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Liebe Leserinnen und Leser des Kompakt Kinder- und Jugendmedizin,
fast sechs Jahre ist es nun schon her, dass die Entdeckung eines bislang unbekannten Corona-Virus zu einer neuen Zeiteinteilung führte: vor und nach der Pandemie. Für viele Kinder und Jugendliche war diese Zäsur offenbar einschneidender als für Erwachsene. Denn seitdem hat sich nicht durch die körperliche Fitness, sondern auch die psychische Gesundheit der jungen Generation nachhaltig verschlechtert, wie verschiedene Studien belegen. So zeigt auch die inzwischen achte Befragungsrunde der COPSY-Studie (Corona und Psyche) des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE), dass die psychische Verfassung von Heranwachsenden immer noch schlechter ist als vor der Pandemie. Die Angst vor dem neuen Virus ist zwar gewichen, Kinder und Jugendliche sehen sich aber mit Kriegen, Terrorismus, wirtschaftlicher Unsicherheit und Klimaveränderung konfrontiert.
Mit Kontaktbeschränkungen und Homeschooling machten sich in Kinderzimmern auch neue Gewohnheiten breit: Statt Spiel und Spaß mit Freunden sorgten nun vermehrt soziale Medien für Abwechslung, aber auch für mehr soziale Ängste, Mobbing und Suchtverhalten. Australien will dem nun einen Riegel vorschieben und hat ein Social-Media-Verbot für Jugendliche unter 16 Jahren erlassen. Es bleibt abzuwarten, ob das Verbot die erwünschten Effekte bringt und welche Maßnahmen hierzulande umgesetzt werden, um Heranwachsende besser vor den Gefahren aus dem Netz zu schützen.
Außerdem lesen Sie in diesem Newsletter, wie sich die bei jungen Menschen beliebte Nutzung von Kopfhörern, In-ear-Lautsprechern und Co. auf das Hörvermögen auswirkt, und welchen Einfluss die Körperwahrnehmung auf die Akzeptanz chronischer Schmerzen bei Jugendlichen hat.
Eine aufschlussreiche Lektüre und ein erholsames Wochenende wünscht Ihnen
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