Ausgabe 28/2025

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Freitag, 11. Juli 2025

Liebe Leserinnen und Leser,

als im vergangenen November in Abwasserproben mehrerer deutscher Städte Polioviren nachgewiesen wurden, bestand noch die Hoffnung, dass dies auf den Zuzug vor Kurzem geimpfter Menschen in die jeweiligen Einzugsgebiete der Klärwerke zurückzuführen sein könnte. Nach weiteren Nachweisen von cVDPV2 in den zurückliegenden Monaten hält es das Robert Koch-Institut (RKI) allerdings für „zunehmend wahrscheinlich“, dass das Virus – zumindest lokal begrenzt – bereits von Mensch zu Mensch übertragen wird. Eine solche Ansteckung konnte bislang allerdings noch nicht nachgewiesen werden und es wurde auch noch keine Polio-Erkrankung festgestellt.

Die Deutsche Gesellschaft für Neurologie sieht derzeit auch noch keine Gefahr einer Polio-Endemie, rät aber nachdrücklich dazu, gefährdete Personen zu impfen. Dazu zählen neben immungeschwächten Erwachsenen vor allem Kinder. Hier sind vor allem Kinderärztinnen und Kinderärzte gefordert, den Impfstatus ihrer kleinen Patienten noch akribischer im Blick zu behalten, als sie es bislang schon tun. Gefragt ist auch eine noch intensivere Aufklärung der Eltern über die Bedeutung eines vollständigen und rechtzeitigen Impfschutzes für ihre Kinder. Schließlich ist dem RKI zufolge nur etwa ein Fünftel der Einjährigen in Deutschland vollständig gegen Polio geimpft – obwohl die Grundimmunisierung bis zum Alter von zwölf Monaten abgeschlossen sein sollte. Und nur 77 Prozent der Kinder haben im Alter von zwei Jahren den vollständigen Impfschutz.

Die detaillierte Einschätzung der Lage durch Experten sowie weitere interessante Meldungen können Sie im Newsletter nachlesen.

Eine aufschlussreiche Lektüre und ein erholsames Wochenende wünscht Ihnen




   Ihre
   Eva Junker

 

 
 
DGN glaubt nicht an „Polio-Comeback“, rät aber  zur Impfung von Kindern und immungeschwächten Erwachsenen

DGN glaubt nicht an „Polio-Comeback“, rät aber zur Impfung von Kindern und immungeschwächten Erwachsenen

Nach Funden von Polioviren in den Abwasserproben mehrerer Großstädte besteht nach Einschätzung von Experten zwar kein Risiko für eine Endemie. Die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) rät dennoch Risikopersonen, ihren Impfstatus zu überprüfen, und Kinder impfen zu lassen.

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STIKO: Pneumokokken-Impfempfehlung 2025

Die STIKO-Impfempfehlungen wurden aktualisiert. Wie lauten die Empfehlungen zur Pneumokokken-Impfung von Säuglingen, Kindern und Jugendlichen? Welche Pneumokokken-Konjugatimpfstoffe sollen verwendet werden? Nach welchen Impfschemata soll geimpft werden? Antworten können Sie hier nachlesen.

Fachinformation

Baby hand in father's palm
 
 
 

Nierenkrankheiten bei Kindern: Autoantikörper könnten Ursache sein

Eine aktuelle Studie von Forschern der Zhejiang-Universität, China, hat Autoantikörper gegen das Strukturprotein Vinculin als Schlüsselakteure bei Nierenkrankheiten im Kindesalter identifiziert.

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Rückenschmerzen bei jungen Sportlern: Wie wichtig ist eine schnelle Diagnose?

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Bis zu 30 Prozent Kinder und Jugendliche, die intensiv Sport treiben, sind von Rückenschmerzen betroffen. Wann und wie schnell eine Diagnostik erfolgen sollte und warum das so wichtig ist, erklärt PD Dr. Michael Cassel, leitender Oberarzt der Hochschulambulanz der Universität Potsdam, Mitte August auf dem 16. Zeulenrodaer Kongress für Orthopädie und Sportorthopädie (ZKOS).

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Albuterol-Budesonid nach Bedarf bei leichtem Asthma.
N Engl J Med 2025;393:113–124.

Früh auftretende neonatale Infektionen und Epilepsie bei Kindern.
JAMA Netw Open 2025;8;(7):e2519090.

Komplikationen beim Entfernen von zentralvenösen Zugangsvorrichtungen bei Kindern: Eine systematische Übersicht und Metaanalyse.
J Ped Surg, 05.07.2025

Auswirkungen von Unterrichtsstunden mit körperlicher Aktivität und aktiven Pausen auf die kognitive Leistungsfähigkeit und Gesundheitsindikatoren bei Grundschulkindern: Eine cluster-randomisierte Studie.
Int J Behav Nutr Phys Act 2025;22(1):96.

 
 

Kindesmisshand­lung kann Vertrauen in die eigene Körperwahrneh­mung beeinträchtigen

Emotionaler Missbrauch in der Kindheit stört die innere Körperwahrnehmung der Betroffenen, die sogenannte Interozeption. Dies berichten Forschende der TU Dresden und der FU Berlin in der Fachzeitschrift „Nature Mental Health“ und sehen darin ein hohes Risiko für psychische Erkrankungen.

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Epidermolysis bullosa: FDA-Zulassung für gentechnisch veränderte Hauttransplantate

Epidermolysis bullosa: FDA-Zulassung für gentechnisch veränderte Hauttransplantate

Die Ergebnisse einer Phase-III-Studie belegen, dass bei Patienten mit Epidermolysis bullosa (EB), die mit gentechnisch veränderten Transplantaten behandelt wurden, die Wundheilung signifikant besser war als bei unbehandelten Wunden.

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KURZMELDUNGEN:

Das Disease Management Programm (DMP) Adipositas für Kinder und Jugendliche ist am 1. Juli in Kraft getreten. Mehrere Fachverbände fordern nun eine zügige Umsetzung des DMPs.
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In Rheinland-Pfalz wird es bei der Vergabe von Medizinstudienplätzen vom Sommersemester 2026 an eine Landkinderarzt-Quote geben, um regionale Unterschiede bei der Versorgung auszugleichen. 
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TERMINE:

PAED-ID: Meet the Expert – RSV-Update
6. August 2025
online

Immundefekte und Autoinflammation in Diagnostik und Therapie
17. September 2025
online

62. Jahrestagung der Gesellschaft für Pädiatrische Radiologie
17. – 20. September 2025
Hannover

 
 

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