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Liebe Leserinnen und Leser des Kompakt Kinder- und Jugendmedizin,
die Appendizitis ist eine der häufigsten chirurgischen Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter. Seit mehr als 100 Jahren gilt die operative Entfernung des Blinddarmfortsatzes als Standardtherapie. In den letzten Jahren wird jedoch zunehmend diskutiert, ob eine Behandlung mit Antibiotika nicht eine schonendere Alternative sein könnte. Eine aktuelle Studie in „The Lancet“ zeigt nun, dass Kinder, deren unkomplizierte Appendizitis medikamentös behandelt wurde, schneller wieder in den Alltag zurückkehren konnten und weniger Schmerzmittel benötigten. Allerdings musste sich ein gutes Drittel dieser Patienten innerhalb eines Jahres doch noch dem chirurgischen Eingriff unterziehen und war damit doppelt belastet. Die Deutsche Gesellschaft für Kinderchirurgie sieht darin eindeutige Belege dafür, dass die Antibiotikatherapie der Blinddarmoperation unterlegen ist.
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Eine aufschlussreiche Lektüre und ein erholsames Wochenende wünscht Ihnen
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