das zweijährige Modellprojekt ist nun gestartet.
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Fraunhofer-Forschende arbeiten an einem System, das die räumliche Aufnahmeposition von Ultraschallscans in Relation zum Patientenkörper automatisch dokumentiert.
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TERMINE:

nappa Kompaktkurs Pädiatrische Allergologie Teil 1 „Wissen“
13.02. – 14.02.2026
Oldenburg

37. Deutscher Krebskongress
18.02. – 21.02.2026
Berlin

60. Münchner EEG-Tage
11.03. – 13.03.2026
München

39th Annual Conference and Seminar of the Society for Inborn Errors of Metabolism
25.03. – 27.03.2026
Berlin

41. Jahrestagung der Gesellschaft für Pädiatrische Gastroenterologie und Ernährung
15.04. – 18.04.2026
Köln

 
 

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