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Liebe Leserinnen, liebe Leser,
immer mehr Kinder und Jugendliche entwickeln Lebererkrankungen wie die Stoffwechseldysfunktion-assoziierte steatotische Lebererkrankung (MASLD). Als Ursache hierfür gilt unter anderem die zunehmende Prävalenz von Übergewicht und Adipositas im Kindes- und Jugendalter. Allerdings rücken auch pränatale Einflüsse und Umweltfaktoren zunehmend in den Fokus von Forschenden. So konnten jüngst Wissenschaftler aus den USA an Mäusen zeigen, dass die Ernährung der Mutter während der Schwangerschaft auch die Lebergesundheit des Nachwuchses beeinflusst. Vermittelt wurde dieser Zusammenhang über das mütterliche Darmmikrobiom. Hier sehen die Forschenden auch einen Ansatz zur Prävention.
Doch auch Umweltchemikalien wie die inzwischen überall gegenwärtigen Ewigkeitschemikalien erhöhen das Risiko für eine früh einsetzende MASLD. So fanden Forschende bei Jugendlichen mit erhöhten Werten von Perfluoroctansäure (PFOA) im Blut ein dreifach erhöhtes Risiko für die Lebererkrankung. Genetische Risikofaktoren und Rauchen verstärkten die PFAS-bedingten Auswirkungen auf die Leber zusätzlich.
Damit wird wieder einmal sichtbar, wie sensibel die Phase des pränatalen und postnatalen Wachstums für negative Einflüsse von außen ist. Zu diesen zählen auch Luftschadstoffe, die einer aktuellen Studie zufolge ebenfalls schon während der Schwangerschaft wirksam werden können und das Risiko für Bluthochdruck bei Kindern erhöhen. Doch es gibt auch positive Einflüsse von außen: So fördert Bewegung die sozialen Fähigkeiten von Schulkindern, ein Effekt, der sich ganz leicht durch eine bewegte Pause oder mehr Sportunterricht umsetzen lassen könnte. Außerdem können KI-Modelle vorhersagen, welche Kinder mit Cochlea-Implantat von einer intensivierten Therapie profitieren, um Zugang zur gesprochenen Sprache zu finden.
Eine aufschlussreiche Lektüre wünscht Ihnen
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