Ausgabe 33/2024

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Freitag, 16. August 2024

Liebe Leserinnen und Leser des Kompakt Kinder- und Jugendmedizin,

dass es vor einigen Jahren möglich wurde, die Spinale Muskelatrophie (SMA) durch Gabe von Spleiß-Modifikatoren, später dann auch durch Gentherapie zu behandeln, galt als gewaltiger Fortschritt in der neurologischen Versorgung und gibt Betroffenen und ihre Familien Hoffnung, der bislang als unheilbar geltenden Erkrankung nicht völlig machtlos gegenüberzustehen. Doch nur selten geben sich Wissenschaftler mit dem bislang Erreichten zufrieden. Das gilt auch für Forschende der Technischen Universität Dresden, die angesichts der Bedeutung, die das SMN-Protein für die Entwicklung von Neuronen aus Vorläuferzellen hat, eine echte Heilung der SMA nur in pränatalen Stadien für möglich halten.

Und tatsächlich fanden sie mithilfe von Organoiden, die sie aus Hautzellen von SMA-Patienten züchteten, schon im Embryonalstadium Fehlentwicklungen wie eine vorzeitige Zelldifferenzierung und eine Verschiebung der Zellpopulationen hin zu mehr Muskel- und weniger Nervenzellen. Sollte es gelingen, in diese Prozesse regulierend einzugreifen, müsste das SMA-Screening von der Neugeborenen-Phase auf die frühe Schwangerschaft verschoben werden. Das klingt derzeit zwar noch nach Zukunftsmusik, für die Gentherapie galt das aber auch einmal.

Die detaillierten Ergebnisse der Studie sowie weitere interessante Neuigkeiten können Sie im Newsletter nachlesen.

Eine aufschlussreiche Lektüre und ein erholsames Wochenende wünscht Ihnen




   Ihre
   Eva Junker

 

 
 
„Vorgeschichte“ der Nervenerkrankung SMA könnte Chancen für bessere Behandlung bieten

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Für die Suche nach besseren Behandlungsmöglichkeiten bei Spinaler Muskelatrophie (SMA) lenken Forschende nun den Blick auf bisher unerkannte Anomalien in der Embryonalentwicklung. Sie berufen sich dabei auf Untersuchungen an Organoiden. Bei der SMA gehen Nervenzellen im Rückenmark zugrunde, was Lähmungen und Muskelschwund verursacht. Die Erkrankung macht sich meist im Kindesalter…

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Beurteilung kindlichen Asthmas: Probleme mit Symptombezeichnung erschwert Kommunikation mit den Eltern

Was vielleicht viele schon ahnten, bestätigt nun eine kleine Studie auf der Grundlage semi-strukturierter Interviews: Eltern und medizinisches Fachpersonal sprechen in Bezug auf die Symptome von akutem Asthma bei Kindern nicht immer dieselbe Sprache.

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Forschern gelingt Durchbruch im Verständnis der häufigsten Lernstörung

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Ein Forschungsteam der Technischen Universität Dresden (TUD) konnte erstmals zeigen, dass Legasthenie mit Veränderungen in der Funktion und Struktur des visuellen Thalamus zusammenhängt. 

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Der Einfluss meteorologischer Faktoren auf das Auftreten von Atopischer Dermatitis im Kindesalter. Int J Dermatol, 04.08.2024

Nabelschnur-pH-Wert und neonatale Morbidität und Mortalität.
JAMA Netw Open 2024;7(8):e2427604.

Multi-institutionelle Analyse der Choledocholithiasis bei pädiatrischen und erwachsenen Patienten. J Ped Surg, 13.08.2024

Auswirkung tragbarer Aktivitätsmessgeräte auf die körperliche Aktivität von Kindern und Jugendlichen: Systematischer Review und Meta-Analyse.
The Lancet Digital Health, 06.08.2024

 
 

Neue Forschungsergebnisse zu lebensgefährlicher Erkrankung der Babylunge

Leipziger Mediziner berichten aktuell über wichtige Fortschritte bei der Erforschung der angeborenen Zwerchfellhernie, die sie erzielt haben.

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Was schützt Säuglinge vor dem Plötzlichen Kindstod?

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Eine europäische Forschungsgruppe präsentiert ein neues Erklärungsmodell für den Plötzlichen Kindstod. Im Fokus der Untersuchungen stehen angeborene und erworbene Schutzfaktoren von Säuglingen.

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KURZMELDUNGEN:

Trotz eines insgesamt positiven Trends liegt die Zuckerzufuhr von Kindern und Jugendlichen immer noch über der von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlenen Menge. Das zeigt eine Untersuchung durch Forscher der Universität Bonn.
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Wissenschaftler der Medizinischen Hochschule untersuchen, wie es Schulen gelingt, Maßnahmen zur Prävention und Gesundheitsförderung erfolgreich umzusetzen.
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TERMINE:

XXXVIII. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie
18. – 21. September 2024
Rostock

Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für pädiatrische und adoleszente Endokrinologie und Diabetologie
26. – 28. September 2024
Köln

40. Jahrestagung der Deutschen Adipositas-Gesellschaft in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention
16. – 18. Oktober 2024
Köln

 
 

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