Ausgabe 15/2026

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Freitag, 10. April 2026

Liebe Leserinnen und Leser,

mit Fortschritten in der molekularen und genetischen Diagnostik vollzieht sich in der Medizin und damit auch in der Pädiatrie ein Wandel: weg von der Reaktion auf Symptome hin zur frühen Identifikation und gezielten Therapie – oft auf molekularer Ebene.

So zeigt ein neuer diagnostischer Ansatz aus Greifswald, wie praxisnah solche Innovationen sein können: Mithilfe einer neuen Mikroskopietechnik lassen sich angeborene Thrombozytenstörungen künftig schon mit einem Tropfen Blut im Neugeborenenalter erkennen. Was bisher häufig erst nach jahrelanger Abklärung diagnostiziert wurde, könnte damit frühzeitig behandelbar werden. Auch rein logistisch bringt die neue Technik Vorteile. So genügt es künftig, die Karte mit Trockenblut an die Spezialzentren zu schicken. Die Betroffenen selbst müssen den oft weiten Weg nicht mehr auf sich nehmen.

Gleichzeitig zeigt die Entdeckung krankheitsverursachender Mutationen im RNU2-2-Gen, dass selbst nicht kodierende RNA eine zentrale Rolle in der Gehirnentwicklung spielt – mit direkten Folgen für die genetische Diagnostik früher Epilepsien. Auch gentherapeutische Ansätze erobern zunehmend die klinische Realität. So verwandelt die Zulassung einer autologen Zelltherapie beim Leukozyten-Adhäsionsdefekt Typ I in den USA eine vormals lebensbedrohliche Erkrankung in eine behandelbare genetische Diagnose – ein weiterer Meilenstein für seltene pädiatrische Erkrankungen.

Neue Perspektiven entstehen auch in der Neuroonkologie: Die Erkenntnis, dass Androgene als Wachstumstreiber von Ependymomen der hinteren Schädelgrube Typ A fungieren, liefert erstmals eine plausible biologische Erklärung für bekannte Geschlechtsunterschiede und eröffnet mögliche therapeutische Optionen.

Gemeinsam zeigen diese Arbeiten einmal mehr: Die Fortschritte in der Kinder- und Jugendmedizin haben die Grundlagenforschung verlassen und sind in der klinischen Versorgung angekommen.

Eine aufschlussreiche Lektüre und ein schönes Wochenende wünscht Ihnen




   Ihre
   Eva Junker

 

 
 
Erbliche Thrombozytenstörungen an einem Tropfen Blut erkennen

Erbliche Thrombozytenstörungen an einem Tropfen Blut erkennen

Greifswalder Forscher haben eine vielversprechende Methode am Mikroskop entwickelt, mit der bereits Neugeborene mit nur einem Tropfen Blut auf eine angeborene Thrombozytenstörung getestet werden können. 

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Novalac – Effektive Symptomlinderung bei Kuhmilchallergie1-6

Novalac bietet evidenzbasierte1-6, durch Goldstandardstudien** gesicherte & leitliniengerechte7 Spezialnahrung für Säuglinge mit Kuhmilchallergie. Die beiden Produkte: Aminova (reine Aminosäuren) und Allernova Plus (extensives Hydrolysat) bieten betroffenen Kindern bereits ab Geburt effektive Symptomlinderung. Vertrauen Sie auf Studiendaten mit einer klinischen Toleranz bei 100% der Säuglinge1-4. Wissenschaftliche Publikation

Pflichtangaben & Referenzen

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FDA lässt Gentherapie für schwere Immundefizienz zu

Die US-amerikanische Arzneimittelbehörde FDA hat eine Gentherapie für den schweren Leukozyten-Adhäsionsdefekt Typ I zugelassen – eine genetisch bedingte Erkrankung, die durch wiederkehrende Infektionen und häufig einen frühen Tod gekennzeichnet ist.

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Rein ins Leben: 1x wöchentliches
Wachstumshormon Sogroya®

Kinder mit Wachstumshormontherapie wollen vor allem eins: Nicht immer an ihre Injektionen denken müssen. Sogroya® (Somapacitan) bietet Patienten mehr Freiheit im Leben,1 ohne Kompromisse bei der Therapie – denn Sogroya® bietet eine vergleichbare Effektivität und Sicherheit wie tägliches Wachstumshormon2–5 – bei 313 injektionsfreien Tagen pro Jahr.6

Referenzen | Basistext

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Androgene fördern das Wachstum von PFA-Ependymomen

Androgene fördern das Wachstum von PFA-Ependymomen

Ein internationales Team hat herausgefunden, was das Wachstum von Ependymomen der hinteren Schädelgrube Typ A (PFA-Ependymom) antreibt. Dies eröffnet neue Behandlungsansätze. 

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Diagnose der primären Ziliendyskinesie: Umsetzung der Leitlinie der European Respiratory Society und der American Thoracic Society in die Praxis.
Pediatr Pulmonol 2026;61(4):e71577.

CRISPR-Cas12a-Geneditierung der Promotoren von HBG1 und HBG2 zur Behandlung der Sichelzellenanämie.
N Engl J Med 2026;394:1281–1291.

Zweijahresergebnisse einer weniger invasiven Surfactant-Verabreichung bei Frühgeborenen – Sekundäranalyse einer randomisierten klinischen Studie.
JAMA Netw Open 2026;9;(3):e263852.

Kognitive und schulische Ergebnisse nach Frühgeburt oder niedrigem Geburtsgewicht – Umbrella-Review und Metaanalyse.
JAMA Pediatr, 30.03.2026

 
 

RNU2-2-Mutationen verursachen schwere Entwicklungsstörungen

Ein internationales Forschungsteam hat eine bisher unterschätzte Ursache für schwere neurologische Erkrankungen identifiziert: Mutationen im Gen RNU2-2. Die Studie zeigt, dass Veränderungen in diesem Gen zu schweren Entwicklungsverzögerungen, geistiger Behinderung und früh einsetzenden, oft therapieresistenten Epilepsien führen können.

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Warum Menschen mit Typ-1-Diabetes auch an Zöliakie denken sollten

Warum Menschen mit Typ-1-Diabetes auch an Zöliakie denken sollten

Menschen mit Typ-1-Diabetes sind häufiger von weiteren Autoimmunerkrankungen betroffen. Eine davon ist die Zöliakie – eine chronische Erkrankung des Dünndarms, die oft lange unentdeckt bleibt. Die gemeinnützige Organisation diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe informiert über Zusammenhänge, typische Anzeichen und gibt Hinweise für den Alltag sowie für Familien mit betroffenen Kindern.

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KURZMELDUNGEN:

Die nach eigenen Angaben größte Klinik für suchtkranke Jugendliche in Deutschland, die Dietrich-Bonhoeffer-Klinik in Großenkneten bei Oldenburg, wird Ende Juni ihre Pforten schließen. Dies kündigt die Betreiberin der Einrichtung, die Leinerstift e.V., an.
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Zwei Drittel der jungen Menschen haben bereits digitale sexualisierte Gewaltsexuelle Beleidigungen oder Belästigung erlebt. Das zeigen aktuelle Daten des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit.
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Im Jahr 2024 waren psychische Erkrankungen und Verhaltensstörungen die häufigste Ursache für stationäre Behandlungen von Kindern und Jugendlichen. Das zeigen Daten des Statistischen Bundesamtes.
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TERMINE:

XXXIX. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie
22.04. – 25.04.2026
Würzburg

25th European Society for Pediatric Dermatology Congress
28.04. – 30.04.2026
Padua (Italien)

Jahrestagung der Gesellschaft für Neuropädiatrie 2026
07.05. – 09.05.2026
Linz (Österreich)

9. Neonatologisch-Intensivmedizinisches Nephrologisches Symposium der GNPI und GPN
07.05. – 08.05.2026
Iphofen

130. Deutscher Ärztetag
12.05. – 15.05.2026
Hannover

 
 

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