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Liebe Leserinnen und Leser des Kompakt Kinder- und Jugendmedizin,
nach Jahren, in denen die schiere Zahl der am Respiratorischen Synzytial-Virus (RSV) erkrankten Kinder Praxen und Kliniken an den Rand ihrer Belastbarkeit gebracht hat, wurde die STIKO-Empfehlung, alle Kinder vor ihrer ersten RSV-Saison zu immunisieren, mit Erleichterung aufgenommen. Jetzt, kurz vor Beginn der Saison, hat sich bei Pädiatern Ernüchterung breit gemacht. Nicht nur, dass der Hersteller des Antikörpers bereits angekündigt hat, wahrscheinlich nicht genug Spritzen mit deutscher Beschriftung liefern zu können. Dieses Problem hat inzwischen das Paul-Ehrlich-Institut gelöst, indem es auch die Verwendung französisch und spanisch etikettierter Präparate erlaubt. Viel bedenklicher ist, dass die Frage, wie der erhebliche Mehraufwand, der den Praxen durch die Beratung der Eltern und Immunisierung der Kinder entsteht, vergütet wird, immer noch nicht geklärt ist. Damit ist der schützende Piks eine privatärztliche Leistung, die die Eltern zunächst aus eigener Tasche bezahlen müssen und die mit einem höheren logistischen Aufwand verbunden ist. Damit werden sicher viele Säuglinge ohne RSV-Schutz in diesen Herbst und Winter gehen.
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Ein aufschlussreiche Lektüre und ein erholsames Wochenende wünscht Ihnen
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